HC Strache Official
4.31K subscribers
4.98K photos
2.05K videos
31 files
11.7K links
Jeder neue Tag ist der wundervollste in unserem Leben!
Download Telegram
Forwarded from Irfan Peci (Irfan)
In ca 5 Min mach ich spontan doch noch den Stream heute!

https://www.youtube.com/watch?v=upagaolEwe4&ab_channel=IrfanPeci
Das US-Militär kontrolliert den Gesundheitszustand seiner Soldaten. Doch die Krankheiten explodieren!

Und viele Beobachter sind sich sicher, dass dies die ersten Statistiken zu einer Epidemie an Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen sind!

Univ.Doz. Dr. Hannes Strasser steht in Kontakt mit jenen US-Ärzten, die die Daten bearbeiten. Er hat die Unterlagen und spricht im AUF1-Gespräch am Samstag über diese erschreckenden Zahlen.

➡️ Das Interview erscheint am 12. Februar bei www.auf1.tv

➡️ Das Buch „Raus aus dem Corona-Chaos“ von Mag. Gerald Hauser und Dr. Hannes Strasser ist im AUF1 Shop erhältlich:
https://www.auf1.shop/collections/buecher/products/raus-aus-dem-corona-chaos
Forwarded from AUF1
Neueste, erdrückende Beweislage: Covid-Impfung brandgefährlich 💉🔥

Die zweite "Corona Lage AUF1" mit den beiden Experten: Univ.-Doz. Dr. Hannes Strasser ist Impfarzt, Notarzt und Urologe. Mag. Gerald Hauser ist Abgeordneter zum österreichischen Parlament. Wie Kriminalisten sind sie in die Materie "Corona" und "Impfung" vertieft und können anhand zahlreicher aktueller Fakten nachweisen: Die Covid-19-Impfung rettet uns nicht vor Corona, vielmehr kommt eine massive und furchtbare Welle von Nebenwirkungen und schweren Krankheiten auf uns zu!

➡️ Den ganzen Beitrag AUF1.TV ansehen: https://www.auf1.tv/stefan-magnet-auf1/neueste-erdrueckende-beweislage-covid-impfung-brandgefaehrlich

➡️ Die erste Sendung mit Strasser und Hauser bei AUF1 vom 18. Dezember 2021 sehen sie hier: https://auf1.tv/stefan-magnet-auf1/einmal-geimpft-und-nie-wieder-der-arzt-und-der-politiker-im-gegenangriff
„In 4 Tagen ist Krieg“ – USA nennen Datum für russischen Angriff auf die Ukraine

@AntiSpiegel: weiter lesen

https://t.me/TeamHCStrache
Forwarded from Wochenblick
In der allgemeinen Angst-Spirale wurden kritische Forscher und Mediziner seit zwei Jahren regelmäßig von den Systemmedien geschnitten. Häufig lagen Sie mit ihren Einschätzungen richtig, wurden aber in der Regel nur von freien, alternativen Medien wie Wochenblick auch entsprechend gewürdigt. Nun öffnen sich auch bislang verschlossene Ohren.
https://www.wochenblick.at/koerper-geist/alles-kommt-ans-licht-psychiater-erklaert-warum-mehrheit-mitmachte/
Forwarded from Wochenblick
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Die Polizei versuchte mit einem Riesen-Aufgebot die Menschen davon abzuhalten, sich dem Freiheits-Konvoi anzuschließen. Doch findige Bürger lassen sich davon nicht beeindrucken und wissen sich zu helfen. Dieser Teilnehmer hier fährt nicht "zur Demo", sondern "zur Doris". 😉

Hier haben wir einige der besten bisherigen Eindrücke für Sie gesammelt:
https://www.wochenblick.at/oesterreich/widerstand-laesst-sich-nicht-verbieten-freiheits-konvoi-rollt-durch-wien/
Forwarded from Wochenblick
Nur noch knapp 7 Tage hat Gesundheitsminister Mückstein, um die Fragen des VfGH zu einer Reihe von Corona-Maßnahmen zu beantworten. Universitätsdozent Dr. Hannes Strasser bezweifelt, dass für die bisherigen Corona-Maßnahmen der Regierung überhaupt irgendeine Grundlage gibt.

https://www.wochenblick.at/corona/vfgh-fragen-steht-jetzt-das-corona-narrativ-der-regierung-vor-endgueltigem-aus/
Forwarded from exxpress.at
„Impft ins Leere": Felix Baumgartner schießt scharf gegen Wolfgang Mückstein!

„Während viele Länder weltweit gerade ihre Corona Maßnahmen zurücknehmen, Israel hebt sogar den grünen Pass auf, führt die österreichische Regierung die Impfpflicht für alle ab 18 Jahren ein. Wolfgang Mückstein, Arzt ohne Grenzen, degradiert sich damit erneut zum pandemischen Geisterfahrer!”, wettert Baumgartner.
Nach Baumgartners Meinung fahre Mückstein “mit dieser Entscheidung einmal mehr auf der falschen Seite der Impfstraße.“

https://exxpress.at/impft-ins-leere-felix-baumgartner-schiesst-scharf-gegen-wolfgang-mueckstein/
»SO VIELE HERZIS BEKOMMT SONST KEINER«

Die Herzi-SMS von Katia Wagner an Wolfgang Fellner

https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/die-herzi-sms-von-katia-wagner-an-wolfgang-fellner/510468176

https://t.me/TeamHCStrache
Wien-Landstraße.
12.02.2022 um 19:40
von Anna Thalhammer, Die Presse

BVT, Wirecard, Ibiza. Eine Clique aus Ex-BVT-Beamten ist in viele Skandale verstrickt. Laut Ermittlungsakt sollen sie das Land mithilfe eines korrupten Netzwerks in Behörden im In- und Ausland, gezielt gestreuten Falschinformationen und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung gegängelt haben. Das geht nur, wenn der Staat schwach und Politiker opportun geworden sind.

711 St 39/17d. Hinter dieser Aktenzahl der Staatsanwaltschaft Wien befinden sich viele Geschichten, die in der Zusammenschau ein Bild eines Tiefen Staates zeichnen. Es geht um Beamte des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), gegen die die Staatsanwaltschaft Wien viele Verdachtsmomente hegt: sensible Informationsbeschaffung und Datendiebstahl gegen Geld auf der einen; den Verdacht der Russlandspionage, schmutziges Geld und kriminelle Vereinigungen auf der anderen Seite. Und noch mehr: Dabei sind Protagonisten der Skandale rund um die Meinl-Bank, Wirecard, Ibiza und das BVT selbst. Es geht um opportune Politiker und einen schwachen Staat, die derartige Machenschaften erst auf fruchtbaren Boden fallen lassen. Der bisher streng geheim gehaltene Verschlussakt liegt der „Presse am Sonntag“ vor. Er offenbart, in welch schlechtem Zustand der Sicherheitsapparat derzeit ist. Und dass einige, wenige Personen mit krimineller Energie tatsächlich ausreichen, um ein Land jahrelang vor sich herzutreiben.

Was heute zu den größten Skandalen des Landes und einen U-Ausschuss nach dem anderen führt, begann mit einer Männerfreundschaft in den 1990er-Jahren. Martin W., Egisto Ott und der IT-Experte Anton H. kennen sich seit vielen Jahren, fristeten ihren Dienst gemeinsam in der EBT (Einsatzgruppe zur Terrorismusbekämpfung). Die Einheit wurde auch wegen Unregelmäßigkeiten Anfang der Nullerjahre wieder aufgelöst. Die drei Freunde trafen sich in der Nachfolgeorganisation BVT wieder – und gerieten auf Abwege.

Jahre im BVT
Dabei begann alles gut. Martin W. machte eine außergewöhnlich schnelle Karriere. Er wurde zum Leiter der wichtigsten und größten Abteilung. Dennoch verließ er das Amt 2017 nach internen Querelen. Im selben Jahr schied auch sein alter Freund Egisto Ott aus, nachdem er der Russland-Spionage bezichtigt worden war. Er wurde darum zuerst mit erheblichen Gehaltseinbußen belegt, in die Sicherheitsakademie (SIAK) versetzt und nach einer Razzia vergangenes Jahr schließlich suspendiert.

Der IT-Techniker Anton H. war wie beide seiner Freunde Hauptbelastungszeuge und somit Hauptauslöser im BVT-Skandal. Die (großteils schlicht faktenwidrigen) Aussagen der Clique hatten die dazu ermittelnde Staatsanwältin Ursula Schmudermayer nach eigenen Angaben zu der berüchtigten Hausdurchsuchung im Verfassungsschutz veranlasst. An den Folgen der Razzia knabbert das Amt bis heute. Sein Ruf ist ruiniert – daran ändert auch der neue Name und eine jüngst abgeschlossene Reform vorerst nicht sehr viel.

Der IT-Techniker H. betrat das BVT nach Aufkommen der Affäre nie wieder und wurde in eine Polizeistation in Favoriten versetzt. Auch er ist mittlerweile vom Dienst suspendiert, weil er im BVT illegal Daten von ihm anvertrauten Geräten gesaugt haben soll. Bei ihm fand vergangenes Jahr ebenfalls eine Razzia statt. Die sichergestellten Geräte werden derzeit ausgewertet.

Die Liste jener Delikte, die man den Ex-BVT-Beamten heute vorwirft, ist lang: Sie geht vom Verdacht der Begünstigung (Fluchthilfe), Missbrauch der Amtsgewalt, Verletzung des Amtsgeheimnisses, Bestechung und Bestechlichkeit, Verdacht des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, Verdacht der Unterdrückung von Beweismitteln, Vermutete Verstöße gegen das Waffengesetz, Verdacht der Unterschlagung, Verdacht der Veruntreuung, bis zum Verdacht der Verleumdung und dem Verrat von Staatsgeheimnissen. Außerdem ermittelt die Finanz.

Die Privatwirtschaft
Innerlich hatten die Beamten dem Staatsapparat also trotz aufrechter Dienstverhältnisse den Rücken zugekehrt und versuchten sich mit ihren nachrichtendienstlichen Fertigkeiten in der freien Wirtschaft. Sie fanden bald einen potenten Auftraggeber: Wirecard – oder genauer gesagt dessen Vorstand Jan Marsalek. Martin W. kannte ihn von einer Veranstaltung im Jahr 2015 und heuerte nach seinem Ausscheiden aus dem BVT bei ihm an, wurde bald einer seiner engsten Vertrauten und bezog ein Büro in dessen Villa in der Prinzregentenstraße in München. In seiner neuen Rolle verschaffte er seinen alten Freunden Aufträge: Einmal sollten die Sicherheitsexperten etwa einen abhörsicheren Raum in seiner Villa in München bauen und die Villa auf Wanzen absuchen.
Ein andermal sollten sie für Marsalek wieder Personen abklären. In einer der „Presse“ vorliegenden Auftragsliste finden sich Menschen aus Marsaleks familiären Umfeld ebenso wie Geschäftspartner und Investoren von Wirecard.

Die Daten zogen die Beschuldigten nicht unbedingt selbst aus den Polizeicomputern – ihnen wurden die Zugriffsberechtigungen großteils entzogen. Die Ermittlungen befördern ein ganzes Netz an Zuträgern im Innenministerium, BVT, Bundeskriminalamt und Finanz. Es gab darum zuletzt einige Suspendierungen. Das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung betont in seinen Ausführungen, dass man aber davon ausgehen muss, dass noch nicht alle Leaks gefunden wurden.
Dazu kommen Otts gute Netzwerke im Ausland, die er sich in seiner Zeit als Polizeiattaché aufgebaut hat – Marsaleks Aufträge wurden auch über diese Kanäle erledigt. „Ich dachte immer, dass es legitime Anfragen aus dienstlichen Gründen waren“, sagte etwa ein italienischer Carabinieri bei seiner Zeugeneinvernahme vor Kurzem. Er zeigte sich erstaunt darüber, dass sein alter Bekannter Egisto schon lange nicht mehr im BVT arbeitet. Ein anderer, Schweizer Kollege wusste das offenbar schon und schloss sich dem Geschäftsmodell aber an. Gegen ihn wird nun auch ermittelt.

Ott chattete mit seinen Informanten unter dem Decknamen Giovanni Parmigiano. Aus der „Presse“ vorliegender Konversation geht hervor, dass sich die beiden über durchaus große Summen an Geld für derartige Aufträge unterhielten. Und Geld dürfte Ott gebraucht haben: Seine Lebenshaltungskosten lagen nach Analyse der Beamten deutlich über seinem Einkommen. Auf seinen Konten gibt es große Summen an Bareinlagen, deren Herkunft nun geprüft wird.

Auf Otts Liste der abzuklärenden Personen standen übrigens auch einige Wirecard-Führungskräfte und Schlüsselfiguren im Bilanzskandal. Warum? „Es besteht der Verdacht, diese Abklärung habe Ott direkt im Auftrag der angeführten Personen rund um Wirecard ausgeführt, um eventuell bestehende internationale Fahndungsmaßnahmen abzuklären“, mutmaßen die Ermittler des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung.

Das Libyen-Projekt
Die Ex-BVTler arbeiteten mit Marsalek an ihren Geschäftsbeziehungen zu Libyen. W. beauftragte Ott mit mehreren Personenabklärungen zum „Projekt LY“. Der Truppe gelang es laut Chatauswertungen auch, Aufträge der libyschen Botschaft in Österreich zu lukrieren. In einem Fall ging es um die Bewachung eines Gebäudes, um die Einhaltung von Covid-Quarantänemaßnahmen.

Die Truppe pflegte gute Kontakte in die türkis-blaue Regierung – vor allem zur FPÖ. Sie brachten auch hochrangige Staatsvertreter dazu, Beziehungen zwischen Österreich und dem krisengebeutelten nordafrikanischen Staat zu knüpfen. So schrieb etwa der ehemalige Außenministeriums-Generalsekretär Johannes Peterlik am 25. Jänner 2019 an Ott: „Ich begrüße den lyrischen (sic!) Präsidenten am Sonntag am Flughafen – wie gewünscht“. Und dann: „Bin schon mit euren Freunden am Flughafen“. Wer das sein soll, ist unklar. Otts Anwalt will prinzipiell keine Anfragen beantworten.

Der libyische Ministerpräsident Fayez al-Sarraj war in Wien und sprach mit dem Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz über Migration und wirtschaftliche Beziehungen. Zur Erinnerung: Auch Marsalek hatte in Libyen Geschäftsinteressen.
Man wollte dort als Zahlungsdienstleister Fuß fassen, außerdem besaß Marsalek Betonfabriken.
Er sprach auch großspurig davon, das Land neu aufbauen zu wollen – dafür wollte er Gelder sammeln und klopfte auch in österreichischen Ministerien an. Teil des Plans – so berichten damals Beteiligte der „Presse“ – sei eine 15.000 Mann starke Miliz gewesen, die an der südlichen libyschen Grenze Migrationsströme hätte aufhalten sollen. Den Kern sollte die sogenannte Wagner-Group bilden, ein privates russisches Sicherheitsunternehmen, das im Interesse der russischen Regierung operiert. Der „Presse“ liegen Fotos vor, auf denen Martin W., gemeinsam mit Marsalek und dem ehemaligen libyschen Geheimdienstchef Rami El Obei die Nächte durchfeierte.

Marsalek ist seit dem Sommer 2020 verschwunden. Seine Freunde aus Österreich sollen ihm zur Flucht verholfen haben, sie waren die letzten, die ihn gesehen haben. Marsaleks Aufenthaltsort wird in Russland vermutet. W. gestand nach seiner Verhaftung im Frühjahr vergangenen Jahres, auch nach Marsaleks Verschwinden noch mit ihm Kontakt gehabt zu haben. Gegen W., aber auch den Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordneten Thomas Schellenbacher wird wegen Begünstigung – also Fluchthilfe – ermittelt. Letzterer sitzt derzeit wegen anderer Delikte im Gefängnis. Gegen W. wird auch in anderen Causae in Österreich ermittelt, er hat sich vorerst nach Dubai zurückgezogen.



 
Lukrative Geschäfte
Mit dem Untergang von Wirecard ging der Truppe ein großer Auftraggeber verloren. Aber das Netzwerk im In- und Ausland ließ die Geschäfte weiter blühen. W. operiert in Dubai bei einer Bank als Sicherheitschef, macht mit Kryptowährung fragliche Geschäfte und umgibt sich mit einer Truppe aktiver und damaliger Geheimdienstler.
Laut Akt hat die Clique viele Querverbindungen zu Politikern der FPÖ, für die sie auch schon in der Vergangenheit Jobs erledigten. Zum Beispiel kümmerte man sich um einen Waffenschein für den Ex-Außenministeriumsgeneralsekretär Johannes Peterlik.

Das geheime Dokument zur Nervengiftformel „Nowitschok“ fand – so glauben die Ermittler – über Peterlik und Ott seinen Weg zu Marsalek, der damit vor Brokern in London prahlte. Es gilt die Unschuldsvermutung. Und Ott sollte auf die Bitte Peterliks Papiere für den Nationalen Sicherheitsrat, das höchste parlamentarische Gremium in Sicherheitsfragen, erstellen. Was dort gesprochen wird, ist eigentlich vertraulich. Ott erledigte den Auftrag prompt. Die Konsequenz aus den vorläufigen Ermittlungsergebnissen: Peterlik wurde als Botschafter zurückbeordert und suspendiert – einzigartig in der Geschichte des Außenamts.

Chats belegen, dass er mit Ott ein Vertrauensverhältnis pflegt. Auch das dürfte in der BVT-Ära begründet liegen. Peterliks Frau, Ursula, arbeitete dort und war ebenfalls Hauptbelastungszeugin in der BVT-Affäre. Auch ihre Aussagen entpuppten sich als wenig stichhaltig. Ursula Peterlik ist übrigens die Tochter des ehemaligen niederösterreichischen ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreters Ernest Gabmann, der ebenfalls mit Marsalek gut bekannt sein dürfte, wie Zeugenaussagen belegen.

Die FPÖ-Achse
Der Ermittlungsakt zeigt auch, wie eng die BVT-Clique mit der FPÖ rund um den BVT-Skandal zusammenarbeitete. Zur Erinnerung: Herbert Kickl war zur Zeit der Razzia Innenminister. Sein Kabinett spielte eine treibende, mehr als fragwürdige Rolle bei den Ermittlungen. Also war es wichtig, dass die erzählten Geschichten für den U-Ausschuss stimmig klingen. Wohl auch deswegen schickte FPÖ-Fraktionsführer Hans-Jörg Jenewein an die Hauptbelastungszeugen – also Ott und seine Freunde – Anfragebeantwortungen zur Abstimmung. Als sie im U-Ausschuss als Auskunftspersonen befragt wurden, kannten sie die Fragen der FPÖ schon. Sie waren ihnen zur Vorbereitung zugekommen. Und Jenewein gab auch Tipps, wie man eine Ladung verhindern könnte: zum Beispiel ein Urlaub auf den Malediven.

Auch beim nächsten FPÖ-Skandal, knapp ein Jahr später, arbeitete die FPÖ wieder eng mit Ott zusammen: Das Ibiza-Video erschien Mitte Mai 2019. Am 30.5.
schrieb der FPÖ-Abgeordnete Christian Hafenecker an Parteichef Heinz-Christian Strache: „Wenn wir das dem BVT und somit auch der VP umhängen können, sind die im Herbst bei den Wahlen hin.“ Daran wurde dann mit tatkräftiger Unterstützung des Ex-BVT-Netzwerks gearbeitet: Es gab Behauptungen, BVT-Mitarbeiter seien mit Strache im Flieger nach Ibiza gesessen und hätten das Komplott eingefädelt. Ott verschickte mit Lügen gespickte Dossiers über die Ermittler der Soko, die teils aus dem BVT stammten. Und es gingen anonyme Anzeigen mit weiteren Verleumdungen bei der Staatsanwaltschaft ein. Sie sollen aus Otts Feder stammen.

Jenewein ließ eine Anfrage der „Presse am Sonntag“ unbeantwortet. Gegen den Ex-Abgeordneten wird jedenfalls ermittelt. Bei einer Razzia vergangenen Herbst wurden viele klassifizierte Dokumente gefunden. Es wird auch ermittelt, ob Geld für Informationen, die durch Amtsmissbrauch entstanden sein könnten, geflossen ist. Jenewein streitet alles ab. Konsequenzen? In der FPÖ offenbar keine. Er soll auch im aktuellen U-Ausschuss-Team der Blauen wieder mitarbeiten.
Ott pflegte übrigens auch Kontakte zu anderen Politikern, wie die Chatauswertungen zeigen: Darunter etwa der Neos-Abgeordnete Helmut Brandstätter oder Peter Pilz.

Modus operandi
Eigentlich muss man den Ex-Beamten großes nachrichtendienstliches Geschick attestieren. Der Modus operandi ist ausgeklügelt: Es geht um Informationsbeschaffungen ohne dienstlichen Hintergrund, über Personen aus Behörden, Ministerien, Politik, Wirtschaft und Medien inklusive Aufklärung des privaten Umfelds durch nachrichtendienstliche Mittel und Methoden. Die Aufträge kamen aus Wirtschaft und Politik im In- und Ausland. Zur Umsetzung wurden Mitarbeiter in Behörden und Ministerien im In- und Ausland angeworben. Darum kam es zuletzt zu Suspendierungen in BVT, Bundeskriminalamt und Innenressort.

Es geht um die gezielte Weitergabe und Streuung von Falschinformationen in Kombination mit tatsächlichen Fakten und klassifizierten Informationen. So soll versucht worden sein, Ermittlungsbehörden zu spalten – Stichwort: die BVT-Causa oder die Ibiza-Ermittlungen. So kann man einen Staat destabilisieren – und das ist vor dem Hintergrund, dass Marsalek zu hoher Wahrscheinlichkeit für fremde Mächte arbeitete, brandgefährlich. Zur Erinnerung: Es war der Wirecard-Vorstand, der der FPÖ plötzlich Vorschläge für die Leitung des BVT zukommen ließ.

Die Ex-BVTler versuchten die Politik zu beeinflussen, indem das Interpellationsrecht missbraucht wurde. Mittels parlamentarischer Anfragen wurden viele Falschinformationen in die Welt gesetzt. Medien – wie die „Presse“ –, die kritisch über die Hintergründe der BVT-Causa berichten, wurden diffamiert. Es wurden Falschinformationen über Redakteure, angebliche intime Verhältnisse mit Beamten, vermeintliche Netzwerke oder politische Gesinnung in die Welt gesetzt. Mittels abgestimmter Fakepostings wurde im „Presse“-Forum Stimmung gemacht, wie die Ermittlungen nun zeigen.

Kanuausflug. An Politik und Medien wurden widerrechtlich erlangte Informationen weitergegeben. Momentan ist die Clique mit dem Auslesen, Verwerten und Propagieren von mehreren Handys beschäftigt, deren Inhalte sie illegal von hochrangigen Innenministeriumsmitarbeitern abgezogen haben sollen. Hintergrund: Wolfgang Sobotka machte im Sommer 2017 mit seinen Kabinettsmitarbeitern einen Kanuausflug. Weil Katharina Nehammer zu viel gewackelt hatte, kenterten die Boote. Das halbe Kabinett fiel ins Wasser und mit ihnen die Handys. Die Geräte landeten zur Reparatur bei Anton H. Der behauptete, es sei nichts mehr zu retten. Laut Ermittlungen soll er aber Kopien gezogen haben.

Der schwache Staat
Die Machenschaften dieser kleinen, verschworenen Truppe kosten den Staat viel: Geld, Reputation und Vertrauen der Bevölkerung. Das Spiel konnte aber nur funktionieren, weil es auf fruchtbare Erde fiel. Das alles muss auch vor dem Hintergrund eines zerrütteten Innenressorts gesehen werden.
Die ausgewerteten Handy-Chats des Ex-Kabinettschefs Michael Kloibmüller zeigen, wie dort teilweise agiert wurde, wie mit Postenvergaben umgegangen wurde, wie rau der Ton war.

Der Erfolg der Ex-BVT-Beamten war nur möglich, weil die Justiz durch Streitigkeiten an Schlagkraft verloren hatte und wohl auch darum die Versuche der Instrumentalisierung nicht gesehen hat.

Und auch einige Abgeordnete in Regierungs- wie in Oppositionsfunktion sind sich ihrer Grenzen und Aufgaben offenbar nicht mehr ganz bewusst. Die der „Presse“ vorliegenden Chats zeigen, dass sie anstatt die demokratischen Spielregeln hochzuhalten (was ihre Aufgabe im Parlament wäre) diese teils konterkariert haben. Aktenzeichen 711 St 39/17d steht für viele Geschichten, die die „Presse“ in nächster Zeit transparent machen will.

https://t.me/TeamHCStrache