Wie soll es weitergehen? / Sebastian Friebel
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Als Mitarbeiter im Deutschen Bundestag der Frage nachgegangen, wie Konzerne und Banken die Politik lenken. Fazit: Die ARD hat leider Recht (siehe bit.ly-Link).

https://wie-soll-es-weitergehen.de/

https://bit.ly/39iL0rN
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Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Christian Drosten gerade geschrieben, dass wir keine Herdenimmunität erreichen können, weil die Impfung keine sterile Immunität bringt.

Das ist laut den gängigen Faktencheckern eindeutig eine krude Verschwörungstheorie, die hart an der Grenze zum rechtsextremen Antisemitismus kratzt.

Drosten verhaspelt sich dann furchtbar in seiner Argumentation und meint, in Spanien wäre Herdenimmunität wegen den milderen Temperaturen schon möglich -allerdings nicht im Winter-, in Irland aber bei gleicher Impfquote nicht.

Was für ein wirres, zusammenhangloses Gestammel. Drosten argumentiert, als hätte er schlechtes Zeug geraucht. Oder anders gesagt: Er argumentiert so, wie Karl Lauterbach bei seinen öffentlichen Auftritten rüberkommt.

Bin gespannt, ob er diesen Beitrag wieder löschen wird.

https://twitter.com/c_drosten/status/1455867860387962893
So viel zum Thema "Das bringt doch alles nichts, wir haben eh keine Chance...."

Das medizinische Personal in Quebec, Kanada, beweist gerade das Gegenteil und hebelt die Impfpflicht aus, indem sich ausreichend viele Mitarbeiter einfach nicht impfen lassen.

https://de.rt.com/international/126679-aus-not-heraus-kanadische-stadt/

In New York sieht es aktuell übrigens ähnlich aus, dort lehnen ausreichend viele städtische Angestellte wie Polizisten, Feuerwehrleute und Müllmänner die Impfung ab. Rund ein Drittel der Bediensteten dürfte deswegen der Rechtslage nach nicht mehr zur Arbeit erscheinen, es ist jedoch absehbar, dass die Versorgung der Stadt dann nicht mehr sichergestellt werden kann.
Man könnte glatt den Eindruck bekommen, als würde die Regierung fahrlässig eine Überlastung der Intensivstationen herbeiführen. Die Auslastung mit Intensivpatienten ist nach wie vor konstant, die Maßnahmen der Regierung führen jedoch momentan zu einer schnellen Reduzierung der freien Betten. Anfang des Jahres wurden zunächst per Gesetz die Personaluntergrenzen abgesenkt, wodurch rund 2000 freie Intensivbetten nicht mehr nutzbar sind. Und jetzt werden zusätzlich Intensivpatienten aus dem Ausland eingeflogen, obwohl aufgrund des Bettenabbaus in Deutschland tatsächlich kaum noch freie Kapazitäten vorhanden sind. Zusätzlich wird durch immer strengere Hygiene-, Test- und Quarantänevorschriften in den Kliniken der Arbeitsaufwand gesteigert, die Personalengpässe verschärfen sich damit weiter. Eine Impfpflicht für das medizinische Personal würde diese Entwicklung endgültig auf die Spitze treiben.

Wenn das so weitergeht, haben wir im Verlauf des Winters irgendwann tatsächlich keine freien Intensivbetten mehr. Das läge dann natürlich nicht an den Covid-Patienten, sondern an der politisch herbeigeführten Verknappung der Bettenzahl und am ebenfalls politisch herbeigeführten zusätzlichen Aufwand in den Kliniken und den damit verbundenen Personalengpässen. Medien und Regierung würden das aber natürlich nicht so kommunizieren, sondern die Situation auf die Ungeimpften oder auf "Booster-Verweigerer" schieben.

Sollte dieser Fall eintreten, könnte die Regierung das zum Anlass nehmen, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Ein durchaus denkbares Szenario, das allerdings -wie gesagt- bei rund 20 Millionen Bürgern erheblichen Unmut hervorrufen dürfte. Ich kann noch nicht einschätzen, wie die Leute dann reagieren würden.

https://www.intensivregister.de/#/faq
Heute ein etwas textlastiger Beitrag dazu, warum wirksamer Protest stets friedlich bleiben muss und dass es in jedem Falle besser ist, sich selbstbewusst gegen bestehende Missstände zu wehren - selbst dann, wenn man nicht an den Erfolg glaubt. Ich zitiere dazu aus zwei Büchern, die ich gerade gelesen habe und deren Kernaussagen ich weitgehend teile. Dazu vorab ein Hinweis: Wir leben selbstverständlich nicht in einer Militärdiktatur und man kann deswegen nicht alle der folgenden Aussagen eins zu eins auf unsere Situation übertragen.

Zunächst einige Sätze aus dem Buch "Von der Diktatur zur Demokratie" von Gene Sharp aus dem Jahre 1993 (Seite 47):

"Da gewaltloser Kampf und Gewalt jeweils grundlegend anders funktionieren, ist selbst begrenzter gewaltsamer Widerstand im Zuge einer politischen Widerstandskampagne kontraproduktiv, denn er verwandelt den Kampf in eine Auseinandersetzung, in der die Diktatoren deutlich im Vorteil sind (militärische Kriegführung). Gewaltlose Disziplin ist ein Schlüssel zum Erfolg, sie muß trotz aller Provokationen und Brutalitäten von seiten der Diktatoren und ihrer Anhänger gewahrt werden. [...] Dabei fällt die rohe Brutalität des Regimes gegen die eindeutig gewaltlosen Aktionisten politisch auf die Stellung der Diktatoren zurück, denn sie sorgt für Mißstimmigkeiten in den eigenen Reihen und stärkt die Unterstützung für die Widerständler in der breiten Bevölkerung, bei denen, die üblicherweise dem Regime anhängen, sowie bei dritten Parteien."

Und dazu passend noch einige Absätze aus dem Buch "Wissenschaft, Freiheit und Frieden" des britischen Schriftstellers Aldous Huxley aus dem Jahre 1947 (ab Seite 12). Huxley schreibt zwar sehr theoretisch und auch etwas umständlich, ist aber inhaltlich sehr interessant:

"[...] Da jedoch Wissenschaft und Technik, indem sie die Natur besiegten, die Militär- und Polizeimacht der herrschenden Wenigen ungeheuer verstärkten, kann solches unmittelbare Handeln [der Demonstranten; Anmerkung von mir] keine Aussicht auf Erfolg haben, wenn es gewalttätig ist. [...]

Gibt es einen Ausweg aus dieser ungünstigen politischen Lage, in der sich, dank der angewandten Wissenschaft, die Massen heute befinden? Bisher ist nur ein einziges erfolgversprechendes Mittel entdeckt worden. [...]

Es wird oft eingewendet, daß gewaltloser Widerstand nichts gegen eine Organisation vermag, deren Führer bereit sind, ihre militärische Überlegenheit rücksichtslos und ohne Bedenken auszunützen. Und das kann natürlich zutreffen. Ebensowenig wie andere Formen politischen Handelns, ob gewalttätig oder nicht, vermag gewaltloser Widerstand Erfolg zu gewährleisten. Aber auch wenn sich gegen einen völlig unbarmherzigen und fanatischen Gegner Nichtmitarbeit und, was Thoreau "Verweigerung des bürgerlichen Gehorsams" nannte, verbunden mit einer disziplinierten Willigkeit, opfervolles Erdulden hinzunehmen und sogar herauszufordern, auch wenn sich das als vergeblich erwiese, könnte die sich ergebende Lage materiell nicht schlechter sein, als sie wäre, wenn die unerträgliche Bedrückung passiv hingenommen oder ihr mit Gewalt vergeblich Widerstand geleistet worden wäre; während sie, psychologisch und moralisch, aller Wahrscheinlichkeit nach viel besser wäre - besser für die am gewaltlosen Widerstand Teilnehmenden selbst und besser in den Augen der Zuschauer und aller, die davon erfahren.

Es scheint möglich zu sein, daß in den kommenden Jahren gewaltloser Widerstand im Westen Wurzel fassen wird
- nicht vornehmlich als Ergebnis irgendeiner "Herzenswandlung", sondern einfach, weil er den Massen, besonders in den besiegten Ländern, ihre einzige praktisch anwendbare Form politischer Aktion bietet.

Eine ähnliche Bewegung gewaltlosen Widerstands wird vielleicht früher oder später von den Massen des besiegten Deutschland begonnen werden."

(Anmerkung zum letzten Satz: Dieser könnte aus dem Kontext gerissen etwas nationalistisch interpretiert werden, aber wir wollen nicht vergessen, dass er vom Briten Aldous Huxley stammt, der Zeit seines Lebens für die Völkerverständigung eintrat.)

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All diese Aussagen sagen einem jetzt natürlich nicht, welche Form des gewaltlosen Protests am Ende des Tages den größten Effekt erzielt. Sie zeigen aber eindrucksvoll auf, dass jede Gewalt am Ende nur der Regierung in die Hände spielt. Ich bin deswegen mittlerweile auch kein Freund mehr von bewegten Demonstrationen, weil hier immer wieder ein ungeheures Konfliktpotenzial entsteht und es bisher ausnahmslos jedes Mal so dargestellt wurde, als wäre ein marodierender Mob durch die Straßen gezogen. Das kann einem bei friedlich dasitzenden Menschen nicht so leicht passieren, da produziert dann höchstens die Polizei hässliche Bilder. Aber Demonstrationen scheinen aktuell ohnehin nicht mehr die große Rolle zu spielen...bleibt die Frage: was tun?

Ich gehe davon aus, dass das medizinische Personal die erste Berufsgruppe in Deutschland sein wird, für die eine Impfpflicht erlassen wird. Vermutlich würde es ausreichen, wenn sich nur 15 bis 20 Prozent der Beschäftigten geschlossen dagegen wehren würden - sei es mit einem kurz angelegten Streik oder mit Androhung der Kündigung. Wir haben zuletzt in Kanada gesehen, dass man die Impflicht damit erfolgreich aushebeln kann. Es bräuchte aber dafür in jeder Klinik eine Gruppe mutiger Ärzte und Pfleger, die das in die Hand nimmt.

Abschließend der obligatorische Hinweis, warum eine Impfpflicht ohnehin keinen Sinn ergibt: Die Corona-Impfung bringt keine sterile Immunität, eine Impfpflicht z.B. für Pfleger kann daher nicht mit dem Schutz der Patienten begründet werden.
Stellen wir uns einmal vor, wir wären eine Regierung in einem fernen Paralleluniversum und würden dort ganz im Sinne unserer finanzstarken Auftraggeber auf die totale Spaltung der Gesellschaft und eine möglichst hohe Impfquote mit experimenteller Gentechnik hinarbeiten...was würden wir dann tun, um den Druck auf Ungeimpfte und den Hass in der Gesellschaft maximal zu steigern?

Wir würden alle in den Lockdown schicken - nicht nur die Ungeimpften. Denen würden wir aber natürlich die Schuld dafür geben.

Parallel dazu würden wir noch ein paar Intensivbetten abbauen und -bewusst oder unbewusst- mittels geeigneter Teststrategie möglichst viele Pflegekräfte in Quarantäne schicken, damit es diesen Winter auf den Intensivstationen tatsächlich kracht.

Das alles würden wir natürlich nur dann tun, wenn wir das Gefühl hätten, dass uns ein ausreichender Anteil der Bevölkerung noch vertraut. Aber was diesen Punkt angeht, lief es schonmal besser...
Passend zu meinem letzten Beitrag. 👇
Forwarded from norberthaering.de
„Im Hinblick auf die bestehenden Reservekapazitäten im Rahmen der 7-Tage-Notfallreserve sieht die Bundesregierung derzeit keinen Bedarf, den Ausbau weiterer intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten zu fördern.“ Datum: 9.9.2021 https://norberthaering.de/?p=14804
Das RKI veröffentlicht sehr interessante Situationsberichte zu den Notaufnahmen.

Man beachte, wie stark kardiovaskuläre und neurologische Vorstellungsgründe angestiegen sind - teilweise weit über 100 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren (Seite 4). Nun muss man dazusagen, dass ein Vorstellungsgrund noch keine Diagnose ist. Wir wissen aber, dass die Menschen im Verlauf der Coronakrise selbst bei schwereren Erkrankungen eher seltener in die Notaufnahme gegangen sind, als vor Corona. Insofern ist es unwahrscheinlich, dass der Anstieg bei den Vorstellungen in den Notaufnahmen überwiegend auf eingebildete Erkrankungen zurückzuführen ist.

Hat also jemand eine Idee, warum es dieses Jahr so viele Patienten mit Herzproblemen gibt? An der Impfung kann es ja nicht liegen, denn die ist wirksam und sicher. 😐

https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/8896/SitRep_de_2021-10-27.pdf?sequence=1&isAllowed=y
Angeblich stehen die Leute derzeit Schlange vor den Impfzentren. Ich war jetzt einige Tage nacheinander beim örtlichen Impfzentrum und habe zu keinem Zeitpunkt Menschen außerhalb des Gebäudes warten sehen. Es war also nichts los. Ist das bei euch anders?
Final Results
19%
Ja, ich habe in den letzten Wochen selber Schlangen vorm örtlichen Impfzentrum gesehen.
81%
Nein, mir ist kein verstärkter Andrang aufgefallen.
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Schönen Sonntag euch allen. Und hört bitte endlich auf, die Geimpften zu tyrannisieren. 😑
Heute mal ein wenig Geschichte - natürlich völlig losgelöst von den aktuellen Ereignissen. Dazu ein Auszug aus der Habilitationsschrift von Prof. Dr. Thomas Beddies, der an der Berliner Charité Geschichte und Ethik der Medizin lehrt.

Der Titel seiner Schrift lautet:

"Du hast die Pflicht gesund zu sein.“
Der Gesundheitsdienst der Hitler-Jugend 1933-1945

Und hier ein sehr interessantes Zitat aus dem äußerst lesenswerten Papier:

"Tatsächlich trat nach 1933 [...] als spezifische Ausprägung der NS-Gesundheitspolitik neben die individuelle Gesundheitsfürsorge eine kollektive Pflicht zur Gesundheitsvorsorge, die unter Anwendung totalitärer Verwaltungspraktiken auch mit Zwang und Gewalt durchgesetzt wurde."

https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/5456/Beddies_Habil_zusammengefuehrt.pdf?sequence=1
Ich finde es wirklich absolut frech von den Maßnahmenbefürwortern, dass sie uns jetzt einfach unsere Argumente klauen und ungehemmt rumschwurbeln. 😡 Im Zusammenhang mit geimpften Corona-Toten heißt es jetzt überall, dass diese Menschen "mit" und nicht "an" Corona gestorben sind. Aber wehe, so eine Aussage kommt von uns - dann ist aber was los!

Ich würde ja die Leitmedien oder unsere Politkasperl wirklich gerne ernst nehmen, aber sie machen es mir nicht leicht...

https://www.sueddeutsche.de/panorama/viele-corona-tote-in-bayern-waren-vollstaendig-geimpft-1.5464221
Kinderimpfung Wien.jpg
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Liebe Leute, deswegen gibt es in dieser Sache kein Aufgeben und auch keine Ausreden dafür, dass man mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Dieses Bild veranschaulicht die ganze Perversität der Verantwortlichen und leider auch von Teilen unserer Gesellschaft.

Meine Motivation ist jedenfalls ungebrochen und ich habe nur wenig Verständnis für Leute, die sich jetzt immer noch nicht trauen, ihre Meinung laut und deutlich auszusprechen.

Es ist genau, wie Huxley schreibt: Selbst, wenn man davon ausgeht, dass Protest und Widerstand am Ende nichts bringen -was ich übrigens nicht tue- lebt es sich in einer unfreien Welt erheblich besser, wenn man wenigstens mit sich selbst im Reinen ist. Aber dafür muss man den Mund aufmachen. Und es ist ein Irrglaube, wenn man sich einredet, dass man damit nichts bewirken würde.
Das Theater geht in die nächste Runde und es werden zunehmend schwere Geschütze aufgefahren. Heute wurde dabei ein weiteres Tabu gebrochen: In einem deutschen Leitmedium, dem SPD-eigenen Redaktionsnetzwerk Deutschland, wurde die Zwangsimpfung unter Anwendung von körperlicher Gewalt als "letzter Schritt" zur Bewältigung der Pandemie vorgeschlagen. Der "Verfassungsrechtler" Christian Pestalozza, der offensichtlich dringend in psychiatrische Behandlung gehört, sagte dazu:

"Als letzter Schritt müsse auch eine Zwangsvollstreckung erwägt werden. „Das bedeutet, dass jemand durch die Polizei dem Impfarzt vorgeführt wird“, sagt Pestalozza."

https://www.rnd.de/politik/impfpflicht-werden-ungeimpfte-bald-von-der-polizei-zum-impfarzt-gebracht-EWFGYQMUEFBXPAQZM5WQTK6ZUM.html

Die Strategie hinter solchen Meldungen ist offensichtlich: Man will maximale Angst und Verunsicherung unter uns Ungeimpften verbreiten. Mit der Androhung krassester Sanktionen bis hin zur "Zwangsvollstreckung" sollen wir mürbe gemacht werden.

Meine Theorie für die kommenden Monate ist:

Wir werden aufgrund einer ungünstigen Kombination aus Materialengpässen, Personalmangel und Krankheitslast tatsächlich in Teilen eine Überlastung der Kliniken erleben - so, wie es in den vergangenen Jahren bereits häufig der Fall war. Die Regierung hat sich ja auch wirklich Mühe gegeben, möglichst viele Intensivbetten abzubauen und die Lage damit weiter zu verschärfen. Medien und Politik werden es dann so darstellen, als hätten wir den maximalen Ausnahmezustand. Ich halte es für denkbar, dass man die Situation dann als Rechtfertigung für eine allgemeine Impfpflicht heranzieht.

Liebe Leute, Meldungen wie die des RND über Zwangsimpfungen sollen bei uns das gleiche bewirken, wie die Panikmache bei den Maßnahmenbefürwortern bewirkt: Wir sollen Angst bekommen und uns dadurch fügen. Wir sind uns hoffentlich einig, dass das gar nicht in die Tüte kommt. 😉

Es ist eine Form von Psychoterror und genau so sollte man es auch betrachten.
Mir kam jetzt noch ein Gedanke zu dem unsäglichen Beitrag des RND. Wir ihr wisst bin ich der Meinung, dass die Regierung massiv von einer (echten oder inszenierten) Eskalation von Seiten der Demokratiebewegung profitieren würde. Jede Eskalation würde den Technokraten als Begründung für noch krasseren Zwang dienen, und Teile der Bevölkerung fänden es dabei nur folgerichtig, wenn der Staat entsprechend durchgreift. Man solidarisiert sich nämlich in der Regel mit dem Angegriffenen und nicht mit dem Angreifer, was ja auch richtig so ist.

Grenzüberschreitungen wie die totalitären Fantasien eines Christian Pestalozza könnten dazu dienen, eine solche Eskalation zu provozieren.

Eines steht für mich fest: Die Seite, die zuerst die Nerven verliert, zieht am Ende den Kürzeren in dieser Krise. Also überlassen wir das Eskalieren weiter der Regierung und ihren Handlangern wie Herrn Pestalozza (...dem in ein paar Jahren ein gebührender Platz in den Geschichtsbüchern sicher ist).
Liebe Leute, hier meine Prognose für die kommenden Monate.

Wir werden in Teilen eine echte Überlastung der Kliniken erleben. Die Ursachen hierfür sind Materialengpässe, Personalmangel und die übliche Krankheitslast durch saisonale Infektionserkrankungen. Wir haben das schon viele Male erlebt, wie ich mit einem Zitat aus einem Artikel von 2015 belegen möchte:

"Vor der Notaufnahme stehen die Rettungswagen Schlange, drinnen reihen sich die Betten auf dem Flur aneinander. [...] Überall in der Stadt platzen die Kliniken aus allen Nähten, müssen immer wieder Patienten in Krankenhäuser im Umland schicken. Vor allem die Intensivstationen sind dicht, aber auch auf den internistischen Stationen sind keine Betten mehr frei."

https://www.fnp.de/frankfurt/volle-kliniken-frankfurt-kein-bett-mehr-frei-10688512.html

Der Unterschied zu früheren Situationen mit ähnlicher Überlastung wird sein: Medien und Politik werden es diesmal so hindrehen, als hätte man einen nie dagewesenen Ausnahmezustand. Ich gehe davon aus, dass man auch die Bundeswehr hinzuzieht, womit alles noch viel dramatischer wirken wird.

Aus dem DIVI wissen wir, dass die Krankheitslast durch Covid vernachlässigbar klein ist, nur wird man es diesen Winter genau andersrum darstellen. Man wird dann eine Impfpflicht für eine Berufsgruppe nach der anderen einführen, möglicherweise sogar eine allgemeine Impfpflicht. Diese halte ich jedoch für nicht durchsetzbar, insofern bin ich da entspannt. Bei der berufsbezogenen Impfpflicht wird es darauf ankommen, ob die Betroffenen es schaffen, sich dagegen zu wehren - so wie in Kanada bereits geschehen.

Eines sollte man allerdings meiner Meinung nach nicht machen: Man sollte diesen Winter nicht so tun, als wären die Meldungen über überlastete Kliniken erfunden. Es spricht viel dafür, dass sich in einzelnen Krankenhäusern tatsächlich unschöne Szenen abspielen werden, und das sollte man dann auch nicht kleinreden.

Man muss allerdings auf die wahren Ursachen dieser Entwicklung hinweisen und dafür eignet sich ein Zitat der Bundesregierung vom September ganz hervorragend:

"Im Hinblick auf die bestehenden Reservekapazitäten im Rahmen der 7-Tage-Notfallreserve sieht die Bundesregierung derzeit keinen Bedarf, den Ausbau weiterer intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten zu fördern."

https://dserver.bundestag.de/btd/19/323/1932393.pdf

Um medial und gesellschaftlich nicht ins offene Messer zu laufen, sollte man also nicht die Situation an sich verharmlosen, sondern die wahren Verantwortlichen der Lage benennen.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich beteilige mich nicht an der Panikmache bezüglich Corona - ich zeige nur auf, dass diesen Winter zahlreiche ungünstige Faktoren zusammenkommen und es deswegen tatsächlich zu einer echten Überlastung kommen kann (so, wie in der Vergangenheit bereits mehrfach geschehen).
Wie soll es weitergehen? / Sebastian Friebel pinned «Der Verweis auf einen vermeintlichen "wissenschaftlichen Konsens" ist ein absolutes Idiotenargument. Wissenschaft hat nichts mit demokratischen Mehrheiten, sondern mit belegbaren Fakten zu tun. Wie sagte doch Albert Einstein als Reaktion auf das Buch "Hundert…»