Tim Kellner
25.9K subscribers
423 photos
137 videos
31 links
Your gateway to a connected crypto ecosystem. Crypto for everyone
Download Telegram
Kommentar: Die Wall Street wartet nicht mehr auf den Kongress

Nach dem Scheitern des CLARITY Act im September setzen Finanzunternehmen ihre eigenen Standards für Kryptowerte. Das ist die These eines CoinDesk-Kommentars von Eric Soufer vom Beratungshaus Tusk Strategies. „Die Leute, die der Arbeit am nächsten sind, warten nicht auf den Kongress."

Ein Merkmal: Frühe Kryptofirmen bündelten Handel, Verwahrung und Abwicklung unter einem Dach. Etablierte Häuser trennen diese Funktionen nun, wie in der klassischen Finanzwelt. Für Berater heißt das: Compliance ist ein echter Kostenfaktor, und wer sie gut managt, verschafft sich einen Vorteil.

Ein Branchenvertreter erwartet, dass man in drei Jahren das Wort „Krypto" kaum noch verwenden werde, weil tokenisierte Staatsanleihen und Geldmarktfonds alltäglich würden.

Zur Einordnung: Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag.
Santiment: „Diese Kryptoprojekte gewinnen am schnellsten neue Wallets!"

🟠 Die Analysefirma zeigt, wo das Netzwerkwachstum in der vergangenen Woche am stärksten anzog – nur Projekte über 100 Mio. $ Börsenwert.

Die Eckdaten:

• Spitze: Cap +800%, Grass +699% und Starknet +469% neue Adressen in 7 Tagen
• Breite: Auch Meme-Coins wie Fartcoin und Bonk sowie Stablecoins wie Frax legen zu
• Kurs: Fast alle Aufsteiger notierten am Vortag im Minus – Starknet sogar mit −23%

📌 Starknet erlebt einen Ansturm: Das Projekt prüft den Wechsel zu einer eigenen, quantensicheren Blockchain.

🔍 #Kryptowährung #Altcoins #Marktanalyse

👉 Neue Wallets sind ein Frühsignal – aber kein Kursversprechen.
Das weltgrößte Zahlungsnetzwerk holt Stablecoins aus der Testphase – Unternehmen können Überweisungen rund um die Uhr vorfinanzieren.

Was geschehen ist:
• Start: Seit 15. Oktober im kommerziellen Betrieb über Visa Direct – erster Partner ist Inyo Global
• Prinzip: Firmen laden Zahlungen mit USDC vor – rund um die Uhr, statt nur zu Bankzeiten
• Reichweite: Auszahlungen in über 180 Länder – beim Empfänger meist in Landeswährung

📌 Es ist ein Angebot für Zahlungsdienstleister und Banken – nicht für Privatkunden.

🔍 #Kryptowährung #Stablecoin #Zahlungen

👉 Die Bank schließt um 17 Uhr. Der Stablecoin nicht.
Circle: „USDC soll in 40 neue Märkte – die Nachfrage nach Digital-Dollars wächst!"

🟠 Der Stablecoin-Herausgeber will vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern expandieren.

Was geschehen ist:
• Plan: Rund 40 neue Märkte in Südostasien, Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten
• Basis: Kauf des Zahlungsanbieters Tazapay für 400 Mio. $ und eine Binance-Beteiligung von 100 Mio. $
• Stand: USDC wuchs um 19% auf 73,3 Mrd. $ – Tether bleibt mit rund 60% Marktanteil klar vorn

📌 Konkrete Länder, Lizenzen oder einen Zeitplan nannte Circle-Chef Jeremy Allaire nicht.

🔍 #Kryptowährung #Stablecoin #Zahlungen

👉 Der Dollar wandert ins Internet – und Circle will dort sein, wo klassische Banken schwach sind.
Kommentar: KI-Prüfer sehen nur, was man ihnen zeigt

Ende September unterzeichneten sechs führende KI-Unternehmen im Weißen Haus ein freiwilliges Sicherheitsabkommen. Darin verpflichten sie sich, externe Prüfer einzusetzen. Samuel Vance-Law vom Decentralization Research Center hält die Regelung in einem CoinDesk-Kommentar für zahnlos.

Seine Kritik: Das Abkommen lege nicht fest, wer die Prüfer auswählt, was sie untersuchen dürfen und ob Ergebnisse veröffentlicht werden. Die Unternehmen wählen ihre Prüfer selbst, die Berichte gehen an einen Ausschuss des eigenen Vorstands. Sanktionen bei Verstößen gibt es keine.

Seine Forderung: Prüfer sollten selbst bestimmen, was sie testen. Zudem sollten die Firmen offenlegen, wer sie prüft und was die Prüfung umfasste, auch wenn Details vertraulich bleiben.

Zur Einordnung: Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag.
Deutschlands größte Bank steht kurz vor dem Start ihres Krypto-Verwahrgeschäfts – zuerst in Deutschland, 2027 dann in Asien.

Was geschehen ist:
• Start: Verwahrung von Bitcoin, Ether und Stablecoins wie USDC und EURC – voraussichtlich bis Ende November
• Kunden: Nur Institutionen und Unternehmen – kein Angebot für Privatkunden
• Ausbau: Später Umtausch in Stablecoins, tokenisierte Einlagen und 2027 Singapur und Hongkong

📌 Technischer Partner ist das Schweizer Unternehmen Taurus, in das die Deutsche Bank 2023 investierte.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #Banken

👉 Im September angekündigt, jetzt kurz vor dem Start. Frankfurt macht Ernst.
Charles Schwab öffnet Bitcoin-Handel für alle Privatkunden

Charles Schwab, mit 13,3 Billionen US-Dollar Kundengeldern einer der größten Broker der Welt, hat den direkten Handel mit Bitcoin und Ether für alle berechtigten Privatkunden freigeschaltet. Rund 40 Millionen Depots erhalten damit Zugang.

Neu: Kunden können nun auch bestehende Coins zu Schwab übertragen. Solana, Avalanche und Chainlink sollen bis Jahresende folgen.

Zur Einordnung: Der Handel kostet 0,75 Prozent pro Trade. Kunden in New York, Louisiana und im Ausland bleiben vorerst ausgeschlossen.
DWF Labs: „Tokenisierte Aktien knacken 3,8 Milliarden Dollar!"

🟠 Der Markt für Aktien auf der Blockchain wächst rasant – und der Handel darauf noch schneller als der Wert selbst.

Die Eckdaten:
• Wert: 3,8 Mrd. $ – ein Plus von 483% seit Jahresbeginn
• Handel: Wöchentliches On-Chain-Volumen stieg von 420 Mio. auf 17,5 Mrd. $ – fast das 42-Fache
• Anbieter: Ondo führt mit rund 1 Mrd. $, Binance und xStocks halten je etwa ein Viertel

📌 Nächster Schub: OKX und NYSE-Mutter ICE planen 24/7-Handel mit 63 tokenisierten US-Aktien.

🔍 #Kryptowährung #Tokenisierung #Aktien

👉 Gegenüber 150 Bio. $ globalem Aktienmarkt noch ein Zwerg – aber einer, der schnell wächst.
US-Verbraucherstimmung: Wer Aktien besitzt, ist weniger pessimistisch

Die Verbraucherstimmung in den USA ist seit Januar in allen Bevölkerungsgruppen gesunken. Das zeigen Daten der University of Michigan vom 9. Oktober. Auffällig ist jedoch, wie stark die Unterschiede je nach Vermögen ausfallen.

Bei Menschen ohne Aktienbesitz fiel die Stimmung um rund 25 Prozent, beim unteren Drittel der Aktionäre sogar um etwa 27 Prozent. Das mittlere Drittel verzeichnete nur ein Minus von rund 9 Prozent, das obere Drittel von 7 Prozent.

Ähnlich groß sind die Unterschiede nach Parteizugehörigkeit: Bei Unabhängigen sank die Stimmung um rund 23 Prozent, bei Republikanern um 14 und bei Demokraten um 9 Prozent.

Zur Einordnung: Steigende Aktienkurse federn bei Vermögenden die Sorgen über Inflation und hohe Zinsen offenbar ab.
Bitcoin-ETFs: „Über 7,5 Mrd. Dollar Handelsvolumen – trotz Abflüssen!"

🟠 Die US-Spot-ETFs wurden in dieser Woche rege gehandelt – unterm Strich zogen Anleger aber Geld ab.

Die Wochenbilanz:
• Volumen: Über 7,5 Mrd. $ – an mehreren Tagen mehr als 2 Mrd. $
• Abflüsse: 228,4 Mio. $ netto in fünf Handelstagen – bis Donnerstag waren es rund 146 Mio. $
• BlackRock: IBIT verlor 165,4 Mio. $ – rund 72% der Abflüsse

📌 Seit Monatsbeginn summieren sich die Abflüsse auf rund 615 Mio. $ – bei 104,3 Mrd. $ verwaltetem Vermögen.

🔍 #Bitcoin #ETF #Geldanlage

👉 Viel Bewegung, wenig Flucht. Die Abflüsse sind spürbar, aber gemessen am Gesamtvermögen klein.
Rand Group: „Das Signal, das jeden Bitcoin-Zyklusboden markierte, ist zurück!"

🟠 Der MVRV-Momentum-Oszillator ist wieder ins Positive gedreht – ein On-Chain-Indikator, der 2019 und 2023 den Start neuer Bullenmärkte begleitete.

Die Eckdaten:
• Signal: Bei rund 83.000 $ drehte der Oszillator positiv – nach rund 10 negativen Monaten
• Bewertung: Das MVRV liegt bei 1,54 – über dem Jahresschnitt von 1,44, unter dem Langzeitmittel von 1,8
• Verkäufer: Laut Glassnode fielen frühere Verlustverkäufe genau mit lokalen Böden zusammen

📌 Bitcoin notiert inzwischen bei rund 81.000 $ – und das Signal flackert bereits seit September um die Nulllinie.

🔍 #Bitcoin #Marktanalyse #Chartanalyse

👉 Zwei frühere Zyklen sind ein starkes Muster – aber noch kein Gesetz.
Media is too big
VIEW IN TELEGRAM
Charles Schwab: „Bitcoin hat starke Fundamentaldaten für die Zukunft!"

🟠 Das Krypto-Research-Team des US-Brokers mit rund 13 Bio. $ Kundenvermögen zeigt sich zuversichtlich – und hofft auf Rückenwind durch die Regulierung.

Die Eckdaten:
• Nachfrage: Fast 60 Mrd. $ ETF-Zuflüsse seit Anfang 2024 – mehr als ein kurzer Trend
• Schwankung: Die Volatilität sank auf rund 40 – zuvor lag sie bei 50 bis 60
• Angebot: Schwab Crypto ist nun für alle berechtigten US-Privatkunden live – Bitcoin und Ether direkt im Depot

📌 Schwab verdient selbst mit: Krypto-Handel gilt Konzernchef Rick Wurster als neue Einnahmequelle.

🔍 #Bitcoin #Kryptowährung #Geldanlage

👉 Erst die ETFs, jetzt der Direkthandel. Die Wall Street macht Bitcoin zum Standardprodukt.
Fidelity-Stratege Timmer: Neuer Bitcoin-Bullenmarkt könnte begonnen haben

Jurrien Timmer, Leiter Global Macro bei Fidelity, hält den Beginn eines neuen vierjährigen Bitcoin-Bullenmarkts für möglich. Grundlage ist das sogenannte Power-Law-Modell, das den langfristigen Kurstrend als mathematische Funktion der Zeit beschreibt. „Es scheint kein Narrativ zu geben, aber Bullenmärkte beginnen auch selten mit einem."

Laut seinem Chart liegt die langfristige Unterstützung bei 56.488 US-Dollar. Bitcoin notierte zuletzt rund 47 Prozent darüber, in einer Zone, die er als „Akkumulationszone" einstuft.

Zur Einordnung: Timmer selbst sieht Gold und Bitcoin vorerst in einer Warteschleife, gebremst durch nachlassendes Liquiditätswachstum. Bloomberg-Stratege Mike McGlone warnt dagegen, Bitcoin drehe ähnlich wie 2018 und 2022 nach unten.
Circle: „USDC-Herausgeber verteidigt sein Geschäftsmodell gegen neue Rivalen!"

🟠 Konkurrenten locken Partner mit einem größeren Anteil an den Zinserträgen – darunter ausgerechnet Circles wichtigster Partner Coinbase.

Was geschehen ist:
• Zahlen: 1,4 Mrd. $ Umsatz im ersten Halbjahr – 819 Mio. $ gingen an Partner und Transaktionskosten
• Marge: Übrig blieben rund 7 Cent Gewinn pro Umsatzdollar
• Rivale: Open USD von Coinbase, Stripe und BlackRock gibt Reserveerträge nach Gebühr an Partner weiter

📌 Circle argumentiert, die Zinserträge müssten auch Einlösung, Compliance und Liquidität finanzieren.

🔍 #Kryptowährung #Stablecoin #Zahlungen

👉 Wer verteilt, verdient mit. Der Kampf um Stablecoins wird zum Kampf um die Zinserträge.
Chip-Wetten verlieren 52 Millionen Dollar in zehn Minuten, Wall Street geschlossen

Am Samstagabend wurden binnen zehn Minuten Hebelpositionen auf Chipaktien im Wert von rund 52 Mio. US-Dollar zwangsliquidiert, während die US-Börsen geschlossen waren. Betroffen waren rund um die Uhr gehandelte Terminkontrakte auf Chipwerte. Gut 38 Mio. US-Dollar entfielen auf Wetten auf steigende Kurse.

Der Ausverkauf begann auf Binance und erreichte Hyperliquid in weniger als einer Sekunde. Am stärksten traf es Kontrakte auf den dreifach gehebelten Chip-ETF SOXL mit 12,7 Mio. US-Dollar, gefolgt von SanDisk und SK Hynix mit je rund 10,8 Mio.

Zur Einordnung: Am Wochenende gibt es keinen echten Aktienkurs als Referenz, die Preise bilden allein Kryptohändler. Erst die Börseneröffnung am Montag zeigt, ob der Einbruch berechtigt war.
„Bitcoin über 100.000 Dollar bis Jahresende? Analysten sind gespalten!"

🟠 Die heiße Inflation trübt den Ausblick – bei rund 81.500 $ wären bis zur Marke noch etwa 23% Plus nötig.

Die Eckdaten:
• Bullisch: Bitwise sieht Bitcoin potenziell über 100.000 $ – dank ETFs, Firmenkäufen und Inflationsschutz
• Vorsichtig: LO:TECH erwartet bis Jahresende eine Spanne von 85.000 bis 95.000 $
• Auslöser: Laser Digital sieht über 90.000 $ eine Eindeckungsrally der Leerverkäufer

📌 Für die 100.000 $ müsste die Fed laut LO:TECH auf eine Zinserhöhung im Dezember verzichten.

🔍 #Bitcoin #Marktanalyse #Inflation

👉 Selbst das vorsichtige Szenario liegt über dem heutigen Kurs. Die Frage ist nur, wie weit nach oben.
Stablecoins: Angebot stagniert, Zahlungen steigen um 45 Prozent

Zahlungen mit Stablecoins erreichten in den ersten neun Monaten 2026 rund 482 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 45 Prozent. Die Zahl der Transaktionen stieg um 71 Prozent auf über 1 Milliarde. Das zeigt ein Bericht des Analysehauses Allium.

Das Angebot wuchs dagegen kaum: Ende September lag es bei rund 305 Mrd. US-Dollar, nur 0,4 Prozent über Jahresbeginn. Die vorhandenen Coins werden also deutlich häufiger genutzt. Ausgaben über Stablecoin-Karten verzehnfachten sich auf 3,9 Mrd. US-Dollar.

Zugleich bauen Visa, Mastercard und Stripe neue Brücken zwischen Stablecoins und klassischem Zahlungsverkehr.

Zur Einordnung: Der Anteil bleibt winzig. Kartenzahlungen mit Stablecoins machten zuletzt nur 0,03 Prozent des Visa-Volumens aus.
🟠 Lettland: „Neue Krypto-Steuer – und Steuern zahlen mit Krypto ab 2027?"

🟠 Das Parlament in Riga hat die Besteuerung von Krypto grundlegend umgebaut – nicht mehr jeder Trade zählt.

Was geschehen ist:
• Prinzip: Steuer erst, wenn Auszahlungen vom Krypto-Konto die Einzahlungen übersteigen
• Amnestie: Altbestände einmalig mit 10% des Marktwerts Ende 2026 erklären – auch aus eigener Wallet
• Fristen: Erklärung vom 1. April bis 31. Mai 2027 – Zahlung bis 23. Juli 2027

📌 Zusätzlich sollen Bürger Steuern ab 2027 mit Krypto bezahlen können – Anbieter und Coins sind aber noch offen.
Visa & Mesh: „Mit Krypto bezahlen – an 175 Millionen Akzeptanzstellen!"

🟠 Nutzer sollen Krypto und Stablecoins direkt aus ihrer Wallet ausgeben können – ohne Umweg über ein Bankkonto oder eine extra Karte.

Was geschehen ist:
• Prinzip: Im Hintergrund entsteht eine Visa-Zahlungskennung – Mesh tauscht beim Bezahlen um
• Reichweite: Über 175 Mio. Händler in mehr als 200 Ländern – im Laden und online
• Händler: Sie erhalten eine normale Visa-Zahlung und müssen nichts umstellen

📌 Startdatum, Geräte und teilnehmende Wallets sind noch nicht bekannt.

🔍 #Kryptowährung #Zahlungen #Stablecoin

👉 Krypto hatte nie ein Ausgabeproblem, sondern ein Problem auf der letzten Meile. Visa will es lösen.
❤1