Die Botschaft aus Karlsruhe ist deshalb nicht nur juristisch, sondern politisch von enormer Tragweite: Meinung bleibt Meinung, auch wenn sie weh tut. Wer öffentlich agiert, muss sich gefallen lassen, dass Bürger die Dinge in klare, harte Worte fassen. Die Grenze verläuft dort, wo jemand nur noch eine Person als solche herabwürdigt, ohne jeden Sachbezug. Aber genau diese sorgfältige Unterscheidung haben viele Fachgerichte entweder nicht verstanden oder nicht verstehen wollen.
Dass erst das höchste Gericht im Land eingreifen muss, um den unteren Instanzen das kleine Einmaleins der Meinungsfreiheit zu erklären, zeigt, wie tief das Problem schon sitzt. Es geht längst nicht mehr nur um einzelne Fehlentscheidungen, sondern um eine Geisteshaltung: Kritik am Staat wird als Störung empfunden, nicht als Kern demokratischer Kultur. Wer zu deutlich wird, soll lernen, künftig „moderater“ zu formulieren. Also mit anderen Worten: Selbstzensur als neuer Bürgerstatus.
Genau das darf man nicht akzeptieren. Eine freie Gesellschaft erkennt man nicht daran, wie freundlich ihre Bürger reden, sondern daran, wie viel Unbequemes sie aushält. Hart, wütend, ungerecht, zugespitzt – all das gehört zum Meinungsspektrum dazu. Wer das nicht ertragen will, der soll nicht an die Schalthebel der Macht. Wer sich in Amt und Uniform stellt, tritt nicht als Privatperson auf, sondern als Teil des staatlichen Apparats. Und der ist der Kritik der Bürger schutzlos auszusetzen, nicht umgekehrt.
Dass nun einzelne Urteile kassiert werden, ist ein Anfang – mehr nicht. Wenn es ernst gemeint ist mit der neu bekräftigten Bedeutung der Meinungsfreiheit, dann braucht es eine Vollbremsung beim strafrechtlichen Durchregieren gegen unliebsame Äußerungen. Staatsanwälte müssen sich sehr gut überlegen, ob sie wirklich jeden wütenden Facebook-Post zur Akte machen. Richter müssen aufhören, sich als Erzieher einer „zivilisierten Debattenkultur“ zu begreifen, und sich wieder auf das konzentrieren, was ihre Aufgabe ist: Freiheit schützen, statt Sprache dressieren.
Der eigentliche Skandal liegt nicht in den beiden aufgehobenen Urteilen, sondern in all den Verfahren, in denen kein Weg bis Karlsruhe gegangen werden konnte – weil den Betroffenen das Geld, die Kraft oder der lange Atem fehlte. Wie viele Menschen haben ihre Meinung bereits angepasst, aus Angst, sie könnten die nächsten sein, die für scharfe Kritik vor Gericht gezerrt werden? Dieser Chill-Effekt ist in einer offenen Gesellschaft Gift.
Umso wichtiger ist es, diese Entscheidung des Verfassungsgerichts zum Anlass zu nehmen, die Debatte umzudrehen: Nicht der Bürger, der deutliche Worte findet, steht unter Rechtfertigungsdruck – sondern der Staat, der meint, ihm diese Worte verbieten zu können. Wer davon träumt, eine „harmonische“ Öffentlichkeit herbeizuurteilen, in der nur noch gefällige, stromlinienförmige Sätze gesagt werden, der steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes, sondern weit daneben.
Es bleibt zu hoffen, dass diese klare Ansage aus Karlsruhe Schule macht – und dass sich künftig mehr Bürger trauen, ihre Meinung deutlich zu äußern, statt aus Angst vor Paragrafen den Mund zu halten. Wer die Freiheit des Wortes verteidigen will, muss sie nutzen. Und manchmal gehört dazu auch, genau jene Schärfe zu wählen, die die Obrigkeit so gern verbieten würde."
(via Libertas auf X)
Dass erst das höchste Gericht im Land eingreifen muss, um den unteren Instanzen das kleine Einmaleins der Meinungsfreiheit zu erklären, zeigt, wie tief das Problem schon sitzt. Es geht längst nicht mehr nur um einzelne Fehlentscheidungen, sondern um eine Geisteshaltung: Kritik am Staat wird als Störung empfunden, nicht als Kern demokratischer Kultur. Wer zu deutlich wird, soll lernen, künftig „moderater“ zu formulieren. Also mit anderen Worten: Selbstzensur als neuer Bürgerstatus.
Genau das darf man nicht akzeptieren. Eine freie Gesellschaft erkennt man nicht daran, wie freundlich ihre Bürger reden, sondern daran, wie viel Unbequemes sie aushält. Hart, wütend, ungerecht, zugespitzt – all das gehört zum Meinungsspektrum dazu. Wer das nicht ertragen will, der soll nicht an die Schalthebel der Macht. Wer sich in Amt und Uniform stellt, tritt nicht als Privatperson auf, sondern als Teil des staatlichen Apparats. Und der ist der Kritik der Bürger schutzlos auszusetzen, nicht umgekehrt.
Dass nun einzelne Urteile kassiert werden, ist ein Anfang – mehr nicht. Wenn es ernst gemeint ist mit der neu bekräftigten Bedeutung der Meinungsfreiheit, dann braucht es eine Vollbremsung beim strafrechtlichen Durchregieren gegen unliebsame Äußerungen. Staatsanwälte müssen sich sehr gut überlegen, ob sie wirklich jeden wütenden Facebook-Post zur Akte machen. Richter müssen aufhören, sich als Erzieher einer „zivilisierten Debattenkultur“ zu begreifen, und sich wieder auf das konzentrieren, was ihre Aufgabe ist: Freiheit schützen, statt Sprache dressieren.
Der eigentliche Skandal liegt nicht in den beiden aufgehobenen Urteilen, sondern in all den Verfahren, in denen kein Weg bis Karlsruhe gegangen werden konnte – weil den Betroffenen das Geld, die Kraft oder der lange Atem fehlte. Wie viele Menschen haben ihre Meinung bereits angepasst, aus Angst, sie könnten die nächsten sein, die für scharfe Kritik vor Gericht gezerrt werden? Dieser Chill-Effekt ist in einer offenen Gesellschaft Gift.
Umso wichtiger ist es, diese Entscheidung des Verfassungsgerichts zum Anlass zu nehmen, die Debatte umzudrehen: Nicht der Bürger, der deutliche Worte findet, steht unter Rechtfertigungsdruck – sondern der Staat, der meint, ihm diese Worte verbieten zu können. Wer davon träumt, eine „harmonische“ Öffentlichkeit herbeizuurteilen, in der nur noch gefällige, stromlinienförmige Sätze gesagt werden, der steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes, sondern weit daneben.
Es bleibt zu hoffen, dass diese klare Ansage aus Karlsruhe Schule macht – und dass sich künftig mehr Bürger trauen, ihre Meinung deutlich zu äußern, statt aus Angst vor Paragrafen den Mund zu halten. Wer die Freiheit des Wortes verteidigen will, muss sie nutzen. Und manchmal gehört dazu auch, genau jene Schärfe zu wählen, die die Obrigkeit so gern verbieten würde."
(via Libertas auf X)
Schmeißen wir doch das #Völkerrecht und internationale Regeln gleich auf die Müllkippe und stehen wir dazu, dass wir wieder einem brutalen "Wilden Westen" huldigen. Und Gewalt doch ein tolles Problemlösetool ist. Geben wir es doch zu, dass wir insgeheim so denken a la: "Gefällt mir deine Fresse nicht, kriegst eine rein... gefällt mir deine Haltung, dein Tun nicht, kriegste noch mehr in die Fresse". All den Scheiss mit "zivilisatorischem Umgang" miteinander... pah... bringt nichts. Unsere Interessen, unsere Werte sind doch die wichtigsten. Und eigentlich sind wir doch nicht viel besser als die gewalttätigen Islamisten. Geht's doch schliesslich um "Die oder wir". Und wir werden gewinnen, schließlich sind wir im Westen noch effektivere Brutalinskies.
*Satire off*
*Satire off*
Was stimmt an Informationen, die wir von die Leitmedien über die kriegerische Eskalation Iran/USA/Israel erfahren? Was ist Propaganda, was Fake? Daher umso wichtiger, sich breit zu informieren, um für sich selbst die Gesamtsituation besser einordnen zu können: Was steckt dahinter? Wie wird sich der Konflikt entwickeln - bleibt er regional begrenzt, wird er sich weltweit ausdehnen? Hat das Auswirkungen auf das eigene Lebensumfeld - es ist schon abzusehen, wirtschaftlich definitiv.
...
Im folgenden eine Einschätzung von MICHAEL LÜDERS.
"Dr. Michael Lüders ist Politikwissenschaftler, Islamwissenschaftler und einer der profiliertesten Nahost-Analysten im deutschsprachigen Raum. Er spricht Arabisch, kennt die Region seit Jahrzehnten und verbindet historische, religiöse und geopolitische Analyse. In seinem rund 45-minütigen Vortrag zeichnet er ein Bild, das weit über eine regionale Militäraktion hinausgeht.
1. Der Angriff als völkerrechtswidriger Krieg
Lüders bezeichnet den Angriff der USA und Israels klar als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Ziel sei ein Regimewechsel. Noch kurz zuvor hätten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm stattgefunden. Das Atomabkommen von 2015 habe funktioniert – bis es 2018 von den USA aufgekündigt wurde. Für Lüders zeigt sich hier ein Muster: Verhandlungen würden vorgetäuscht, während militärische Optionen vorbereitet werden.
2. Regimewechsel statt Menschenrechte
Es gehe nicht um Demokratie oder Frauenrechte, sondern um Machtpolitik. Der Iran sei der letzte größere Staat in der Region, der westlichen und israelischen Hegemonialinteressen im Weg stehe. Ziel sei entweder der Sturz des Systems oder die Destabilisierung des Landes nach dem Muster Irak, Libyen oder Syrien.
3. Europas Glaubwürdigkeitsverlust
Während der russische Angriff auf die Ukraine scharf verurteilt werde, fehle eine vergleichbare Verurteilung des Angriffs auf den Iran. Stattdessen werde Irans Reaktion kritisiert. Für Lüders ist das ein massiver Verlust an Glaubwürdigkeit – besonders im Globalen Süden.
4. Die religiöse Dimension – mehr als Politik
Der entscheidende Punkt seines Vortrags ist die Tötung des Revolutionsführers Ali Khamenei. Lüders betont: Khamenei war nicht nur Staatsoberhaupt, sondern höchste religiöse Instanz der Zwölfer-Schiiten.
Er vergleicht die Wirkung mit der Ermordung des Papstes. Man könne politische Kritik am iranischen System äußern – doch die religiöse Bedeutung dieser Figur sei immens. Für viele Schiiten weltweit sei dies kein politischer Vorgang, sondern ein Angriff auf ihre Religion.
5. Karbala – das historische Trauma
Lüders erinnert an die Schlacht von Karbala im Jahr 680. Die Tötung Husains prägt das schiitische Selbstverständnis bis heute: im Recht sein, aber von einer Übermacht niedergeschlagen werden.
Die Ermordung Khameneis könne in dieser Logik als „Karbala 2.0“ verstanden werden – mit USA und Israel als Aggressoren. Märtyrertum spiele im schiitischen Denken eine zentrale Rolle. Die religiöse Mobilisierung könne weit über Iran hinausreichen.
6. Straße von Hormus – wirtschaftliche Sprengkraft
Rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gastransporte passieren die Straße von Hormus. Eine Schließung hätte massive Auswirkungen auf Energiepreise und Weltwirtschaft. Deutschland würde noch stärker in Abhängigkeit von US-Energie geraten.
7. Der Mythos vom schnellen Zusammenbruch
Die Vorstellung, das iranische System breche durch gezielte Schläge zusammen, hält Lüders für unrealistisch. Der Iran ist groß, gebirgig, bevölkerungsreich und militärisch organisiert. Ein Angriff führe eher zur inneren Geschlossenheit.
8. Risiko globaler Eskalation
Russland und China haben strategische Interessen am Iran. Eine Ausweitung des Konflikts könnte eine Großmachtkonfrontation nach sich ziehen. Lüders warnt vor einer Dynamik, die sich verselbstständigt.
9. Historische Wurzeln – 1953
Er erinnert an den Sturz Mossadeghs 1953 durch CIA und britische Dienste. Die islamische Revolution von 1979 sei ohne dieses Ereignis kaum denkbar. Geschichte wirke generationenversetzt.
10. Fazit
...
Im folgenden eine Einschätzung von MICHAEL LÜDERS.
"Dr. Michael Lüders ist Politikwissenschaftler, Islamwissenschaftler und einer der profiliertesten Nahost-Analysten im deutschsprachigen Raum. Er spricht Arabisch, kennt die Region seit Jahrzehnten und verbindet historische, religiöse und geopolitische Analyse. In seinem rund 45-minütigen Vortrag zeichnet er ein Bild, das weit über eine regionale Militäraktion hinausgeht.
1. Der Angriff als völkerrechtswidriger Krieg
Lüders bezeichnet den Angriff der USA und Israels klar als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Ziel sei ein Regimewechsel. Noch kurz zuvor hätten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm stattgefunden. Das Atomabkommen von 2015 habe funktioniert – bis es 2018 von den USA aufgekündigt wurde. Für Lüders zeigt sich hier ein Muster: Verhandlungen würden vorgetäuscht, während militärische Optionen vorbereitet werden.
2. Regimewechsel statt Menschenrechte
Es gehe nicht um Demokratie oder Frauenrechte, sondern um Machtpolitik. Der Iran sei der letzte größere Staat in der Region, der westlichen und israelischen Hegemonialinteressen im Weg stehe. Ziel sei entweder der Sturz des Systems oder die Destabilisierung des Landes nach dem Muster Irak, Libyen oder Syrien.
3. Europas Glaubwürdigkeitsverlust
Während der russische Angriff auf die Ukraine scharf verurteilt werde, fehle eine vergleichbare Verurteilung des Angriffs auf den Iran. Stattdessen werde Irans Reaktion kritisiert. Für Lüders ist das ein massiver Verlust an Glaubwürdigkeit – besonders im Globalen Süden.
4. Die religiöse Dimension – mehr als Politik
Der entscheidende Punkt seines Vortrags ist die Tötung des Revolutionsführers Ali Khamenei. Lüders betont: Khamenei war nicht nur Staatsoberhaupt, sondern höchste religiöse Instanz der Zwölfer-Schiiten.
Er vergleicht die Wirkung mit der Ermordung des Papstes. Man könne politische Kritik am iranischen System äußern – doch die religiöse Bedeutung dieser Figur sei immens. Für viele Schiiten weltweit sei dies kein politischer Vorgang, sondern ein Angriff auf ihre Religion.
5. Karbala – das historische Trauma
Lüders erinnert an die Schlacht von Karbala im Jahr 680. Die Tötung Husains prägt das schiitische Selbstverständnis bis heute: im Recht sein, aber von einer Übermacht niedergeschlagen werden.
Die Ermordung Khameneis könne in dieser Logik als „Karbala 2.0“ verstanden werden – mit USA und Israel als Aggressoren. Märtyrertum spiele im schiitischen Denken eine zentrale Rolle. Die religiöse Mobilisierung könne weit über Iran hinausreichen.
6. Straße von Hormus – wirtschaftliche Sprengkraft
Rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gastransporte passieren die Straße von Hormus. Eine Schließung hätte massive Auswirkungen auf Energiepreise und Weltwirtschaft. Deutschland würde noch stärker in Abhängigkeit von US-Energie geraten.
7. Der Mythos vom schnellen Zusammenbruch
Die Vorstellung, das iranische System breche durch gezielte Schläge zusammen, hält Lüders für unrealistisch. Der Iran ist groß, gebirgig, bevölkerungsreich und militärisch organisiert. Ein Angriff führe eher zur inneren Geschlossenheit.
8. Risiko globaler Eskalation
Russland und China haben strategische Interessen am Iran. Eine Ausweitung des Konflikts könnte eine Großmachtkonfrontation nach sich ziehen. Lüders warnt vor einer Dynamik, die sich verselbstständigt.
9. Historische Wurzeln – 1953
Er erinnert an den Sturz Mossadeghs 1953 durch CIA und britische Dienste. Die islamische Revolution von 1979 sei ohne dieses Ereignis kaum denkbar. Geschichte wirke generationenversetzt.
10. Fazit
YouTube
Angriff auf den Iran:
Armageddon im Orient?
Dieser Krieg könne religiöse, geopolitische und wirtschaftliche Dynamiken auslösen, deren Folgen Jahrzehnte spürbar seien. Zerstörung dürfe nicht mit Befreiung verwechselt werden. Europa müsse zu einer eigenständigen, völkerrechtsbasierten Politik zurückfinden."
(via Jeanne Delahaye auf FB)
https://youtu.be/GhHwTxh96W0?si=fwDhQTqH-Y0FnSWx
(via Jeanne Delahaye auf FB)
https://youtu.be/GhHwTxh96W0?si=fwDhQTqH-Y0FnSWx
YouTube
Angriff auf den Iran:
Armageddon im Orient?
Forwarded from henning rosenbusch - Channel
Eine geopolitische Perspektive! Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt, nachdem auch zahlreiche „neue Medien“ ihre Betrachtung auf „böse Mullahs“ und ihre Untaten reduzieren:
„Ölpreise, Sicherheitspartnerschaften und mehr geraten dadurch in eine gefährliche Schieflage. Die Situation ist komplexer denn je: Nicht nur regionale Akteure sind betroffen, sondern auch globale Mächte, die ihre Interessen verteidigen, verhandeln oder schlicht abwarten.“
(…)
„Zu erwarten ist aber auch, dass Peking hinter den Kulissen alles versuchen wird, um den Fall der Mullahs zu verhindern.“
https://www.focus.de/politik/der-china-versteher/wegen-der-iran-eskalation-geraet-xis-long-game-unter-enormen-druck_c8c40f1d-a3bc-4291-a50e-a06c18b9394c.html
t.me/Rosenbusch
„Ölpreise, Sicherheitspartnerschaften und mehr geraten dadurch in eine gefährliche Schieflage. Die Situation ist komplexer denn je: Nicht nur regionale Akteure sind betroffen, sondern auch globale Mächte, die ihre Interessen verteidigen, verhandeln oder schlicht abwarten.“
(…)
„Zu erwarten ist aber auch, dass Peking hinter den Kulissen alles versuchen wird, um den Fall der Mullahs zu verhindern.“
https://www.focus.de/politik/der-china-versteher/wegen-der-iran-eskalation-geraet-xis-long-game-unter-enormen-druck_c8c40f1d-a3bc-4291-a50e-a06c18b9394c.html
t.me/Rosenbusch
Selbst "die" Wissenschaft warnt vor dem Verbots- und Überwachungswahn von Regierungen.
"Hunderte Wissenschaftler fordern, dass die Regierungen ihre Pläne zur Einführung von Altersüberprüfungen für Online-Dienste aussetzen, „bis Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit geklärt sind.
(…)
In einem offenen Brief erklärten 371 Wissenschaftler aus den Bereichen Sicherheit und Datenschutz aus 29 Ländern, dass die derzeit eingeführten Technologien nicht wirksam sind und erhebliche Risiken bergen.“
https://www.politico.eu/article/age-check-social-media-scientist-warning/
"Hunderte Wissenschaftler fordern, dass die Regierungen ihre Pläne zur Einführung von Altersüberprüfungen für Online-Dienste aussetzen, „bis Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit geklärt sind.
(…)
In einem offenen Brief erklärten 371 Wissenschaftler aus den Bereichen Sicherheit und Datenschutz aus 29 Ländern, dass die derzeit eingeführten Technologien nicht wirksam sind und erhebliche Risiken bergen.“
https://www.politico.eu/article/age-check-social-media-scientist-warning/
Sind Rechtskonservative und #Liberale auch nur Schaumschläger, die ihre Sichtweise als unfehlbar betrachten?
Erstaunlich, wie sich Kelle, Reichelt, Bolz, Tichy, Steinhöfel und Co. gerade entzaubern, ja intellektuell entblößen und in ihrer #Islamophobie eine Gewaltgeilheit an den Tag legen, die nur noch erschreckt und bodenlos enttäuscht und sich durch nichts mehr unterscheidet zu dem, was sie vorher bei den "anderen" angeprangert haben.
Aktuell teilen sich wohl weitere Debattenlager auf. Leute die bis eben noch in Sachen Klima, Corona, Ukraine/Russland in eine Richtung zogen, springen jetzt mit Tempo auseinander wenn es um "Islam - Iran - Israel - USA" geht.
Und warum? Die Masken fallen immer mehr bei den vermeintlich Liberalen, die uns immer vormachen, sie würden zur vernünftigen Mitte gehören, denn inzwischen bleibt ihnen auch kaum noch etwas anderes übrig als jeden als Extremist zu bezeichnen, der vom Narrativ "Israel, USA gut / Islam, Iran böse" abweicht.
Wo passt eigentlich zwischen Tagesschau, faz, taz, nius, Sandwirt, Tichy, ... aktuell noch ein Blatt Papier, wenn man in Bezug auf den #Iran allen Ernstes das Narrativ wiedergibt, die Iran-Mullahs hätten ja durch Unterstützung der Hamas erst vorangegangene Angriffe auf Israel provoziert und deswegen dürften die #USA jetzt im Einklang mit dem Völkerrecht iranische Zivilisten bombardieren? Was ist das denn für eine außenpolitische Einfalt und das alles unter dem populären Mäntelchen des Libertarismus?
Ein libertärer Fundamentalist ist man, wenn man Zwang und Gewalt radikal ablehnt. Der Staat - JEDER Staat - ist die Institutionalisierung von Zwang und Gewalt. Aber jetzt kommen auch die rechtskonservativen Liberalen daher und konstruieren sich ein vollkommen absurdes Narrativ zusammen, wenn suggeriert bzw. behauptet wird, die Bombardierung iranischer Zivilisten durch die USA sei dadurch gerechtfertigt, dass die iranische Regierung ja Terror finanziert und z. B. eine Miliz in Gaza finanziell unterstützt hätte, während zeitgleich sämtliche Verbrechen des Staates Israel mit keinem Wort erwähnt bzw. kategorisch ausgeklammert werden. Gleichzeitig wird es ernsthaft als "Argument" betrachtet, dass man 'DEN Islam' gefälligst universal und undifferenziert zu verteufeln habe. Dass ein nicht säkularisierter #Islam, der sich auch nicht integrieren will, nicht nach Europa gehört, steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Dass "#Linksextreme", "#Rechtsextreme" sowie "libertäre Fundamentalisten" die USA hassen würden, ist natürlich eine offensichtliche, bodenlose Lüge. Was derjenige, der versucht Gesamtzusammenhänge zu betrachten und nicht unkritisch Partei ergreift, ablehnt, ist die expansive, imperialistische Außenpolitik der USA. Und siehe da, angeblich Liberale werden mehr als dünnhäutig, wenn man das Tun der USA oder auch Israel nicht unkritisch beklatscht.
Die Stimmung in den USA kippt doch schon seit Jahren gewaltig in Richtung Nicht-Interventionismus. Keiner möchte mehr die nie enden wollenden Kriege im Nahen Osten weiter finanzieren, die von Israel angestachelt werden und dem Steuerzahler nichts bringen außer tote Soldaten.
Sind denn Kelle, Steinhöfel, Reichelt, Tichy, Bolz und Co. nur Schein-Liberale, die jetzt ihren Hass (auf den Islam) ausleben und auch nicht anders argumentieren als Nicht-Liberale. Letztlich bin ich im Moment nur sprachlos über die genannten Personen, denen ich vorher argumentativ sehr oft beipflichten konnte, die aber im Moment auf dem Weg sind, mich nicht nur zu enttäuschen, sondern sogar in ihrer Radikalität abschrecken.
Erstaunlich, wie sich Kelle, Reichelt, Bolz, Tichy, Steinhöfel und Co. gerade entzaubern, ja intellektuell entblößen und in ihrer #Islamophobie eine Gewaltgeilheit an den Tag legen, die nur noch erschreckt und bodenlos enttäuscht und sich durch nichts mehr unterscheidet zu dem, was sie vorher bei den "anderen" angeprangert haben.
Aktuell teilen sich wohl weitere Debattenlager auf. Leute die bis eben noch in Sachen Klima, Corona, Ukraine/Russland in eine Richtung zogen, springen jetzt mit Tempo auseinander wenn es um "Islam - Iran - Israel - USA" geht.
Und warum? Die Masken fallen immer mehr bei den vermeintlich Liberalen, die uns immer vormachen, sie würden zur vernünftigen Mitte gehören, denn inzwischen bleibt ihnen auch kaum noch etwas anderes übrig als jeden als Extremist zu bezeichnen, der vom Narrativ "Israel, USA gut / Islam, Iran böse" abweicht.
Wo passt eigentlich zwischen Tagesschau, faz, taz, nius, Sandwirt, Tichy, ... aktuell noch ein Blatt Papier, wenn man in Bezug auf den #Iran allen Ernstes das Narrativ wiedergibt, die Iran-Mullahs hätten ja durch Unterstützung der Hamas erst vorangegangene Angriffe auf Israel provoziert und deswegen dürften die #USA jetzt im Einklang mit dem Völkerrecht iranische Zivilisten bombardieren? Was ist das denn für eine außenpolitische Einfalt und das alles unter dem populären Mäntelchen des Libertarismus?
Ein libertärer Fundamentalist ist man, wenn man Zwang und Gewalt radikal ablehnt. Der Staat - JEDER Staat - ist die Institutionalisierung von Zwang und Gewalt. Aber jetzt kommen auch die rechtskonservativen Liberalen daher und konstruieren sich ein vollkommen absurdes Narrativ zusammen, wenn suggeriert bzw. behauptet wird, die Bombardierung iranischer Zivilisten durch die USA sei dadurch gerechtfertigt, dass die iranische Regierung ja Terror finanziert und z. B. eine Miliz in Gaza finanziell unterstützt hätte, während zeitgleich sämtliche Verbrechen des Staates Israel mit keinem Wort erwähnt bzw. kategorisch ausgeklammert werden. Gleichzeitig wird es ernsthaft als "Argument" betrachtet, dass man 'DEN Islam' gefälligst universal und undifferenziert zu verteufeln habe. Dass ein nicht säkularisierter #Islam, der sich auch nicht integrieren will, nicht nach Europa gehört, steht nochmal auf einem anderen Blatt.
Dass "#Linksextreme", "#Rechtsextreme" sowie "libertäre Fundamentalisten" die USA hassen würden, ist natürlich eine offensichtliche, bodenlose Lüge. Was derjenige, der versucht Gesamtzusammenhänge zu betrachten und nicht unkritisch Partei ergreift, ablehnt, ist die expansive, imperialistische Außenpolitik der USA. Und siehe da, angeblich Liberale werden mehr als dünnhäutig, wenn man das Tun der USA oder auch Israel nicht unkritisch beklatscht.
Die Stimmung in den USA kippt doch schon seit Jahren gewaltig in Richtung Nicht-Interventionismus. Keiner möchte mehr die nie enden wollenden Kriege im Nahen Osten weiter finanzieren, die von Israel angestachelt werden und dem Steuerzahler nichts bringen außer tote Soldaten.
Sind denn Kelle, Steinhöfel, Reichelt, Tichy, Bolz und Co. nur Schein-Liberale, die jetzt ihren Hass (auf den Islam) ausleben und auch nicht anders argumentieren als Nicht-Liberale. Letztlich bin ich im Moment nur sprachlos über die genannten Personen, denen ich vorher argumentativ sehr oft beipflichten konnte, die aber im Moment auf dem Weg sind, mich nicht nur zu enttäuschen, sondern sogar in ihrer Radikalität abschrecken.
Upps... Sind das etwa auch Folgen/Erfolge des Angriffs der #USA und #Israel auf den #Iran, die bestimmt in weiser Voraussicht auch so berücksichtigt wurden?
Wer diesen Krieg immer noch nur als "Mullahs eliminieren und dann ist Ruhe im Nahen Osten" sieht und nicht die geopolitische Gefahren erkennt, die losgetreten worden sind, sollte schnellstens genauer hinsehen und hinhören.
Wer diesen Krieg immer noch nur als "Mullahs eliminieren und dann ist Ruhe im Nahen Osten" sieht und nicht die geopolitische Gefahren erkennt, die losgetreten worden sind, sollte schnellstens genauer hinsehen und hinhören.
Die Begründungen für den Überfall der #USA und #Israel auf den #Iran werden immer wirrer. All diejenigen, die daran glauben, dass es aus "hehren Motiven" geschah, heisst, "das iranische Volk befreien... Regimechange... Demokratie ermöglichen..." wurden schlichtweg an der Nase herumgeführt.
Wie sich jetzt zeigt: Die Begründung ist einfacher und rein interessengeleitet, primär seitens Israel. Gleichzeitig wollen sich die USA als Mitaangreifer einen "schlanken Fuß" machen und die Initiative für diesen #Krieg auf Israel schieben.
#Netanjahu drückt jetzt klar aus, um was es tatsächlich geht. Wieder wird das schon 30 Jahre alte Narrativ "Iran baut eine #Atombombe" aus dem Hut gezogen und als DIE Begründung für den jetzigen Krieg genannt. Und die USA hätten sich nur beteiligt, weil klar war: wenn Israel angreift, wird der Iran zurückschlagen und auch den direkten Verbündeten USA angreifen. Dann könnte man ja auch gleich gemeinsam mit Israel diesen Angriff starten.
Also doch "nur" das jahrzehntealte Ziel Israels: Den Erzfeind Iran vernichten?
https://www.zeit.de/news/2026-03/03/republikaner-israel-haette-mit-oder-ohne-die-usa-gehandelt
Wie sich jetzt zeigt: Die Begründung ist einfacher und rein interessengeleitet, primär seitens Israel. Gleichzeitig wollen sich die USA als Mitaangreifer einen "schlanken Fuß" machen und die Initiative für diesen #Krieg auf Israel schieben.
#Netanjahu drückt jetzt klar aus, um was es tatsächlich geht. Wieder wird das schon 30 Jahre alte Narrativ "Iran baut eine #Atombombe" aus dem Hut gezogen und als DIE Begründung für den jetzigen Krieg genannt. Und die USA hätten sich nur beteiligt, weil klar war: wenn Israel angreift, wird der Iran zurückschlagen und auch den direkten Verbündeten USA angreifen. Dann könnte man ja auch gleich gemeinsam mit Israel diesen Angriff starten.
Also doch "nur" das jahrzehntealte Ziel Israels: Den Erzfeind Iran vernichten?
https://www.zeit.de/news/2026-03/03/republikaner-israel-haette-mit-oder-ohne-die-usa-gehandelt
DIE ZEIT
Nahost: USA und Israel rechtfertigen Krieg gegen den Iran
Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nahost“. Lesen Sie jetzt „USA und Israel rechtfertigen Krieg gegen den Iran“.
Klingt ziemlich abstrus oder doch ein Fingerzeig darauf, dass es in den USA immer irrer zugeht?
Die Frankfurter Rundschau berichtete heute ebenfalls über diese religiös-verworrene "Kriegsbegründung".
https://www.fr.de/politik/us-soldaten-beschweren-sich-ueber-irre-kriegsbegruendung-trump-von-jesus-gesalbt-zr-94195671.html
...
"US-Truppen berichten, dass Kommandeure den Iran-Krieg als „Gottes Plan“ bezeichnen.
—
Wie der unabhängige Journalist Jonathan Larsen zuerst berichtete, erklärte ein Kommandeur einer US-Kampfeinheit Unteroffizieren, der Krieg gegen den Iran sei Teil von „Gottes göttlichem Plan“. Er behauptete angeblich, Präsident Donald Trump sei von Jesus „auserwählt“ worden, um den Weltuntergang herbeizuführen. Die Beschwerde, eingereicht bei der Military Religious Freedom Foundation, ist eine von über 110, die innerhalb von 48 Stunden von mehr als 40 Einheiten an mindestens 30 Standorten eingegangen sind. Die Beschwerdeführer, darunter Christen, ein Muslim und ein Jude, baten um Anonymität, um Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden. Das Pentagon hat sich bisher nicht geäußert.
Laut MRFF-Präsident Mikey Weinstein berichten Angehörige der Streitkräfte von „ungezügelter Euphorie“ in Teilen der Befehlskette, die den Angriff auf den Iran als biblisch legitimiert und mit den Endzeitprophezeiungen der Offenbarung des Johannes verknüpft darstellen. Ein Unteroffizier schrieb, dass diese Rhetorik die Moral untergrabe und gegen den Verfassungseid verstoße, insbesondere bei Truppen im Bereitschaftsstatus, die jederzeit eingesetzt werden könnten.
Die Kontroverse entbrennt, während Kriegsminister Pete Hegseth die offen evangelikalen Programme im Pentagon ausweitet, darunter Gebetsstunden und Bibelstunden, die einer streng pro-israelischen Theologie entsprechen. Weinstein berichtet, dass viele US-Kommandeure von der Aussicht auf eine äußerst gewaltsame Konfrontation besonders begeistert zu sein scheinen und betonen, wie viel Blutvergießen ihrer Meinung nach notwendig sei, um die Ereignisse mit einer fundamentalistisch-christlichen Endzeiterzählung in Einklang zu bringen."
https://thecradle.co/articles-id/36259
https://tkp.at/2026/03/03/wird-der-irankrieg-von-zionistischen-und-christlichen-wahnvorstellungen-angetrieben/
https://edition.cnn.com/2025/06/29/us/iran-israel-evangelicals-prophecy-cec
https://baptistnews.com/article/the-end-times-theology-driving-us-intervention-in-iran/
Im Grunde ein kontinuierliches Thema bei Kriegen: https://www.spiegel.de/politik/ausland/rumsfelds-irak-memos-an-bush-denn-das-ist-der-wille-gottes-a-625640.html
Die Frankfurter Rundschau berichtete heute ebenfalls über diese religiös-verworrene "Kriegsbegründung".
https://www.fr.de/politik/us-soldaten-beschweren-sich-ueber-irre-kriegsbegruendung-trump-von-jesus-gesalbt-zr-94195671.html
...
"US-Truppen berichten, dass Kommandeure den Iran-Krieg als „Gottes Plan“ bezeichnen.
—
Wie der unabhängige Journalist Jonathan Larsen zuerst berichtete, erklärte ein Kommandeur einer US-Kampfeinheit Unteroffizieren, der Krieg gegen den Iran sei Teil von „Gottes göttlichem Plan“. Er behauptete angeblich, Präsident Donald Trump sei von Jesus „auserwählt“ worden, um den Weltuntergang herbeizuführen. Die Beschwerde, eingereicht bei der Military Religious Freedom Foundation, ist eine von über 110, die innerhalb von 48 Stunden von mehr als 40 Einheiten an mindestens 30 Standorten eingegangen sind. Die Beschwerdeführer, darunter Christen, ein Muslim und ein Jude, baten um Anonymität, um Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden. Das Pentagon hat sich bisher nicht geäußert.
Laut MRFF-Präsident Mikey Weinstein berichten Angehörige der Streitkräfte von „ungezügelter Euphorie“ in Teilen der Befehlskette, die den Angriff auf den Iran als biblisch legitimiert und mit den Endzeitprophezeiungen der Offenbarung des Johannes verknüpft darstellen. Ein Unteroffizier schrieb, dass diese Rhetorik die Moral untergrabe und gegen den Verfassungseid verstoße, insbesondere bei Truppen im Bereitschaftsstatus, die jederzeit eingesetzt werden könnten.
Die Kontroverse entbrennt, während Kriegsminister Pete Hegseth die offen evangelikalen Programme im Pentagon ausweitet, darunter Gebetsstunden und Bibelstunden, die einer streng pro-israelischen Theologie entsprechen. Weinstein berichtet, dass viele US-Kommandeure von der Aussicht auf eine äußerst gewaltsame Konfrontation besonders begeistert zu sein scheinen und betonen, wie viel Blutvergießen ihrer Meinung nach notwendig sei, um die Ereignisse mit einer fundamentalistisch-christlichen Endzeiterzählung in Einklang zu bringen."
https://thecradle.co/articles-id/36259
https://tkp.at/2026/03/03/wird-der-irankrieg-von-zionistischen-und-christlichen-wahnvorstellungen-angetrieben/
https://edition.cnn.com/2025/06/29/us/iran-israel-evangelicals-prophecy-cec
https://baptistnews.com/article/the-end-times-theology-driving-us-intervention-in-iran/
Im Grunde ein kontinuierliches Thema bei Kriegen: https://www.spiegel.de/politik/ausland/rumsfelds-irak-memos-an-bush-denn-das-ist-der-wille-gottes-a-625640.html
www.fr.de
Trump „von Jesus gesalbt“: US-Soldaten beschweren sich über irre Kriegsbegründung
US-Militärführer predigen in Briefings die biblische Endzeit und verkaufen den Konflikt als göttlichen Auftrag für die Rückkehr des Messias.
Verzockt sich Donald Trump gerade kolossal❓
"In Donald Trump haben Freund und Feind sich getäuscht: Als er im Zuge seiner America-First-Politik den Rückzug aus der Welt ankündigte, fühlten sich die Freunde schutzlos und die Feinde erleichtert. Die einen haben sich zu früh gefürchtet, die anderen verfrüht gefreut.
Es kam anders: Nach den Militäraktionen ›Midnight Hammer‹ (zur Zerstörung iranischer Atomanlagen), ›Absolute Resolve‹ (zur Entführung des venezolanischen Präsidenten) und ›Epic Fury‹ (zur Bombardierung des Iran) ist klar, dass Trump den Krieg mehr liebt als seine Wähler, denen er eine Ära des Friedens versprochen hatte.
›My proudest legacy will be that of a peacemaker and unifier. That’s what I want to be – a peacemaker and a unifier.‹ Zu Deutsch: ›Mein stolzestes Vermächtnis wird das eines Friedensstifters und Einigers sein. Das ist es, was ich sein möchte – ein Friedensstifter und Einiger.‹ Er machte diesen Punkt zum zentralen Punkt seines Versprechens:
›We will measure our success not only by the battles we win, but also by the wars that we end – and perhaps most importantly, the wars we never get into.‹ Zu Deutsch: ›Wir werden unseren Erfolg nicht nur an den Schlachten messen, die wir gewinnen, sondern auch an den Kriegen, die wir beenden – und vielleicht am wichtigsten, an den Kriegen, in die wir nie verwickelt werden.‹
Stattdessen begann er in den Morgenstunden des 28. Februars mit der Bombardierung der Regierungsgebäude von Teheran einen Krieg, den er nicht gewinnen und noch nicht einmal beenden kann: The Forever War. Denn der Iran gab nicht klein bei, sondern zündete Raketen, die in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Irak, Saudi-Arabien, Syrien, Jordanien, Katar, Bahrain und Oman niederkamen und die aufstrebende arabische Region in Angst und Schrecken versetzen.
Die Vereinigten Staaten erleiden in diesen Tagen einen Kontrollverlust, weil sie das Monopol auf die Eskalationsdominanz verloren haben. Oder wie Edward Luce in der Financial Times gestern schrieb: ›Trump lost his monopoly on how the war unfolds.‹ Zu Deutsch: ›Trump hat sein Monopol darauf verloren, wie sich der Krieg entwickelt.‹
Den angegriffenen Iranern, die laut dem International Institute for Strategic Studies über 400.000 konventionelle Soldaten und fast 200.000 Soldaten der Revolutionsgarde befehligen, ist mit Luftschlägen nicht beizukommen. Zur Einschätzung der Situation ist es wichtig zu verstehen, dass der Iran das mächtigste und gefährlichste Land ist, das die USA seit Hitler-Deutschland je angegriffen haben. Trump könnte die Galerie der gescheiterten Kriegspräsidenten – Lyndon B. Johnson, Nixon, Bush Junior und zuletzt Biden – prominent bereichern.
Vietnamkrieg
Unter Präsident Lyndon B. Johnson zog das US-Militär im Frühjahr 1965 in den Krieg mit Nordvietnam. Das Ziel: Die Ausbreitung des Kommunismus stoppen. Der Krieg endete nicht mit einem Sieg, sondern unter Nixon mit der Flucht der letzten US-Amerikaner im April 1975 über das Dach der Botschaft in Saigon.
Besetzung Afghanistans
Nach den 9/11-Anschlägen in New York startete George W. Bush am 7. Oktober 2001 die Operation ›Enduring Freedom‹ in Afghanistan. Man wollte die Taliban stürzen. Knapp 20 Jahre später mussten im Mai 2021 die Truppen in Afghanistan abziehen. Nicht Amerika, sondern die ›Steinzeit-Krieger‹ triumphierten.
Irak-Feldzug
Dasselbe böse Spiel im Irak: Der von George W. Bush gestartete Irak-Feldzug – begonnen mit dem Schlachtruf des #RegimeChange – endete zwar mit dem Tyrannenmord an Saddam Hussein. Der Diktator ging, die Unterdrückung blieb.
Der Iran ist viermal so groß wie der Irak und fast doppelt so bevölkerungsreich. Vor allem aber ist das dortige Militär auf Angriffe in der Nachbarschaft ausgelegt. Der #Iran besitzt nicht die Fähigkeit, Amerika substanziell anzugreifen. Aber er besitzt die Fähigkeit, den Nahen Osten in Brand zu setzen, was er derzeit auch tut.
"In Donald Trump haben Freund und Feind sich getäuscht: Als er im Zuge seiner America-First-Politik den Rückzug aus der Welt ankündigte, fühlten sich die Freunde schutzlos und die Feinde erleichtert. Die einen haben sich zu früh gefürchtet, die anderen verfrüht gefreut.
Es kam anders: Nach den Militäraktionen ›Midnight Hammer‹ (zur Zerstörung iranischer Atomanlagen), ›Absolute Resolve‹ (zur Entführung des venezolanischen Präsidenten) und ›Epic Fury‹ (zur Bombardierung des Iran) ist klar, dass Trump den Krieg mehr liebt als seine Wähler, denen er eine Ära des Friedens versprochen hatte.
›My proudest legacy will be that of a peacemaker and unifier. That’s what I want to be – a peacemaker and a unifier.‹ Zu Deutsch: ›Mein stolzestes Vermächtnis wird das eines Friedensstifters und Einigers sein. Das ist es, was ich sein möchte – ein Friedensstifter und Einiger.‹ Er machte diesen Punkt zum zentralen Punkt seines Versprechens:
›We will measure our success not only by the battles we win, but also by the wars that we end – and perhaps most importantly, the wars we never get into.‹ Zu Deutsch: ›Wir werden unseren Erfolg nicht nur an den Schlachten messen, die wir gewinnen, sondern auch an den Kriegen, die wir beenden – und vielleicht am wichtigsten, an den Kriegen, in die wir nie verwickelt werden.‹
Stattdessen begann er in den Morgenstunden des 28. Februars mit der Bombardierung der Regierungsgebäude von Teheran einen Krieg, den er nicht gewinnen und noch nicht einmal beenden kann: The Forever War. Denn der Iran gab nicht klein bei, sondern zündete Raketen, die in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Irak, Saudi-Arabien, Syrien, Jordanien, Katar, Bahrain und Oman niederkamen und die aufstrebende arabische Region in Angst und Schrecken versetzen.
Die Vereinigten Staaten erleiden in diesen Tagen einen Kontrollverlust, weil sie das Monopol auf die Eskalationsdominanz verloren haben. Oder wie Edward Luce in der Financial Times gestern schrieb: ›Trump lost his monopoly on how the war unfolds.‹ Zu Deutsch: ›Trump hat sein Monopol darauf verloren, wie sich der Krieg entwickelt.‹
Den angegriffenen Iranern, die laut dem International Institute for Strategic Studies über 400.000 konventionelle Soldaten und fast 200.000 Soldaten der Revolutionsgarde befehligen, ist mit Luftschlägen nicht beizukommen. Zur Einschätzung der Situation ist es wichtig zu verstehen, dass der Iran das mächtigste und gefährlichste Land ist, das die USA seit Hitler-Deutschland je angegriffen haben. Trump könnte die Galerie der gescheiterten Kriegspräsidenten – Lyndon B. Johnson, Nixon, Bush Junior und zuletzt Biden – prominent bereichern.
Vietnamkrieg
Unter Präsident Lyndon B. Johnson zog das US-Militär im Frühjahr 1965 in den Krieg mit Nordvietnam. Das Ziel: Die Ausbreitung des Kommunismus stoppen. Der Krieg endete nicht mit einem Sieg, sondern unter Nixon mit der Flucht der letzten US-Amerikaner im April 1975 über das Dach der Botschaft in Saigon.
Besetzung Afghanistans
Nach den 9/11-Anschlägen in New York startete George W. Bush am 7. Oktober 2001 die Operation ›Enduring Freedom‹ in Afghanistan. Man wollte die Taliban stürzen. Knapp 20 Jahre später mussten im Mai 2021 die Truppen in Afghanistan abziehen. Nicht Amerika, sondern die ›Steinzeit-Krieger‹ triumphierten.
Irak-Feldzug
Dasselbe böse Spiel im Irak: Der von George W. Bush gestartete Irak-Feldzug – begonnen mit dem Schlachtruf des #RegimeChange – endete zwar mit dem Tyrannenmord an Saddam Hussein. Der Diktator ging, die Unterdrückung blieb.
Der Iran ist viermal so groß wie der Irak und fast doppelt so bevölkerungsreich. Vor allem aber ist das dortige Militär auf Angriffe in der Nachbarschaft ausgelegt. Der #Iran besitzt nicht die Fähigkeit, Amerika substanziell anzugreifen. Aber er besitzt die Fähigkeit, den Nahen Osten in Brand zu setzen, was er derzeit auch tut.
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Neben der regulären Armee unterhält der Iran die Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) mit eigenen Land-, Luft- und Marinekräften sowie einer paramilitärischen Basis, was seine Verteidigungsstrukturen diversifiziert.
Nach Erkenntnissen des FBI und der CIA befinden sich im westlichen Ausland sogenannte Schläfer, die aus #Teheran aktivierbar sind und jederzeit Terroranschläge auch in Amerika verüben können. Zur Erinnerung: Im Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft, die gleichzeitig in Mexiko, Kanada und den #USA ausgetragen wird. Schon jetzt ist klar, dass diese Spiele unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden müssen.
Trump wirkt plötzlich nicht mehr groß und klar, sondern klein und verwirrt. Es sei völlig unklar, welches Kriegsziel er eigentlich verfolgt, sagte bei The Pioneer auch Ben Hodges, der ehemalige Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in #Europa. In den ersten 72 Stunden nach dem ersten Raketeneinschlag hat Trump abwechselnd erklärt, er wolle Irans Atomwaffenprogramm beseitigen, Irans Fähigkeit zum Export von #Terrorismus beenden, das Regime stürzen oder innerhalb des Landes einen neuen Führer finden, mit dem er Geschäfte machen könne.
Fazit: Donald #Trump hat mit einem kaum bezwingbaren Gegner leichtfertig einen Forever-War begonnen, der #Nahost aufwühlt und so keinen Frieden bringen kann. Der 47. Präsident der Vereinigten Staaten riskiert damit Wohlstand, Menschenleben und – fast wie nebenbei – den Weltfrieden. Oder wie Kurt Tucholsky in seinem Gedicht ›’s ist Krieg‹ schrieb: ›Wir denken an Frieden voll Ängstlichkeit mit leider gefüllten Hosen. Noch ist die goldene, die blühende Zeit! Noch sind die Tage der Rosen!‹"
(via Gabor Steingart in ThePioneerBriefing)
Nach Erkenntnissen des FBI und der CIA befinden sich im westlichen Ausland sogenannte Schläfer, die aus #Teheran aktivierbar sind und jederzeit Terroranschläge auch in Amerika verüben können. Zur Erinnerung: Im Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft, die gleichzeitig in Mexiko, Kanada und den #USA ausgetragen wird. Schon jetzt ist klar, dass diese Spiele unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden müssen.
Trump wirkt plötzlich nicht mehr groß und klar, sondern klein und verwirrt. Es sei völlig unklar, welches Kriegsziel er eigentlich verfolgt, sagte bei The Pioneer auch Ben Hodges, der ehemalige Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in #Europa. In den ersten 72 Stunden nach dem ersten Raketeneinschlag hat Trump abwechselnd erklärt, er wolle Irans Atomwaffenprogramm beseitigen, Irans Fähigkeit zum Export von #Terrorismus beenden, das Regime stürzen oder innerhalb des Landes einen neuen Führer finden, mit dem er Geschäfte machen könne.
Fazit: Donald #Trump hat mit einem kaum bezwingbaren Gegner leichtfertig einen Forever-War begonnen, der #Nahost aufwühlt und so keinen Frieden bringen kann. Der 47. Präsident der Vereinigten Staaten riskiert damit Wohlstand, Menschenleben und – fast wie nebenbei – den Weltfrieden. Oder wie Kurt Tucholsky in seinem Gedicht ›’s ist Krieg‹ schrieb: ›Wir denken an Frieden voll Ängstlichkeit mit leider gefüllten Hosen. Noch ist die goldene, die blühende Zeit! Noch sind die Tage der Rosen!‹"
(via Gabor Steingart in ThePioneerBriefing)
Forwarded from henning rosenbusch - Channel
Trump muss nur gefährliche Kriege anfangen und bombardieren und schon steigt seine Beliebtheit in Berlin. Das sind ganz schnell alle anderen Kritikpunkte vergessen.
…. nicht so viel fr….. wie ich k….. möchte.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/iran-donald-trump-setzt-auf-regimewechsel-das-sollte-man-loben-meinung-a-4669cc60-b040-45e4-bc4a-fb5acf8dfd02
t.me/Rosenbusch
…. nicht so viel fr….. wie ich k….. möchte.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/iran-donald-trump-setzt-auf-regimewechsel-das-sollte-man-loben-meinung-a-4669cc60-b040-45e4-bc4a-fb5acf8dfd02
t.me/Rosenbusch
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