Tim Kellner
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Bitcoin: „Kurs Richtung 84.000 Dollar – Fed-Vertreter sieht 2027 keine Zinserhöhungen!"

🟠 Aussagen von New Yorks Notenbankchef John Williams schwächen den Dollar und geben Krypto und asiatischen Börsen Auftrieb.

Die Eckdaten:
• Kurs: Bitcoin steigt um 1,5% auf knapp 83.900 $ – Zcash führt mit rund +7%
• Auslöser: Williams hält eine weitere Erhöhung 2026 für möglich – 2027 aber keine mehr
• Ausblick: Die US-Inflationsdaten am Donnerstag entscheiden, ob 85.000 $ in Reichweite kommen

📌 Der Markt preist für 2027 noch 0,5 Prozentpunkte an Erhöhungen ein – Williams' Sicht ist deutlich milder.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #Notenbank

👉 Eine Erhöhung noch, dann Pause? Die Inflationszahlen am Donnerstag geben die Antwort.
Coinbase: Bitcoin soll sich jetzt auf Quantencomputer vorbereiten

Coinbase, das rund 5 Prozent aller Bitcoin für institutionelle Kunden verwahrt, fordert, die Umstellung auf quantensichere Verschlüsselung bereits jetzt anzugehen. Künftige Quantencomputer könnten aus öffentlichen Schlüsseln die privaten ableiten und Wallets leeren. Änderungen am Bitcoin-Protokoll dauerten Jahre, man dürfe nicht warten.

Vorgeschlagen werden flexible Adressformate, die neue Signaturverfahren ohne kompletten Umbau aufnehmen können. Denkbar sei zudem eine Übergangslösung, bei der Guthaben wahlweise mit einem klassischen oder einem quantensicheren Schlüssel ausgegeben werden können.

Zur Einordnung: Die heikle Frage verlorener oder seit Satoshis Zeiten ruhender Coins soll getrennt diskutiert werden. Betroffen wären laut Coinbase rund 6,9 Millionen BTC mit offengelegten Schlüsseln.
Standard Chartered: „Bitcoin und Ether direkt übers Bankkonto – für wohlhabende Kunden in den VAE!"

🟠 Die britische Großbank startet ihr erstes Krypto-Handelsangebot für vermögende Privatkunden – ganz ohne separate Wallet.

Was geschehen ist:
• Start: Handel mit Bitcoin und Ether über die SC-Mobile-App – rund um die Uhr, in Dollar oder Dirham
• Modell: Verwahrung und Abwicklung bleiben komplett in der Bank – ein geschlossener Kreislauf
• Zugang: Zunächst nur professionelle Anleger in den VAE, genehmigt von Dubais Aufsicht VARA

📌 Der Haken: Coins lassen sich weder ein- noch auszahlen – eigene Verwahrung ist nicht möglich.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #Banken

👉 Bequem wie ein Sparbuch. Aber: Nicht deine Schlüssel, nicht deine Coins.
🟠 US-Inflation: „Teuerung steigt auf 3,7% – Bitcoin fällt unter 82.000 Dollar!"

🟠 Die Septemberdaten fallen heißer aus als erwartet – und bringen weitere Zinserhöhungen der Fed zurück ins Spiel.

Die Eckdaten: • Inflation: 3,7% zum Vorjahr – erwartet waren 3,6%, im August waren es 3,4% • Kernrate: 2,6% ohne Energie und Lebensmittel – ebenfalls über den Prognosen • Zinsen: Chance auf eine Erhöhung am 28. Oktober steigt auf rund 49% – zuvor 23%

📌 Bitcoin verlor rund 2% und rutschte zeitweise unter 82.000 $ – die zehnjährige Rendite sprang um 9 Basispunkte.

🔍 #Bitcoin #Inflation #Notenbank

👉 Vor zwei Wochen schienen die Zinserhöhungen vom Tisch. Jetzt sind sie zurück.
Kraken-Mutter Payward kauft als erstes Kryptounternehmen eine EU-Bank

Payward, der Mutterkonzern der Kryptobörse Kraken, übernimmt die litauische Saldo Bank. Damit wird erstmals ein Kryptounternehmen Eigentümer einer Bank in der EU. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Die digitale Bank verfügt über eine Bilanzsumme von rund 190 Mio. US-Dollar und eine EZB-Banklizenz aus dem Jahr 2021. Sie bietet Festgeld in Litauen, Finnland, Schweden und Deutschland an. Payward will darüber verzinste Einlagen, Kredite, Karten und SEPA-Zahlungen anbieten. Kunden sollen gegen Krypto oder tokenisierte Aktien Kredite aufnehmen können, ohne zu verkaufen.

Zur Einordnung: Der eigentliche Wert liegt in der Lizenz, nicht in der Bilanz. Der Abschluss steht unter Vorbehalt der Aufsicht und wird für 2027 erwartet.
Perpetuals.com: „Ex-FTX-Europa-Chef will tokenisierte US-Aktien a den Start bringen!"

🟠 Das Nasdaq-Unternehmen von Patrick Gruhn ist nach dem Joint Venture von OKX und NYSE-Mutter ICE der zweite Anbieter, der die neue SEC-Ausnahmeregel nutzen will.

Was geschehen ist: • Antrag: Mitteilung an die SEC für einen Handelsplatz für tokenisierte US-Aktien • Regeln: Tokens müssen dieselben Rechte wie Aktien bieten – Dividenden und Stimmrecht • Start: Frühestens Mitte November – nach einer Frist von 30 Tagen

📌 Das Unternehmen ist klein: Rund 1,6 Mio. $ Umsatz standen zuletzt 17,6 Mio. $ Verlust gegenüber.

🔍 #Kryptowährung #Tokenisierung #Aktien

👉 Erst die Wall-Street-Giganten, jetzt die Herausforderer. Das Rennen um tokenisierte Aktien beginnt.
BlackRocks Krypto-Vermögen steigt um 63 Prozent, bleibt aber unter Vorjahr

BlackRock verwaltete Ende September 79,6 Mrd. US-Dollar in digitalen Vermögenswerten, 63 Prozent mehr als Ende Juni mit 48,8 Mrd. Das geht aus den Quartalszahlen des weltgrößten Vermögensverwalters hervor.

Der Anstieg geht überwiegend auf steigende Kurse zurück: 22,9 Mrd. US-Dollar stammen aus Wertzuwächsen, 7,9 Mrd. aus neuen Mitteln. Die Zuflüsse waren dennoch die stärksten seit einem Jahr und machten die Abflüsse von 2,2 Mrd. aus dem ersten Halbjahr mehr als wett.

Zur Einordnung: Trotz der Erholung liegt das Krypto-Vermögen 23 Prozent unter dem Vorjahresstand von fast 104 Mrd. US-Dollar. Das Geschäft hängt damit stark von den Kursen der gehaltenen Coins ab.
CoinDesk: „Gold und Bitcoin gehören ins selbe Depot!"

🟠 Statt Gold oder Bitcoin lautet die Frage: wie viel von beidem – als gemeinsamer Schutz gegen die Geldentwertung.

Die Einschätzung: • Kern: Beide sind Verbündete gegen Entwertung – nicht Konkurrenten • Gold: Notenbanken kaufen es über eine seit Jahrzehnten bestehende Infrastruktur • Bitcoin: Institutionen kaufen über ETFs – auf einer Infrastruktur, die noch im Aufbau ist

📌 Der Dollar verlor in zwei Jahrzehnten rund 40% Kaufkraft – die US-Schulden liegen über 39 Bio. $.

🔍 #Bitcoin #Gold #Geldanlage

👉 Gleiche These, unterschiedliche Schwankung. Entscheidend ist die richtige Gewichtung.
Südkoreas Jeonbuk Bank vergibt erstmals Kredite gegen Bitcoin

Die südkoreanische Jeonbuk Bank vergibt seit dem 12. Oktober Kredite in Won an Unternehmen, die Bitcoin als Sicherheit hinterlegen. Laut lokalen Medien ist es das erste Mal, dass eine Geschäftsbank im Land einen Kredit gegen eine Kryptowährung gewährt. Ein erster Kredit wurde bereits ausgezahlt.

Die Bank verwahrt die Bitcoin nicht selbst, das übernimmt ein lizenzierter externer Verwahrer. Möglich macht das eine Änderung der Vollstreckungsregeln zum 1. Oktober: Bei Zahlungsausfall kann die Bank die Coins per Gerichtsbeschluss versteigern lassen, ohne sie selbst zu übernehmen.

Zur Einordnung: Das Angebot gilt nur für Unternehmen. Kredithöhe, Zinssatz und Beleihungsquote wurden nicht veröffentlicht.
Fibank: „Bulgarische Großbank öffnet Bitcoin für über eine Million Kunden!"

🟠 Die First Investment Bank holt Krypto-Investments direkt in ihre Banking-App – mit einem österreichischen Partner.

Was geschehen ist: • Partner: Bitpanda aus Wien wird alleiniger Anbieter der Krypto-Dienste • Umfang: Bitcoin und weitere Kryptowährungen in der App „My Fibank" für über 1 Mio. Kunden • Start: Geplant für Anfang 2027 – unter den Regeln der EU-Verordnung MiCA

📌 Seit Juli 2026 brauchen Krypto-Anbieter in der EU eine MiCA-Lizenz – Banken setzen daher auf lizenzierte Partner.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #Banken

👉 Bitcoin kommt dorthin, wo die Kunden schon sind: in die Banking-App.
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Peoples-Reserve-Gründer: Bitcoin als Sicherheit ist die „Killer-App"

CJ Konstantinos, Gründer des US-Anbieters Peoples Reserve, sieht Bitcoin als reifende Anlageklasse, die sich ähnlich wie der Immobilienmarkt entwickeln könnte. „Erstklassige Sicherheit ist die Killer-App, der entscheidende Anwendungsfall für Bitcoin. Kein anderer Vermögenswert der Welt kann da mithalten."

Sein Argument: Das feste, nicht verwässerbare Angebot mache Bitcoin zu einer besonders verlässlichen Kreditsicherheit. Ähnlich wie Immobilien könne Bitcoin so zur Grundlage für Kredite und Hypotheken werden, ohne dass Besitzer verkaufen müssen.

Zur Einordnung: Peoples Reserve verdient genau damit Geld. Das Unternehmen bietet Hypotheken an, bei denen Bitcoin als zusätzliche Sicherheit hinterlegt wird. Konstantinos ist damit Partei.
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Michael Saylor: „Der KI-Gegenwind für Bitcoin lässt nach!"

🟠 Der Strategy-Gründer sieht das Ende der Phase, in der der KI-Boom Kapital von Bitcoin abgezogen hat.

Seine Einschätzung: • Boden: Bitcoin habe knapp unter 60.000 $ seinen Tiefpunkt erreicht • These: KI entwerte arbeitsintensive Unternehmen – Kapital fließe in knappe Werte wie Gold und Bitcoin • Ziel: Rückkehr über 100.000 $ – einen Zeitraum nennt er nicht

📌 Bloomberg hielt dagegen: Von dieser Umschichtung sei bei Bitcoin, rund 30% unter dem Rekord, noch wenig zu sehen.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #KI

👉 Saylor sagt die Wende seit Juni voraus. Am Freitag folgt mit der MSCI-Entscheidung der nächste Test.
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Wellington-Altus-Stratege: Bitcoin steht vor einem „Generationen-Superzyklus"

James Thorne, Chefmarktstratege des kanadischen Vermögensverwalters Wellington-Altus, sieht Bitcoin am Beginn eines langfristigen Aufwärtszyklus. „Ich kann nicht glauben, dass es immer noch Leute gibt, die das Ding zwischen 83.000 und 86.000 Dollar hin und her schieben", so Thorne. „Wohin geht es? Das weiß nur Gott, aber es geht nach Norden."

Seine Begründung: Die Korrektur nach dem Hoch von 2025 habe am steigenden 200-Wochen-Durchschnitt gehalten, die mittelfristigen Trends drehten seit dem Junitief nach oben. Zudem werde Bitcoin durch Stablecoin-Gesetze und Tokenisierung zunehmend Teil der Finanzinfrastruktur.

Zur Einordnung: Es handelt sich um eine charttechnische und makroökonomische Einschätzung, nicht um eine Gewissheit.
Kommentar: Die Wall Street wartet nicht mehr auf den Kongress

Nach dem Scheitern des CLARITY Act im September setzen Finanzunternehmen ihre eigenen Standards für Kryptowerte. Das ist die These eines CoinDesk-Kommentars von Eric Soufer vom Beratungshaus Tusk Strategies. „Die Leute, die der Arbeit am nächsten sind, warten nicht auf den Kongress."

Ein Merkmal: Frühe Kryptofirmen bündelten Handel, Verwahrung und Abwicklung unter einem Dach. Etablierte Häuser trennen diese Funktionen nun, wie in der klassischen Finanzwelt. Für Berater heißt das: Compliance ist ein echter Kostenfaktor, und wer sie gut managt, verschafft sich einen Vorteil.

Ein Branchenvertreter erwartet, dass man in drei Jahren das Wort „Krypto" kaum noch verwenden werde, weil tokenisierte Staatsanleihen und Geldmarktfonds alltäglich würden.

Zur Einordnung: Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag.
Santiment: „Diese Kryptoprojekte gewinnen am schnellsten neue Wallets!"

🟠 Die Analysefirma zeigt, wo das Netzwerkwachstum in der vergangenen Woche am stärksten anzog – nur Projekte über 100 Mio. $ Börsenwert.

Die Eckdaten:

• Spitze: Cap +800%, Grass +699% und Starknet +469% neue Adressen in 7 Tagen
• Breite: Auch Meme-Coins wie Fartcoin und Bonk sowie Stablecoins wie Frax legen zu
• Kurs: Fast alle Aufsteiger notierten am Vortag im Minus – Starknet sogar mit −23%

📌 Starknet erlebt einen Ansturm: Das Projekt prüft den Wechsel zu einer eigenen, quantensicheren Blockchain.

🔍 #Kryptowährung #Altcoins #Marktanalyse

👉 Neue Wallets sind ein Frühsignal – aber kein Kursversprechen.
Das weltgrößte Zahlungsnetzwerk holt Stablecoins aus der Testphase – Unternehmen können Überweisungen rund um die Uhr vorfinanzieren.

Was geschehen ist:
• Start: Seit 15. Oktober im kommerziellen Betrieb über Visa Direct – erster Partner ist Inyo Global
• Prinzip: Firmen laden Zahlungen mit USDC vor – rund um die Uhr, statt nur zu Bankzeiten
• Reichweite: Auszahlungen in über 180 Länder – beim Empfänger meist in Landeswährung

📌 Es ist ein Angebot für Zahlungsdienstleister und Banken – nicht für Privatkunden.

🔍 #Kryptowährung #Stablecoin #Zahlungen

👉 Die Bank schließt um 17 Uhr. Der Stablecoin nicht.
Circle: „USDC soll in 40 neue Märkte – die Nachfrage nach Digital-Dollars wächst!"

🟠 Der Stablecoin-Herausgeber will vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern expandieren.

Was geschehen ist:
• Plan: Rund 40 neue Märkte in Südostasien, Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten
• Basis: Kauf des Zahlungsanbieters Tazapay für 400 Mio. $ und eine Binance-Beteiligung von 100 Mio. $
• Stand: USDC wuchs um 19% auf 73,3 Mrd. $ – Tether bleibt mit rund 60% Marktanteil klar vorn

📌 Konkrete Länder, Lizenzen oder einen Zeitplan nannte Circle-Chef Jeremy Allaire nicht.

🔍 #Kryptowährung #Stablecoin #Zahlungen

👉 Der Dollar wandert ins Internet – und Circle will dort sein, wo klassische Banken schwach sind.
Kommentar: KI-Prüfer sehen nur, was man ihnen zeigt

Ende September unterzeichneten sechs führende KI-Unternehmen im Weißen Haus ein freiwilliges Sicherheitsabkommen. Darin verpflichten sie sich, externe Prüfer einzusetzen. Samuel Vance-Law vom Decentralization Research Center hält die Regelung in einem CoinDesk-Kommentar für zahnlos.

Seine Kritik: Das Abkommen lege nicht fest, wer die Prüfer auswählt, was sie untersuchen dürfen und ob Ergebnisse veröffentlicht werden. Die Unternehmen wählen ihre Prüfer selbst, die Berichte gehen an einen Ausschuss des eigenen Vorstands. Sanktionen bei Verstößen gibt es keine.

Seine Forderung: Prüfer sollten selbst bestimmen, was sie testen. Zudem sollten die Firmen offenlegen, wer sie prüft und was die Prüfung umfasste, auch wenn Details vertraulich bleiben.

Zur Einordnung: Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag.
Deutschlands größte Bank steht kurz vor dem Start ihres Krypto-Verwahrgeschäfts – zuerst in Deutschland, 2027 dann in Asien.

Was geschehen ist:
• Start: Verwahrung von Bitcoin, Ether und Stablecoins wie USDC und EURC – voraussichtlich bis Ende November
• Kunden: Nur Institutionen und Unternehmen – kein Angebot für Privatkunden
• Ausbau: Später Umtausch in Stablecoins, tokenisierte Einlagen und 2027 Singapur und Hongkong

📌 Technischer Partner ist das Schweizer Unternehmen Taurus, in das die Deutsche Bank 2023 investierte.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #Banken

👉 Im September angekündigt, jetzt kurz vor dem Start. Frankfurt macht Ernst.