Wie soll es weitergehen? / Sebastian Friebel
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Als Mitarbeiter im Deutschen Bundestag der Frage nachgegangen, wie Konzerne und Banken die Politik lenken. Fazit: Die ARD hat leider Recht (siehe bit.ly-Link).

https://wie-soll-es-weitergehen.de/

https://bit.ly/39iL0rN
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Hinweis: Das ist ein neutraler Bericht über die Lage in Weißrussland und über Aussagen der weißrussischen Regierung. Ich beschönige damit nichts und niemanden.

Zunächst einige Aussagen von Lukaschenko, die Zitate sind von heute.

"Ich muss alle warnen. Als Präsident habe ich das Recht, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Eine davon ist die folgende: Masken tragen, Abstand halten und sich impfen lassen – all das ist absolut freiwillig.

In Fragen Mundschutz, Corona-Abstand und Impfung habe ich mich klar geäußert. Meine Forderung „Nur kein Druck auf Menschen!“ soll strikt eingehalten werden“, betonte der Staatschef. „Wer Menschen wegen der fehlenden Maske aus der Metro, Bus oder Geschäft hinauswirft, der wird mit harten Konsequenzen rechnen müssen."

Es gab allerdings in den letzten Tagen schon Masken-Kontrollen im Land. Ich bin deswegen gespannt, wie es nach diesen Aussagen in Weißrussland weitergehen wird. Die Sanktionen wirken sich jedenfalls erheblich auf die Lage der Menschen im Land aus und auch das geplante Attentat auf Lukaschenko vor einigen Monaten ist sicher noch nicht vergessen.

Daneben deuten Aussagen des weißrussischen Außenministers darauf hin, was die wahre Ursache für den Kurs gegen Weißrussland sein könnte:

"Während in der Charta der Vereinten Nationen das ernstzunehmende und richtige Prinzip „ein Staat, eine Stimme“ verankert ist, können wir heute beobachten, dass einige Länder versuchen, dieses Prinzip zu verwässern und die Ausweitung des Einflusses von Nichtregierungsorganisationen in der UN-Generalversammlung zu fördern, indem sie diesen Organisationen einen Status verleihen, der dem eines Staates gleichkommt.

Unserer Meinung nach ist das völlig inakzeptabel, denn wir wissen, wer diese NGOs finanziert. Wir wissen, wessen Interessen sie vertreten und wie sie in jedem einzelnen Falle handeln werden.“

Eine denkbare These ist auch, dass Weißrussland unter anderem wegen seinem lockeren Corona-Kurs international so stark unter Druck gesetzt wird. Wir erinnern uns, dass der IWF der weißrussischen Regierung letztes Jahr sogar eine knappe Milliarde angeboten hatte, wenn das Land im Gegenzug einen Lockdown durchführt. Auch Schweden, Tansania, Burundi und Haiti ließ man höflich wissen, dass man keinen lockeren Umgang mit dem Coronavirus wünscht. Nicht alle Staatsoberhäupter dieser Länder sind heute noch am Leben - genau genommen nur einer. Das geplante, aber gescheiterte Attentat auf Lukaschenko im April wirft in diesem Zusammenhang weitere Fragen auf.

https://deu.belta.by/president/view/covid-19-lukaschenko-fordert-keinen-impf-und-mundschutzzwang-58662-2021/

https://deu.belta.by/politics/view/makej-es-ist-zeit-die-uno-rolle-in-der-heutigen-welt-unter-die-lupe-zu-nehemen-58436-2021/
In meinem Landkreis hatten zahlreiche Eltern, die ihre Kinder vor Test-, Masken- und Impfterror schützen wollten, ein eigenes Schulprojekt gestartet. Das stand offensichtlich rechtlich auf wackeligen Beinen, war aber angesichts der aktuellen Kindeswohlgefährdung durch die staatlichen Maßnahmen moralisch einwandfrei zu rechtfertigen.

Die gleichen Medien, die seit Monaten von überfüllten Kinder- und Jugendpsychiatrien berichten, diffamieren jetzt die Eltern, die ihre Kinder vor ebendiesen psychischen Schäden bewahren wollen.

Jetzt hat sich sogar der "Verfassungsschutz" wegen dem Schulprojekt eingeschaltet - einfach nur, weil Eltern wollten, dass ihre Kinder wie Kinder leben dürfen. Man kann mittlerweile ohne Übertreibung sagen, dass der Staat Angst und Terror in der Gesellschaft verbreitet. Aber je mehr er das tut, umso weniger kann ich ihn ernst nehmen. Das gilt auch für die Hampelmänner und Apparatschiks beim "Verfassungsschutz", die offensichtlich nichts weiter draufhaben, als Eltern mit ihren kleinen Kindern einzuschüchtern.

Diese halbstarken Funktionäre widern mich an und hoffentlich lesen sie diese Zeilen Wort für Wort.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/illegale-schule-bei-rosenheim-verfassungsschutz-eingeschaltet,SmIwqKq
Die Menschen im sächsischen Erzgebirgskreis scheinen eine hohe natürliche Immunität gegen Manipulation und Propaganda zu haben: Die Impfquote liegt dort nach 1 1/2 Jahren Psychoterror und über einem halben Jahr Diskriminierung von Ungeimpften bei 43,5 Prozent. Mit anderen Worten: Technokratie und Entmenschlichung beißen im Erzgebirge wortwörtlich auf Granit. Ist vielleicht historisch bedingt in dieser Bergbauregion...

Ich war da im Sommer eine Woche mit dem Motorrad unterwegs und habe festgestellt, dass der gesunde Menschenverstand dort noch nicht von Netflix, Richard David Precht und der Tagesschau verdrängt wurde. Ein echter Lichtblick, diese Ossis. ☺️

Aber auch mein eigener Landkreis macht sich nicht schlecht: Wir liegen bei 57 Prozent und die Quote kam erst mit der krassen Diskriminierung Ungeimpfter über die 50 Prozent-Marke. Das beweist einmal mehr, dass mindestens die Hälfte der Bevölkerung die Impfung eigentlich ablehnt. Und das wiederum beweist, dass die Regierung undemokratisch und totalitär gegen den Willen einer (knappen) Mehrheit agiert.

Ich wiederhole an dieser Stelle gerne noch einmal, warum ich die Impfung ablehne: Sie basiert auf experimenteller Gentechnik, ist nicht langzeiterprobt und -vor allem- nachweisbar unwirksam. Die 57 Millionen (!) in Deutschland durchgeführten Corona-Impfungen haben sich zu keinem Zeitpunkt signifikant auf die Belegung der Intensivstationen ausgewirkt. Wer sich einmal angeschaut hat, mit welch grotesken Rechentricks die Hersteller die "Wirksamkeit" ihrer Impfstoffe berechnet haben, wundert sich über den ausbleibenden Effekt allerdings überhaupt nicht. Das wissen wir natürlich alle in diesem Kanal, aber ich schreibe es der Vollständigkeit halber trotzdem dazu.

https://www.coronavirus.sachsen.de/ueberblick-coronaschutzimpfungen-in-sachsen-9874.html
Der Bayerische Rundfunk übertrifft sich mal wieder selbst mit einem vierminütigen Video in der neu geschaffenen Filmkategorie:

"Unterschwellige Propaganda und systematische Spaltung der Gesellschaft"

Film ab:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/corona-und-dating-kino-club-bar-hat-sich-dating-veraendert,SmTaJUr

Es werden lauter Dinge gezeigt, die definitiv nicht normal sind: Junge Leute, die sagen, dass sie sich mittlerweile wohler fühlen, wenn weniger Menschen um sie herum sind. Jugendliche, die mit vorauseilendem Gehorsam beteuern, dass sie niemals mit einem "Coronaleugner" (was auch immer das sein soll) zusammen sein könnten. Und am Ende sieht man, wie junge, gesunde Menschen ihre Impfpässe und Coronatests vorzeigen, nur um eine Bar besuchen zu dürfen. Zusammengefasst: Man sieht, was Medien und Politik in den letzten 1 1/2 Jahren in unserer Gesellschaft angerichtet haben.

Alles vollkommen unmenschliche Eindrücke, die vom Sprecher aber in der Schlusssequenz als völlig normal und erfreulich bezeichnet werden. Es ist ekelerregend. Was sind das für Menschen, die reinen Gewissens solche Filme produzieren?

Und wer war doch gleich Leni Riefenstahl...?

Ach, ich vergaß...sowas darf man ja nicht sagen. Na, zum Glück habe ich es nur geschrieben. 😎
Der Axel-Springer-Verlag ist nicht "kritisch" (war es auch noch nie) und Julian Reichelt wurde auch nicht entlassen, weil er "der letzte aufrichtige Journalist" in der Medienlandschaft ist. Er wurde entlassen, weil er sich einen Harem an jungen Mitarbeiterinnen gehalten hat und der Konzern deswegen vor allem in den USA einen massiven Image-Schaden verbuchen musste. Axel-Springer expandiert ja derzeit in den prüden US-Markt und dort kommen Schmuddeleien (auch einvernehmliche) wie die eines Herrn Reichelt gar nicht gut an.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Es ist mir egal, was er in seiner Redaktion gemacht hat, ich schwinge hier nicht die Moralkeule. Es nervt mich allerdings, wenn jemand, der definitiv nicht an echter Aufklärung der Gesellschaft interessiert ist, jetzt zum Helden stilisiert wird.

Reichelt wurde bei Axel-Springer über 20 Jahre bis zum Chefredakteur aufgebaut und es ist deswegen eine unrealistische Vorstellung, dass er sich plötzlich mit "dem System" anlegt und auf die Seite der Bevölkerung stellt. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass der Verlag jetzt das Beste aus der Situation macht und Reichelt in Deutschland mit einem eigenen Medium als konservativen Märtyrer vermarktet, aber für diese Verschwörungstheorie lege ich ausnahmsweise mal meine Hand nicht ins Feuer.

Axel-Springer ist bei allen Kernthemen zu 110 Prozent auf Linie und hält kritische Leser nur durch oberflächliche Pseudokritik an politischen Nebenschauplätzen bei der Stange.

Oder anders gesagt: Wie ernst kann man ein Leitmedium nehmen, das uns täglich darüber informiert, was Luisa Neubauer mal wieder gefordert oder kritisiert oder zum Frühstück gegessen hat?
Milosz Matuschek hatte kürzlich in seinem Artikel "Widerstand wirkt - deshalb ist er so gefürchtet" beschrieben, warum humorvolle Aktionen für einen wirksamen Protest ganz entscheidend sind. Humor verbindet bekanntlich und ist eher anschlussfähig für breitere Gesellschaftsschichten.

In Hamburg werden wir derzeit Zeuge einer solchen gewaltfreien und lustigen Form des Protests. Die Pimmel-Affäre um den Hamburger Innensenator Andy P. Grote ist ein Lehrstück nach dem Motto:

"Die Bürger schlagen zurück - und zwar friedlich."

Der machtgeile Herr Grote wollte ja einen Familienvater, der ihn im Internet als Pimmel bezeichnet hatte, mit einer Hausdurchsuchung einschüchtern, mundtot machen und damit ein Exempel statuieren. Das ging gnadenlos nach hinten los, denn seit dieser Aktion wird Herr P. Grote nicht mehr nur von einem einzigen Twitter-Nutzer als Pimmel bezeichnet, sondern plötzlich von tausenden Straßenaktivisten. Er wird also der Öffentlichkeit für den Rest seines Lebens nicht mehr als Andy in Erinnerung bleiben, sondern als...na, ihr wisst schon.

In Hamburg ermittelt mittlerweile sogar der Staatsschutz (!) wegen Pimmel-Aufklebern auf Straßenlaternen. Es gibt wohl kaum einen besseren Weg, um die Lächerlichkeit dieser "Sicherheitsbehörden" aufzudecken. Das ist keineswegs banal, denn damit verlieren sicherlich viele Bürger die Angst vor dem Staatsapparat und trauen sich wieder eher, ihre Meinung zu sagen. Denn wer kann schon einen Staatsschutz ernst nehmen, der tatsächlich Ressourcen für Vergehen im Zusammenhang mit Pimmel-Aufklebern aufwendet, während gleichzeitig die organisierte Kriminalität mit Menschen-, Drogen- und Waffenhandel explodiert?

Wir brauchen deswegen definitiv mehr Aktionen nach diesem Muster. Alleine schon, weil wir nach 1 1/2 Jahren Psychoterror auch mal wieder ein bisschen Spaß haben sollten - und zwar im besten Fall auf Kosten derer, die den Psychoterror zu verantworten haben.
Ab Ende November haben wir mit der Abschaffung der kostenlosen Tests de facto eine Impfpflicht für die meisten Studenten und ab Ende Dezember auch für den Großteil der Schüler ab 13 Jahren (zumindest in Bayern). Ein durchschnittlicher Haushalt kann sich die erforderliche Anzahl an Schnelltests mittelfristig nicht leisten, vor allem bei mehreren Kindern. Für diese Menschen entspricht 3G deswegen einer Impfpflicht. Für mich ist das bisher mit die asozialste Maßnahme der Regierung, weil es damit nun vom Einkommen abhängt, wer sich die experimentelle Gentechnik spritzen lassen muss. Eine einkommensabhängige Impfpflicht, die wir hier faktisch haben, können sich wirklich nur die widerwärtigsten Funktionäre einer Gesellschaft ausdenken.

Mir kam dazu heute aber eine Idee, die vielleicht in einigen Regionen sogar schon umgesetzt wurde: Die Schnelltests an sich kosten im Einkauf ja sehr wenig, meiner Kenntnis nach weniger als einen Euro. Wenn man nun in jedem Landkreis mehrere ggfs. mobile Teststellen zum Selbstkostenpreis mit freiwilligem Personal betreiben würde, könnten sich auch einkommensschwächere Haushalte bzw. Studenten weiterhin die Tests leisten.

Ich habe keinen Zweifel, dass man ausreichend Freiwillige finden würde, da die Impfung von Kindern bisher mit den krassesten Tabubruch in der gesamten Coronakrise darstellt. Soweit ich weiß, kann man mit relativ wenig Aufwand die erforderlichen Schulungen machen und könnte dann die Tests zum Selbstkostenpreis durchführen - zumindest übergangsweise, bis wir diesen Wahnsinn anderweitig beendet haben. 😉

Ich habe gerade allerdings gesehen, dass es alleine in meinem Landkreis 30.000 Schüler gibt, die ja mehrmals pro Woche getestet werden müssten. Gehen wir einfach mal davon aus, dass 50 Prozent der Eltern ihre Kinder nicht impfen werden. Es bräuchte also selbst dann für jede Schule mehrere freiwillige Eltern, die sich entsprechend qualifizieren und die Tests durchführen. Ich selber kann jetzt nicht überprüfen, wie genau die Voraussetzungen für eine eigene Teststelle in den einzelnen Bundesländern sind, aber ich möchte den Vorschlag einfach mal in den Raum stellen.

Damit würde man wohl vielen tausend Familien ersparen, dass sie ihre Kinder nur impfen lassen, weil kein Geld für die Tests da ist.
Wer jetzt noch nicht geimpft ist, will definitiv keine Impfung haben. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums ergeben, wonach sich 90 Prozent der bislang Ungeimpften auch in Zukunft nicht impfen werden. Das entspricht übrigens auch meiner eigenen Wahrnehmung. 69 Prozent der Nichtgeimpften sind darüber hinaus der Ansicht, Corona sei ein Vorwand für mehr staatliche Kontrolle. 80 Prozent halten die Grundrechtseingriffe für schwerwiegender als die Gefahr durch das Virus.

Liebe Leute, wir sprechen hier von mindestens 22 Millionen Bürgern. Man sollte sich deswegen nicht einreden lassen, dass unsere bisherige Arbeit umsonst war oder wir nur eine kleine Minderheit wären. Diese vielen Millionen Menschen sind auch deswegen standhaft, weil sie wissen, mit ihrer Einstellung nicht alleine zu sein. Das ist definitiv auch der Verdienst der kritischen Gegenöffentlichkeit, zu der wir alle gehören. Mut ist ansteckend, das sage ich immer wieder.

Natürlich kann die Regierung jetzt versuchen, unsere Gesellschaft scheibchenweise zur Impfung zu zwingen - sei es mit einer Impfpflicht für Berufsgruppen oder mit nicht finanzierbaren 3G-Regelungen für den Arbeitsplatz oder die Schule. Damit ließe sich die Impfquote in Einzelfällen wohl zunächst steigern, ABER: Wenn die Regierung die Bürger und vor allem die Kinder auf diesem Wege nötigt, wird sie nicht länger nur Kritiker haben - sie wird sich damit echte Feinde machen. Und ich glaube nicht daran, dass sich 22 Millionen Menschen jetzt einfach dauerhaft dazu zwingen lassen, sich alle sechs Monate dieses Zeug zu spritzen.

Nicht mehr ins Restaurant gehen zu dürfen, ist eine Sache. Von der Regierung dauerhaft zu einem Eingriff in die körperliche Unversehrtheit gezwungen zu werden, ist eine ganz andere Geschichte. Es wird sich in der Gesellschaft dann etwas bewegen, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Ich glaube nicht, dass wir irgendwann 22 Millionen Menschen auf der Straße haben - aber ich glaube daran, dass eine ausreichende Anzahl von engagierten Bürgern nach friedlichen Lösungen für diesen Wahnsinn suchen wird. Dafür fehlt bislang nur noch der Mut, aber mit ausreichend Vorbildern in allen gesellschaftlichen Bereichen sollte diese Hürde zu nehmen sein. Und was das angeht, erleben wir derzeit ja viel Positives: Viele gewichtige Stimmen haben sich bereits zu Wort gemeldet und es werden mit Sicherheit auch nicht weniger, wenn die Regierung so weitermacht.

Meiner Meinung nach ist die Situation deswegen nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick scheint. Wir müssen zumindest niemanden mehr überzeugen, sondern nur noch Wege finden, das Potenzial dieser vielen Millionen Menschen umzusetzen. Ich habe es hier neulich bereits geschrieben: Das wichtigste Ziel der gesamten Corona-Kampagne wurde von Medien und Politik krachend verfehlt:

Die Menschen sind nicht überzeugt, sonst wäre der krasse staatliche Zwang gar nicht "nötig". Man muss jede neue Maßnahme der Regierung aus diesem Blickwinkel sehen, dann sieht man alles ein bisschen entspannter.

Wir haben also in Deutschland nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um die unmenschliche "neue Normalität" mittelfristig auszuhebeln. In anderen Ländern sieht es da viel, viel schlimmer aus.

Das sollten wir bei all dem Terror und der belastenden Gesamtsituation nicht vergessen.

https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/88-prozent-der-nichtgeimpften-wollen-sich-nicht-impfen-lassen-2845683310.html
Der russische Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Tolstoi schrieb vor rund 120 Jahren:

"Wenn die Gesellschaftsordnung schlecht ist, wie die unsere, und eine kleine Zahl von Menschen Macht über die Mehrzahl hat und sie bedrückt, wird jeder Sieg über die Natur unvermeidlich nur dazu dienen, diese Macht und Bedrückung zu vergrößern.

Und das geschieht gegenwärtig."

Tolstoi konnte nicht ahnen, welche "Siege über die Natur" digitale Massenüberwachung und biodigitaler Transhumanismus eines Tages mit sich bringen würden. Es ist deswegen umso erstaunlicher, wie gut seine Worte zu unserer gegenwärtigen Situation passen.
Eine kleine Korrektur zu meinem Beitrag vom 31. Oktober: Ich wurde -zurecht- darauf hingewiesen, dass die Impfquote von 67 Prozent auf die Gesamtbevölkerung bezogen ist und nicht, wie von mir angenommen, auf die Bevölkerung ab 14 Jahren. Es sind deswegen nicht 22 Millionen Bürger, die sich auch zukünftig nicht impfen wollen, sondern etwas unter 20 Millionen. Hinzu kommt aber eine bislang nicht genau bekannte Zahl von Geimpften, die keine weiteren Impfungen haben wollen. Rechnet man diese anhand der wenigen Umfragen zum Thema Auffrischungsimpfung ein, dürfte man also um die 20 Millionen Bürger haben, die überhaupt nicht oder nicht noch einmal geimpft werden wollen.

An meinen Aussagen und Schlüssen ändert sich durch diese Zahlen allerdings nichts.

P.S.: Danke Martina für den Hinweis 😉
Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Christian Drosten gerade geschrieben, dass wir keine Herdenimmunität erreichen können, weil die Impfung keine sterile Immunität bringt.

Das ist laut den gängigen Faktencheckern eindeutig eine krude Verschwörungstheorie, die hart an der Grenze zum rechtsextremen Antisemitismus kratzt.

Drosten verhaspelt sich dann furchtbar in seiner Argumentation und meint, in Spanien wäre Herdenimmunität wegen den milderen Temperaturen schon möglich -allerdings nicht im Winter-, in Irland aber bei gleicher Impfquote nicht.

Was für ein wirres, zusammenhangloses Gestammel. Drosten argumentiert, als hätte er schlechtes Zeug geraucht. Oder anders gesagt: Er argumentiert so, wie Karl Lauterbach bei seinen öffentlichen Auftritten rüberkommt.

Bin gespannt, ob er diesen Beitrag wieder löschen wird.

https://twitter.com/c_drosten/status/1455867860387962893
So viel zum Thema "Das bringt doch alles nichts, wir haben eh keine Chance...."

Das medizinische Personal in Quebec, Kanada, beweist gerade das Gegenteil und hebelt die Impfpflicht aus, indem sich ausreichend viele Mitarbeiter einfach nicht impfen lassen.

https://de.rt.com/international/126679-aus-not-heraus-kanadische-stadt/

In New York sieht es aktuell übrigens ähnlich aus, dort lehnen ausreichend viele städtische Angestellte wie Polizisten, Feuerwehrleute und Müllmänner die Impfung ab. Rund ein Drittel der Bediensteten dürfte deswegen der Rechtslage nach nicht mehr zur Arbeit erscheinen, es ist jedoch absehbar, dass die Versorgung der Stadt dann nicht mehr sichergestellt werden kann.
Man könnte glatt den Eindruck bekommen, als würde die Regierung fahrlässig eine Überlastung der Intensivstationen herbeiführen. Die Auslastung mit Intensivpatienten ist nach wie vor konstant, die Maßnahmen der Regierung führen jedoch momentan zu einer schnellen Reduzierung der freien Betten. Anfang des Jahres wurden zunächst per Gesetz die Personaluntergrenzen abgesenkt, wodurch rund 2000 freie Intensivbetten nicht mehr nutzbar sind. Und jetzt werden zusätzlich Intensivpatienten aus dem Ausland eingeflogen, obwohl aufgrund des Bettenabbaus in Deutschland tatsächlich kaum noch freie Kapazitäten vorhanden sind. Zusätzlich wird durch immer strengere Hygiene-, Test- und Quarantänevorschriften in den Kliniken der Arbeitsaufwand gesteigert, die Personalengpässe verschärfen sich damit weiter. Eine Impfpflicht für das medizinische Personal würde diese Entwicklung endgültig auf die Spitze treiben.

Wenn das so weitergeht, haben wir im Verlauf des Winters irgendwann tatsächlich keine freien Intensivbetten mehr. Das läge dann natürlich nicht an den Covid-Patienten, sondern an der politisch herbeigeführten Verknappung der Bettenzahl und am ebenfalls politisch herbeigeführten zusätzlichen Aufwand in den Kliniken und den damit verbundenen Personalengpässen. Medien und Regierung würden das aber natürlich nicht so kommunizieren, sondern die Situation auf die Ungeimpften oder auf "Booster-Verweigerer" schieben.

Sollte dieser Fall eintreten, könnte die Regierung das zum Anlass nehmen, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Ein durchaus denkbares Szenario, das allerdings -wie gesagt- bei rund 20 Millionen Bürgern erheblichen Unmut hervorrufen dürfte. Ich kann noch nicht einschätzen, wie die Leute dann reagieren würden.

https://www.intensivregister.de/#/faq
Heute ein etwas textlastiger Beitrag dazu, warum wirksamer Protest stets friedlich bleiben muss und dass es in jedem Falle besser ist, sich selbstbewusst gegen bestehende Missstände zu wehren - selbst dann, wenn man nicht an den Erfolg glaubt. Ich zitiere dazu aus zwei Büchern, die ich gerade gelesen habe und deren Kernaussagen ich weitgehend teile. Dazu vorab ein Hinweis: Wir leben selbstverständlich nicht in einer Militärdiktatur und man kann deswegen nicht alle der folgenden Aussagen eins zu eins auf unsere Situation übertragen.

Zunächst einige Sätze aus dem Buch "Von der Diktatur zur Demokratie" von Gene Sharp aus dem Jahre 1993 (Seite 47):

"Da gewaltloser Kampf und Gewalt jeweils grundlegend anders funktionieren, ist selbst begrenzter gewaltsamer Widerstand im Zuge einer politischen Widerstandskampagne kontraproduktiv, denn er verwandelt den Kampf in eine Auseinandersetzung, in der die Diktatoren deutlich im Vorteil sind (militärische Kriegführung). Gewaltlose Disziplin ist ein Schlüssel zum Erfolg, sie muß trotz aller Provokationen und Brutalitäten von seiten der Diktatoren und ihrer Anhänger gewahrt werden. [...] Dabei fällt die rohe Brutalität des Regimes gegen die eindeutig gewaltlosen Aktionisten politisch auf die Stellung der Diktatoren zurück, denn sie sorgt für Mißstimmigkeiten in den eigenen Reihen und stärkt die Unterstützung für die Widerständler in der breiten Bevölkerung, bei denen, die üblicherweise dem Regime anhängen, sowie bei dritten Parteien."

Und dazu passend noch einige Absätze aus dem Buch "Wissenschaft, Freiheit und Frieden" des britischen Schriftstellers Aldous Huxley aus dem Jahre 1947 (ab Seite 12). Huxley schreibt zwar sehr theoretisch und auch etwas umständlich, ist aber inhaltlich sehr interessant:

"[...] Da jedoch Wissenschaft und Technik, indem sie die Natur besiegten, die Militär- und Polizeimacht der herrschenden Wenigen ungeheuer verstärkten, kann solches unmittelbare Handeln [der Demonstranten; Anmerkung von mir] keine Aussicht auf Erfolg haben, wenn es gewalttätig ist. [...]

Gibt es einen Ausweg aus dieser ungünstigen politischen Lage, in der sich, dank der angewandten Wissenschaft, die Massen heute befinden? Bisher ist nur ein einziges erfolgversprechendes Mittel entdeckt worden. [...]

Es wird oft eingewendet, daß gewaltloser Widerstand nichts gegen eine Organisation vermag, deren Führer bereit sind, ihre militärische Überlegenheit rücksichtslos und ohne Bedenken auszunützen. Und das kann natürlich zutreffen. Ebensowenig wie andere Formen politischen Handelns, ob gewalttätig oder nicht, vermag gewaltloser Widerstand Erfolg zu gewährleisten. Aber auch wenn sich gegen einen völlig unbarmherzigen und fanatischen Gegner Nichtmitarbeit und, was Thoreau "Verweigerung des bürgerlichen Gehorsams" nannte, verbunden mit einer disziplinierten Willigkeit, opfervolles Erdulden hinzunehmen und sogar herauszufordern, auch wenn sich das als vergeblich erwiese, könnte die sich ergebende Lage materiell nicht schlechter sein, als sie wäre, wenn die unerträgliche Bedrückung passiv hingenommen oder ihr mit Gewalt vergeblich Widerstand geleistet worden wäre; während sie, psychologisch und moralisch, aller Wahrscheinlichkeit nach viel besser wäre - besser für die am gewaltlosen Widerstand Teilnehmenden selbst und besser in den Augen der Zuschauer und aller, die davon erfahren.

Es scheint möglich zu sein, daß in den kommenden Jahren gewaltloser Widerstand im Westen Wurzel fassen wird
- nicht vornehmlich als Ergebnis irgendeiner "Herzenswandlung", sondern einfach, weil er den Massen, besonders in den besiegten Ländern, ihre einzige praktisch anwendbare Form politischer Aktion bietet.

Eine ähnliche Bewegung gewaltlosen Widerstands wird vielleicht früher oder später von den Massen des besiegten Deutschland begonnen werden."

(Anmerkung zum letzten Satz: Dieser könnte aus dem Kontext gerissen etwas nationalistisch interpretiert werden, aber wir wollen nicht vergessen, dass er vom Briten Aldous Huxley stammt, der Zeit seines Lebens für die Völkerverständigung eintrat.)

—————————————
All diese Aussagen sagen einem jetzt natürlich nicht, welche Form des gewaltlosen Protests am Ende des Tages den größten Effekt erzielt. Sie zeigen aber eindrucksvoll auf, dass jede Gewalt am Ende nur der Regierung in die Hände spielt. Ich bin deswegen mittlerweile auch kein Freund mehr von bewegten Demonstrationen, weil hier immer wieder ein ungeheures Konfliktpotenzial entsteht und es bisher ausnahmslos jedes Mal so dargestellt wurde, als wäre ein marodierender Mob durch die Straßen gezogen. Das kann einem bei friedlich dasitzenden Menschen nicht so leicht passieren, da produziert dann höchstens die Polizei hässliche Bilder. Aber Demonstrationen scheinen aktuell ohnehin nicht mehr die große Rolle zu spielen...bleibt die Frage: was tun?

Ich gehe davon aus, dass das medizinische Personal die erste Berufsgruppe in Deutschland sein wird, für die eine Impfpflicht erlassen wird. Vermutlich würde es ausreichen, wenn sich nur 15 bis 20 Prozent der Beschäftigten geschlossen dagegen wehren würden - sei es mit einem kurz angelegten Streik oder mit Androhung der Kündigung. Wir haben zuletzt in Kanada gesehen, dass man die Impflicht damit erfolgreich aushebeln kann. Es bräuchte aber dafür in jeder Klinik eine Gruppe mutiger Ärzte und Pfleger, die das in die Hand nimmt.

Abschließend der obligatorische Hinweis, warum eine Impfpflicht ohnehin keinen Sinn ergibt: Die Corona-Impfung bringt keine sterile Immunität, eine Impfpflicht z.B. für Pfleger kann daher nicht mit dem Schutz der Patienten begründet werden.
Stellen wir uns einmal vor, wir wären eine Regierung in einem fernen Paralleluniversum und würden dort ganz im Sinne unserer finanzstarken Auftraggeber auf die totale Spaltung der Gesellschaft und eine möglichst hohe Impfquote mit experimenteller Gentechnik hinarbeiten...was würden wir dann tun, um den Druck auf Ungeimpfte und den Hass in der Gesellschaft maximal zu steigern?

Wir würden alle in den Lockdown schicken - nicht nur die Ungeimpften. Denen würden wir aber natürlich die Schuld dafür geben.

Parallel dazu würden wir noch ein paar Intensivbetten abbauen und -bewusst oder unbewusst- mittels geeigneter Teststrategie möglichst viele Pflegekräfte in Quarantäne schicken, damit es diesen Winter auf den Intensivstationen tatsächlich kracht.

Das alles würden wir natürlich nur dann tun, wenn wir das Gefühl hätten, dass uns ein ausreichender Anteil der Bevölkerung noch vertraut. Aber was diesen Punkt angeht, lief es schonmal besser...
Passend zu meinem letzten Beitrag. 👇
Forwarded from norberthaering.de
„Im Hinblick auf die bestehenden Reservekapazitäten im Rahmen der 7-Tage-Notfallreserve sieht die Bundesregierung derzeit keinen Bedarf, den Ausbau weiterer intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten zu fördern.“ Datum: 9.9.2021 https://norberthaering.de/?p=14804