Man stelle sich vor, russische Kriegsschiffe dringen in US-Gewässer ein!
https://www.oe24.at/welt/russisches-kriegsschiff-vertreibt-us-u-boot-vor-kurilen/510443541
https://t.me/TeamHCStrache
https://www.oe24.at/welt/russisches-kriegsschiff-vertreibt-us-u-boot-vor-kurilen/510443541
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www.oe24.at
Russisches Kriegsschiff vertreibt US-U-Boot vor Kurilen
Militärattache ins russische Verteidigungsministerium zitiert.
Forwarded from henning rosenbusch - Channel
"Ab März sollen für alle – Geimpfte und Ungeimpfte – sämtliche Corona-Regeln fallen, berichtet oe24. Sperrstunde, Maskenpflicht auch in der Schule, Publikumsbeschränkungen sollen demnach aufgehoben werden."
https://www.merkur.de/welt/freedom-day-oesterreich-corona-regeln-maerz-wann-massnahmen-zr-91339203.html
t.me/Rosenbusch
https://www.merkur.de/welt/freedom-day-oesterreich-corona-regeln-maerz-wann-massnahmen-zr-91339203.html
t.me/Rosenbusch
Forwarded from Der Kulturanalyst
Doppelt so hohe Inzidenzen bei den Geboosterten!!!
Im Bild aufgezeigt sind die durchschnittlichen 7-Tage-Inzidenzen der Geboosterten & der Ungeimpften gemäß den Daten des "COVID-19 vaccine surveillance report Week 6" (UK) für die KWs 2 bis 5.
In JEDER Altersgruppe, für die aktuell eine Impfpflicht diskutiert wird, weisen die Geboosterten (!) eine höhere Inzidenz auf als die Ungeimpften.
Bei den 30 bis 69-jährigen ist diese sogar mehr als doppelt so hoch!
WIESO LESE ICH DAVON NIRGENDWO ETWAS? WO SIND DIE ERKLÄRUNGEN?
Abonniere den Telegram-Kanal "Der subjektive Student", um keine Videos zu verpassen! Danke!
Meine Arbeit unterstützen kann man HIER.
Im Bild aufgezeigt sind die durchschnittlichen 7-Tage-Inzidenzen der Geboosterten & der Ungeimpften gemäß den Daten des "COVID-19 vaccine surveillance report Week 6" (UK) für die KWs 2 bis 5.
In JEDER Altersgruppe, für die aktuell eine Impfpflicht diskutiert wird, weisen die Geboosterten (!) eine höhere Inzidenz auf als die Ungeimpften.
Bei den 30 bis 69-jährigen ist diese sogar mehr als doppelt so hoch!
WIESO LESE ICH DAVON NIRGENDWO ETWAS? WO SIND DIE ERKLÄRUNGEN?
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Forwarded from Irfan Peci (Irfan)
In ca 5 Min mach ich spontan doch noch den Stream heute!
https://www.youtube.com/watch?v=upagaolEwe4&ab_channel=IrfanPeci
https://www.youtube.com/watch?v=upagaolEwe4&ab_channel=IrfanPeci
Das US-Militär kontrolliert den Gesundheitszustand seiner Soldaten. Doch die Krankheiten explodieren!
Und viele Beobachter sind sich sicher, dass dies die ersten Statistiken zu einer Epidemie an Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen sind!
Univ.Doz. Dr. Hannes Strasser steht in Kontakt mit jenen US-Ärzten, die die Daten bearbeiten. Er hat die Unterlagen und spricht im AUF1-Gespräch am Samstag über diese erschreckenden Zahlen.
➡️ Das Interview erscheint am 12. Februar bei www.auf1.tv
➡️ Das Buch „Raus aus dem Corona-Chaos“ von Mag. Gerald Hauser und Dr. Hannes Strasser ist im AUF1 Shop erhältlich:
https://www.auf1.shop/collections/buecher/products/raus-aus-dem-corona-chaos
Und viele Beobachter sind sich sicher, dass dies die ersten Statistiken zu einer Epidemie an Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen sind!
Univ.Doz. Dr. Hannes Strasser steht in Kontakt mit jenen US-Ärzten, die die Daten bearbeiten. Er hat die Unterlagen und spricht im AUF1-Gespräch am Samstag über diese erschreckenden Zahlen.
➡️ Das Interview erscheint am 12. Februar bei www.auf1.tv
➡️ Das Buch „Raus aus dem Corona-Chaos“ von Mag. Gerald Hauser und Dr. Hannes Strasser ist im AUF1 Shop erhältlich:
https://www.auf1.shop/collections/buecher/products/raus-aus-dem-corona-chaos
AUF1 Shop
Raus aus dem Corona-Chaos
Ein kompetenter Arzt und ein erfahrener Politiker bringen zusammen Ordnung ins Corona-Chaos und zeigen konstruktive Auswege aus der momentanen Krisenstimmung auf. Dieses Buch wird Ihre medizinischen und politischen Fragen zum Thema Corona verständlich, ehrlich…
Forwarded from Wochenblick
Aus Panik, die Russen könnten seine DNA stehlen, verweigerte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen Covid-19-Test anlässlich seines Treffens mit Amtskollegen Vladimir Putin in Moskau.
https://www.wochenblick.at/welt/panik-wegen-dna-raub-macron-verweigert-covid-test-fuer-putin-treffen/
https://www.wochenblick.at/welt/panik-wegen-dna-raub-macron-verweigert-covid-test-fuer-putin-treffen/
Wochenblick.at
Panik wegen DNA-Raub: Macron verweigert Covid-Test für Putin-Treffen
Anlässlich seines Besuchs beim russischen Präsidenten Wladimir Putin schaltete sein Amtskollege aus Frankreich in den Panik-Modus: Emmanuel Macron verweigerte
09.05.2017
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/klaus-pueschel-dna-codes-aller-menschen-in-deutschland-erfassen-a-1146775.html
https://t.me/TeamHCStrache
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/klaus-pueschel-dna-codes-aller-menschen-in-deutschland-erfassen-a-1146775.html
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Spiegel
"Wir sollten den DNA-Code von jedem Menschen in unserem Lande haben"
Nach Ansicht des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel sollten die DNA-Codes aller Menschen in Deutschland gespeichert werden - zur Bekämpfung schwerer Kriminalität. Datenschützer sind entsetzt.
Immer diese bösen Verschwörungstheorien! 😉
https://de.rt.com/international/112380-bill-gates-warnt-vor-nachsten/
https://de.rt.com/international/112380-bill-gates-warnt-vor-nachsten/
RT DE
Bill Gates warnt vor der nächsten Pandemie: "Zehnmal so schlimm"
Gates kritisierte "Impfnationalismus" und Leichtfertigkeit im Umgang mit der Pandemie. Er warnte zudem, die Menschen seien nicht auf die nächste Pandemie vorbereitet. Diese Pandemie sei schlimm, aber eine künftige Pandemie könne "zehnmal" so schlimm werden.
Forwarded from AUF1
Neueste, erdrückende Beweislage: Covid-Impfung brandgefährlich 💉🔥
Die zweite "Corona Lage AUF1" mit den beiden Experten: Univ.-Doz. Dr. Hannes Strasser ist Impfarzt, Notarzt und Urologe. Mag. Gerald Hauser ist Abgeordneter zum österreichischen Parlament. Wie Kriminalisten sind sie in die Materie "Corona" und "Impfung" vertieft und können anhand zahlreicher aktueller Fakten nachweisen: Die Covid-19-Impfung rettet uns nicht vor Corona, vielmehr kommt eine massive und furchtbare Welle von Nebenwirkungen und schweren Krankheiten auf uns zu!
➡️ Den ganzen Beitrag AUF1.TV ansehen: https://www.auf1.tv/stefan-magnet-auf1/neueste-erdrueckende-beweislage-covid-impfung-brandgefaehrlich
➡️ Die erste Sendung mit Strasser und Hauser bei AUF1 vom 18. Dezember 2021 sehen sie hier: https://auf1.tv/stefan-magnet-auf1/einmal-geimpft-und-nie-wieder-der-arzt-und-der-politiker-im-gegenangriff
Die zweite "Corona Lage AUF1" mit den beiden Experten: Univ.-Doz. Dr. Hannes Strasser ist Impfarzt, Notarzt und Urologe. Mag. Gerald Hauser ist Abgeordneter zum österreichischen Parlament. Wie Kriminalisten sind sie in die Materie "Corona" und "Impfung" vertieft und können anhand zahlreicher aktueller Fakten nachweisen: Die Covid-19-Impfung rettet uns nicht vor Corona, vielmehr kommt eine massive und furchtbare Welle von Nebenwirkungen und schweren Krankheiten auf uns zu!
➡️ Den ganzen Beitrag AUF1.TV ansehen: https://www.auf1.tv/stefan-magnet-auf1/neueste-erdrueckende-beweislage-covid-impfung-brandgefaehrlich
➡️ Die erste Sendung mit Strasser und Hauser bei AUF1 vom 18. Dezember 2021 sehen sie hier: https://auf1.tv/stefan-magnet-auf1/einmal-geimpft-und-nie-wieder-der-arzt-und-der-politiker-im-gegenangriff
auf1.tv
Neueste, erdrückende Beweislage: Covid-Impfung brandgefährlich
Die zweite "Corona Lage AUF1" mit den beiden Experten: Univ.-Doz. Dr. Hannes Strasser ist Impfarzt, Notarzt und Urologe. Mag. Gerald Hauser ist Abgeordneter zum österreichischen Parlament.
„In 4 Tagen ist Krieg“ – USA nennen Datum für russischen Angriff auf die Ukraine
@AntiSpiegel: weiter lesen
https://t.me/TeamHCStrache
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Forwarded from Wochenblick
In der allgemeinen Angst-Spirale wurden kritische Forscher und Mediziner seit zwei Jahren regelmäßig von den Systemmedien geschnitten. Häufig lagen Sie mit ihren Einschätzungen richtig, wurden aber in der Regel nur von freien, alternativen Medien wie Wochenblick auch entsprechend gewürdigt. Nun öffnen sich auch bislang verschlossene Ohren.
https://www.wochenblick.at/koerper-geist/alles-kommt-ans-licht-psychiater-erklaert-warum-mehrheit-mitmachte/
https://www.wochenblick.at/koerper-geist/alles-kommt-ans-licht-psychiater-erklaert-warum-mehrheit-mitmachte/
Wochenblick.at
Alles kommt ans Licht: Psychiater erklärt, warum Mehrheit mitmachte
Das Corona-Angst-Narrativ bricht zusammen, immer mehr Medien und Experten bemühen sich um einen gesichtswahrenden Ausweg, gestehen auch Ungereimtheiten und Irr
Forwarded from Wochenblick
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Die Polizei versuchte mit einem Riesen-Aufgebot die Menschen davon abzuhalten, sich dem Freiheits-Konvoi anzuschließen. Doch findige Bürger lassen sich davon nicht beeindrucken und wissen sich zu helfen. Dieser Teilnehmer hier fährt nicht "zur Demo", sondern "zur Doris". 😉
Hier haben wir einige der besten bisherigen Eindrücke für Sie gesammelt:
https://www.wochenblick.at/oesterreich/widerstand-laesst-sich-nicht-verbieten-freiheits-konvoi-rollt-durch-wien/
Hier haben wir einige der besten bisherigen Eindrücke für Sie gesammelt:
https://www.wochenblick.at/oesterreich/widerstand-laesst-sich-nicht-verbieten-freiheits-konvoi-rollt-durch-wien/
Forwarded from Wochenblick
Nur noch knapp 7 Tage hat Gesundheitsminister Mückstein, um die Fragen des VfGH zu einer Reihe von Corona-Maßnahmen zu beantworten. Universitätsdozent Dr. Hannes Strasser bezweifelt, dass für die bisherigen Corona-Maßnahmen der Regierung überhaupt irgendeine Grundlage gibt.
https://www.wochenblick.at/corona/vfgh-fragen-steht-jetzt-das-corona-narrativ-der-regierung-vor-endgueltigem-aus/
https://www.wochenblick.at/corona/vfgh-fragen-steht-jetzt-das-corona-narrativ-der-regierung-vor-endgueltigem-aus/
Wochenblick.at
VfGH-Fragen: Steht jetzt das Corona-Narrativ der Regierung vor endgültigem Aus?
Am 26.1.2022 verlangte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) im Rahmen des Überprüfungsverfahrens zum Corona-Maßnahmen-Gesetz von der Regierung genaue Auskünfte
Forwarded from exxpress.at
„Impft ins Leere": Felix Baumgartner schießt scharf gegen Wolfgang Mückstein!
„Während viele Länder weltweit gerade ihre Corona Maßnahmen zurücknehmen, Israel hebt sogar den grünen Pass auf, führt die österreichische Regierung die Impfpflicht für alle ab 18 Jahren ein. Wolfgang Mückstein, Arzt ohne Grenzen, degradiert sich damit erneut zum pandemischen Geisterfahrer!”, wettert Baumgartner.
Nach Baumgartners Meinung fahre Mückstein “mit dieser Entscheidung einmal mehr auf der falschen Seite der Impfstraße.“
https://exxpress.at/impft-ins-leere-felix-baumgartner-schiesst-scharf-gegen-wolfgang-mueckstein/
„Während viele Länder weltweit gerade ihre Corona Maßnahmen zurücknehmen, Israel hebt sogar den grünen Pass auf, führt die österreichische Regierung die Impfpflicht für alle ab 18 Jahren ein. Wolfgang Mückstein, Arzt ohne Grenzen, degradiert sich damit erneut zum pandemischen Geisterfahrer!”, wettert Baumgartner.
Nach Baumgartners Meinung fahre Mückstein “mit dieser Entscheidung einmal mehr auf der falschen Seite der Impfstraße.“
https://exxpress.at/impft-ins-leere-felix-baumgartner-schiesst-scharf-gegen-wolfgang-mueckstein/
exxpress.at
“Impft ins Leere”: Felix Baumgartner schießt scharf gegen Wolfgang Mückstein
Felix Baumgartner ist für seine skeptische Einstellung zu den Pandemie-Maßnahmen und der Impfung bekannt. Nun meldet er sich wieder zur "Causa Corona" zu Wort – und wettert gegen Gesundheitsminister Mückstein und die Impfpflicht.
»SO VIELE HERZIS BEKOMMT SONST KEINER«
Die Herzi-SMS von Katia Wagner an Wolfgang Fellner
https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/die-herzi-sms-von-katia-wagner-an-wolfgang-fellner/510468176
https://t.me/TeamHCStrache
Die Herzi-SMS von Katia Wagner an Wolfgang Fellner
https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/die-herzi-sms-von-katia-wagner-an-wolfgang-fellner/510468176
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Wien-Landstraße.
12.02.2022 um 19:40
von Anna Thalhammer, Die Presse
BVT, Wirecard, Ibiza. Eine Clique aus Ex-BVT-Beamten ist in viele Skandale verstrickt. Laut Ermittlungsakt sollen sie das Land mithilfe eines korrupten Netzwerks in Behörden im In- und Ausland, gezielt gestreuten Falschinformationen und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung gegängelt haben. Das geht nur, wenn der Staat schwach und Politiker opportun geworden sind.
711 St 39/17d. Hinter dieser Aktenzahl der Staatsanwaltschaft Wien befinden sich viele Geschichten, die in der Zusammenschau ein Bild eines Tiefen Staates zeichnen. Es geht um Beamte des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), gegen die die Staatsanwaltschaft Wien viele Verdachtsmomente hegt: sensible Informationsbeschaffung und Datendiebstahl gegen Geld auf der einen; den Verdacht der Russlandspionage, schmutziges Geld und kriminelle Vereinigungen auf der anderen Seite. Und noch mehr: Dabei sind Protagonisten der Skandale rund um die Meinl-Bank, Wirecard, Ibiza und das BVT selbst. Es geht um opportune Politiker und einen schwachen Staat, die derartige Machenschaften erst auf fruchtbaren Boden fallen lassen. Der bisher streng geheim gehaltene Verschlussakt liegt der „Presse am Sonntag“ vor. Er offenbart, in welch schlechtem Zustand der Sicherheitsapparat derzeit ist. Und dass einige, wenige Personen mit krimineller Energie tatsächlich ausreichen, um ein Land jahrelang vor sich herzutreiben.
Was heute zu den größten Skandalen des Landes und einen U-Ausschuss nach dem anderen führt, begann mit einer Männerfreundschaft in den 1990er-Jahren. Martin W., Egisto Ott und der IT-Experte Anton H. kennen sich seit vielen Jahren, fristeten ihren Dienst gemeinsam in der EBT (Einsatzgruppe zur Terrorismusbekämpfung). Die Einheit wurde auch wegen Unregelmäßigkeiten Anfang der Nullerjahre wieder aufgelöst. Die drei Freunde trafen sich in der Nachfolgeorganisation BVT wieder – und gerieten auf Abwege.
Jahre im BVT
Dabei begann alles gut. Martin W. machte eine außergewöhnlich schnelle Karriere. Er wurde zum Leiter der wichtigsten und größten Abteilung. Dennoch verließ er das Amt 2017 nach internen Querelen. Im selben Jahr schied auch sein alter Freund Egisto Ott aus, nachdem er der Russland-Spionage bezichtigt worden war. Er wurde darum zuerst mit erheblichen Gehaltseinbußen belegt, in die Sicherheitsakademie (SIAK) versetzt und nach einer Razzia vergangenes Jahr schließlich suspendiert.
Der IT-Techniker Anton H. war wie beide seiner Freunde Hauptbelastungszeuge und somit Hauptauslöser im BVT-Skandal. Die (großteils schlicht faktenwidrigen) Aussagen der Clique hatten die dazu ermittelnde Staatsanwältin Ursula Schmudermayer nach eigenen Angaben zu der berüchtigten Hausdurchsuchung im Verfassungsschutz veranlasst. An den Folgen der Razzia knabbert das Amt bis heute. Sein Ruf ist ruiniert – daran ändert auch der neue Name und eine jüngst abgeschlossene Reform vorerst nicht sehr viel.
Der IT-Techniker H. betrat das BVT nach Aufkommen der Affäre nie wieder und wurde in eine Polizeistation in Favoriten versetzt. Auch er ist mittlerweile vom Dienst suspendiert, weil er im BVT illegal Daten von ihm anvertrauten Geräten gesaugt haben soll. Bei ihm fand vergangenes Jahr ebenfalls eine Razzia statt. Die sichergestellten Geräte werden derzeit ausgewertet.
Die Liste jener Delikte, die man den Ex-BVT-Beamten heute vorwirft, ist lang: Sie geht vom Verdacht der Begünstigung (Fluchthilfe), Missbrauch der Amtsgewalt, Verletzung des Amtsgeheimnisses, Bestechung und Bestechlichkeit, Verdacht des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, Verdacht der Unterdrückung von Beweismitteln, Vermutete Verstöße gegen das Waffengesetz, Verdacht der Unterschlagung, Verdacht der Veruntreuung, bis zum Verdacht der Verleumdung und dem Verrat von Staatsgeheimnissen. Außerdem ermittelt die Finanz.
Die Privatwirtschaft
12.02.2022 um 19:40
von Anna Thalhammer, Die Presse
BVT, Wirecard, Ibiza. Eine Clique aus Ex-BVT-Beamten ist in viele Skandale verstrickt. Laut Ermittlungsakt sollen sie das Land mithilfe eines korrupten Netzwerks in Behörden im In- und Ausland, gezielt gestreuten Falschinformationen und nachrichtendienstlicher Instrumentalisierung gegängelt haben. Das geht nur, wenn der Staat schwach und Politiker opportun geworden sind.
711 St 39/17d. Hinter dieser Aktenzahl der Staatsanwaltschaft Wien befinden sich viele Geschichten, die in der Zusammenschau ein Bild eines Tiefen Staates zeichnen. Es geht um Beamte des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), gegen die die Staatsanwaltschaft Wien viele Verdachtsmomente hegt: sensible Informationsbeschaffung und Datendiebstahl gegen Geld auf der einen; den Verdacht der Russlandspionage, schmutziges Geld und kriminelle Vereinigungen auf der anderen Seite. Und noch mehr: Dabei sind Protagonisten der Skandale rund um die Meinl-Bank, Wirecard, Ibiza und das BVT selbst. Es geht um opportune Politiker und einen schwachen Staat, die derartige Machenschaften erst auf fruchtbaren Boden fallen lassen. Der bisher streng geheim gehaltene Verschlussakt liegt der „Presse am Sonntag“ vor. Er offenbart, in welch schlechtem Zustand der Sicherheitsapparat derzeit ist. Und dass einige, wenige Personen mit krimineller Energie tatsächlich ausreichen, um ein Land jahrelang vor sich herzutreiben.
Was heute zu den größten Skandalen des Landes und einen U-Ausschuss nach dem anderen führt, begann mit einer Männerfreundschaft in den 1990er-Jahren. Martin W., Egisto Ott und der IT-Experte Anton H. kennen sich seit vielen Jahren, fristeten ihren Dienst gemeinsam in der EBT (Einsatzgruppe zur Terrorismusbekämpfung). Die Einheit wurde auch wegen Unregelmäßigkeiten Anfang der Nullerjahre wieder aufgelöst. Die drei Freunde trafen sich in der Nachfolgeorganisation BVT wieder – und gerieten auf Abwege.
Jahre im BVT
Dabei begann alles gut. Martin W. machte eine außergewöhnlich schnelle Karriere. Er wurde zum Leiter der wichtigsten und größten Abteilung. Dennoch verließ er das Amt 2017 nach internen Querelen. Im selben Jahr schied auch sein alter Freund Egisto Ott aus, nachdem er der Russland-Spionage bezichtigt worden war. Er wurde darum zuerst mit erheblichen Gehaltseinbußen belegt, in die Sicherheitsakademie (SIAK) versetzt und nach einer Razzia vergangenes Jahr schließlich suspendiert.
Der IT-Techniker Anton H. war wie beide seiner Freunde Hauptbelastungszeuge und somit Hauptauslöser im BVT-Skandal. Die (großteils schlicht faktenwidrigen) Aussagen der Clique hatten die dazu ermittelnde Staatsanwältin Ursula Schmudermayer nach eigenen Angaben zu der berüchtigten Hausdurchsuchung im Verfassungsschutz veranlasst. An den Folgen der Razzia knabbert das Amt bis heute. Sein Ruf ist ruiniert – daran ändert auch der neue Name und eine jüngst abgeschlossene Reform vorerst nicht sehr viel.
Der IT-Techniker H. betrat das BVT nach Aufkommen der Affäre nie wieder und wurde in eine Polizeistation in Favoriten versetzt. Auch er ist mittlerweile vom Dienst suspendiert, weil er im BVT illegal Daten von ihm anvertrauten Geräten gesaugt haben soll. Bei ihm fand vergangenes Jahr ebenfalls eine Razzia statt. Die sichergestellten Geräte werden derzeit ausgewertet.
Die Liste jener Delikte, die man den Ex-BVT-Beamten heute vorwirft, ist lang: Sie geht vom Verdacht der Begünstigung (Fluchthilfe), Missbrauch der Amtsgewalt, Verletzung des Amtsgeheimnisses, Bestechung und Bestechlichkeit, Verdacht des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, Verdacht der Unterdrückung von Beweismitteln, Vermutete Verstöße gegen das Waffengesetz, Verdacht der Unterschlagung, Verdacht der Veruntreuung, bis zum Verdacht der Verleumdung und dem Verrat von Staatsgeheimnissen. Außerdem ermittelt die Finanz.
Die Privatwirtschaft
Innerlich hatten die Beamten dem Staatsapparat also trotz aufrechter Dienstverhältnisse den Rücken zugekehrt und versuchten sich mit ihren nachrichtendienstlichen Fertigkeiten in der freien Wirtschaft. Sie fanden bald einen potenten Auftraggeber: Wirecard – oder genauer gesagt dessen Vorstand Jan Marsalek. Martin W. kannte ihn von einer Veranstaltung im Jahr 2015 und heuerte nach seinem Ausscheiden aus dem BVT bei ihm an, wurde bald einer seiner engsten Vertrauten und bezog ein Büro in dessen Villa in der Prinzregentenstraße in München. In seiner neuen Rolle verschaffte er seinen alten Freunden Aufträge: Einmal sollten die Sicherheitsexperten etwa einen abhörsicheren Raum in seiner Villa in München bauen und die Villa auf Wanzen absuchen.
Ein andermal sollten sie für Marsalek wieder Personen abklären. In einer der „Presse“ vorliegenden Auftragsliste finden sich Menschen aus Marsaleks familiären Umfeld ebenso wie Geschäftspartner und Investoren von Wirecard.
Die Daten zogen die Beschuldigten nicht unbedingt selbst aus den Polizeicomputern – ihnen wurden die Zugriffsberechtigungen großteils entzogen. Die Ermittlungen befördern ein ganzes Netz an Zuträgern im Innenministerium, BVT, Bundeskriminalamt und Finanz. Es gab darum zuletzt einige Suspendierungen. Das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung betont in seinen Ausführungen, dass man aber davon ausgehen muss, dass noch nicht alle Leaks gefunden wurden.
Dazu kommen Otts gute Netzwerke im Ausland, die er sich in seiner Zeit als Polizeiattaché aufgebaut hat – Marsaleks Aufträge wurden auch über diese Kanäle erledigt. „Ich dachte immer, dass es legitime Anfragen aus dienstlichen Gründen waren“, sagte etwa ein italienischer Carabinieri bei seiner Zeugeneinvernahme vor Kurzem. Er zeigte sich erstaunt darüber, dass sein alter Bekannter Egisto schon lange nicht mehr im BVT arbeitet. Ein anderer, Schweizer Kollege wusste das offenbar schon und schloss sich dem Geschäftsmodell aber an. Gegen ihn wird nun auch ermittelt.
Ott chattete mit seinen Informanten unter dem Decknamen Giovanni Parmigiano. Aus der „Presse“ vorliegender Konversation geht hervor, dass sich die beiden über durchaus große Summen an Geld für derartige Aufträge unterhielten. Und Geld dürfte Ott gebraucht haben: Seine Lebenshaltungskosten lagen nach Analyse der Beamten deutlich über seinem Einkommen. Auf seinen Konten gibt es große Summen an Bareinlagen, deren Herkunft nun geprüft wird.
Auf Otts Liste der abzuklärenden Personen standen übrigens auch einige Wirecard-Führungskräfte und Schlüsselfiguren im Bilanzskandal. Warum? „Es besteht der Verdacht, diese Abklärung habe Ott direkt im Auftrag der angeführten Personen rund um Wirecard ausgeführt, um eventuell bestehende internationale Fahndungsmaßnahmen abzuklären“, mutmaßen die Ermittler des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung.
Das Libyen-Projekt
Die Ex-BVTler arbeiteten mit Marsalek an ihren Geschäftsbeziehungen zu Libyen. W. beauftragte Ott mit mehreren Personenabklärungen zum „Projekt LY“. Der Truppe gelang es laut Chatauswertungen auch, Aufträge der libyschen Botschaft in Österreich zu lukrieren. In einem Fall ging es um die Bewachung eines Gebäudes, um die Einhaltung von Covid-Quarantänemaßnahmen.
Die Truppe pflegte gute Kontakte in die türkis-blaue Regierung – vor allem zur FPÖ. Sie brachten auch hochrangige Staatsvertreter dazu, Beziehungen zwischen Österreich und dem krisengebeutelten nordafrikanischen Staat zu knüpfen. So schrieb etwa der ehemalige Außenministeriums-Generalsekretär Johannes Peterlik am 25. Jänner 2019 an Ott: „Ich begrüße den lyrischen (sic!) Präsidenten am Sonntag am Flughafen – wie gewünscht“. Und dann: „Bin schon mit euren Freunden am Flughafen“. Wer das sein soll, ist unklar. Otts Anwalt will prinzipiell keine Anfragen beantworten.
Der libyische Ministerpräsident Fayez al-Sarraj war in Wien und sprach mit dem Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz über Migration und wirtschaftliche Beziehungen. Zur Erinnerung: Auch Marsalek hatte in Libyen Geschäftsinteressen.
Ein andermal sollten sie für Marsalek wieder Personen abklären. In einer der „Presse“ vorliegenden Auftragsliste finden sich Menschen aus Marsaleks familiären Umfeld ebenso wie Geschäftspartner und Investoren von Wirecard.
Die Daten zogen die Beschuldigten nicht unbedingt selbst aus den Polizeicomputern – ihnen wurden die Zugriffsberechtigungen großteils entzogen. Die Ermittlungen befördern ein ganzes Netz an Zuträgern im Innenministerium, BVT, Bundeskriminalamt und Finanz. Es gab darum zuletzt einige Suspendierungen. Das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung betont in seinen Ausführungen, dass man aber davon ausgehen muss, dass noch nicht alle Leaks gefunden wurden.
Dazu kommen Otts gute Netzwerke im Ausland, die er sich in seiner Zeit als Polizeiattaché aufgebaut hat – Marsaleks Aufträge wurden auch über diese Kanäle erledigt. „Ich dachte immer, dass es legitime Anfragen aus dienstlichen Gründen waren“, sagte etwa ein italienischer Carabinieri bei seiner Zeugeneinvernahme vor Kurzem. Er zeigte sich erstaunt darüber, dass sein alter Bekannter Egisto schon lange nicht mehr im BVT arbeitet. Ein anderer, Schweizer Kollege wusste das offenbar schon und schloss sich dem Geschäftsmodell aber an. Gegen ihn wird nun auch ermittelt.
Ott chattete mit seinen Informanten unter dem Decknamen Giovanni Parmigiano. Aus der „Presse“ vorliegender Konversation geht hervor, dass sich die beiden über durchaus große Summen an Geld für derartige Aufträge unterhielten. Und Geld dürfte Ott gebraucht haben: Seine Lebenshaltungskosten lagen nach Analyse der Beamten deutlich über seinem Einkommen. Auf seinen Konten gibt es große Summen an Bareinlagen, deren Herkunft nun geprüft wird.
Auf Otts Liste der abzuklärenden Personen standen übrigens auch einige Wirecard-Führungskräfte und Schlüsselfiguren im Bilanzskandal. Warum? „Es besteht der Verdacht, diese Abklärung habe Ott direkt im Auftrag der angeführten Personen rund um Wirecard ausgeführt, um eventuell bestehende internationale Fahndungsmaßnahmen abzuklären“, mutmaßen die Ermittler des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung.
Das Libyen-Projekt
Die Ex-BVTler arbeiteten mit Marsalek an ihren Geschäftsbeziehungen zu Libyen. W. beauftragte Ott mit mehreren Personenabklärungen zum „Projekt LY“. Der Truppe gelang es laut Chatauswertungen auch, Aufträge der libyschen Botschaft in Österreich zu lukrieren. In einem Fall ging es um die Bewachung eines Gebäudes, um die Einhaltung von Covid-Quarantänemaßnahmen.
Die Truppe pflegte gute Kontakte in die türkis-blaue Regierung – vor allem zur FPÖ. Sie brachten auch hochrangige Staatsvertreter dazu, Beziehungen zwischen Österreich und dem krisengebeutelten nordafrikanischen Staat zu knüpfen. So schrieb etwa der ehemalige Außenministeriums-Generalsekretär Johannes Peterlik am 25. Jänner 2019 an Ott: „Ich begrüße den lyrischen (sic!) Präsidenten am Sonntag am Flughafen – wie gewünscht“. Und dann: „Bin schon mit euren Freunden am Flughafen“. Wer das sein soll, ist unklar. Otts Anwalt will prinzipiell keine Anfragen beantworten.
Der libyische Ministerpräsident Fayez al-Sarraj war in Wien und sprach mit dem Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz über Migration und wirtschaftliche Beziehungen. Zur Erinnerung: Auch Marsalek hatte in Libyen Geschäftsinteressen.
Man wollte dort als Zahlungsdienstleister Fuß fassen, außerdem besaß Marsalek Betonfabriken.
Er sprach auch großspurig davon, das Land neu aufbauen zu wollen – dafür wollte er Gelder sammeln und klopfte auch in österreichischen Ministerien an. Teil des Plans – so berichten damals Beteiligte der „Presse“ – sei eine 15.000 Mann starke Miliz gewesen, die an der südlichen libyschen Grenze Migrationsströme hätte aufhalten sollen. Den Kern sollte die sogenannte Wagner-Group bilden, ein privates russisches Sicherheitsunternehmen, das im Interesse der russischen Regierung operiert. Der „Presse“ liegen Fotos vor, auf denen Martin W., gemeinsam mit Marsalek und dem ehemaligen libyschen Geheimdienstchef Rami El Obei die Nächte durchfeierte.
Marsalek ist seit dem Sommer 2020 verschwunden. Seine Freunde aus Österreich sollen ihm zur Flucht verholfen haben, sie waren die letzten, die ihn gesehen haben. Marsaleks Aufenthaltsort wird in Russland vermutet. W. gestand nach seiner Verhaftung im Frühjahr vergangenen Jahres, auch nach Marsaleks Verschwinden noch mit ihm Kontakt gehabt zu haben. Gegen W., aber auch den Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordneten Thomas Schellenbacher wird wegen Begünstigung – also Fluchthilfe – ermittelt. Letzterer sitzt derzeit wegen anderer Delikte im Gefängnis. Gegen W. wird auch in anderen Causae in Österreich ermittelt, er hat sich vorerst nach Dubai zurückgezogen.
Lukrative Geschäfte
Mit dem Untergang von Wirecard ging der Truppe ein großer Auftraggeber verloren. Aber das Netzwerk im In- und Ausland ließ die Geschäfte weiter blühen. W. operiert in Dubai bei einer Bank als Sicherheitschef, macht mit Kryptowährung fragliche Geschäfte und umgibt sich mit einer Truppe aktiver und damaliger Geheimdienstler.
Laut Akt hat die Clique viele Querverbindungen zu Politikern der FPÖ, für die sie auch schon in der Vergangenheit Jobs erledigten. Zum Beispiel kümmerte man sich um einen Waffenschein für den Ex-Außenministeriumsgeneralsekretär Johannes Peterlik.
Das geheime Dokument zur Nervengiftformel „Nowitschok“ fand – so glauben die Ermittler – über Peterlik und Ott seinen Weg zu Marsalek, der damit vor Brokern in London prahlte. Es gilt die Unschuldsvermutung. Und Ott sollte auf die Bitte Peterliks Papiere für den Nationalen Sicherheitsrat, das höchste parlamentarische Gremium in Sicherheitsfragen, erstellen. Was dort gesprochen wird, ist eigentlich vertraulich. Ott erledigte den Auftrag prompt. Die Konsequenz aus den vorläufigen Ermittlungsergebnissen: Peterlik wurde als Botschafter zurückbeordert und suspendiert – einzigartig in der Geschichte des Außenamts.
Chats belegen, dass er mit Ott ein Vertrauensverhältnis pflegt. Auch das dürfte in der BVT-Ära begründet liegen. Peterliks Frau, Ursula, arbeitete dort und war ebenfalls Hauptbelastungszeugin in der BVT-Affäre. Auch ihre Aussagen entpuppten sich als wenig stichhaltig. Ursula Peterlik ist übrigens die Tochter des ehemaligen niederösterreichischen ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreters Ernest Gabmann, der ebenfalls mit Marsalek gut bekannt sein dürfte, wie Zeugenaussagen belegen.
Die FPÖ-Achse
Der Ermittlungsakt zeigt auch, wie eng die BVT-Clique mit der FPÖ rund um den BVT-Skandal zusammenarbeitete. Zur Erinnerung: Herbert Kickl war zur Zeit der Razzia Innenminister. Sein Kabinett spielte eine treibende, mehr als fragwürdige Rolle bei den Ermittlungen. Also war es wichtig, dass die erzählten Geschichten für den U-Ausschuss stimmig klingen. Wohl auch deswegen schickte FPÖ-Fraktionsführer Hans-Jörg Jenewein an die Hauptbelastungszeugen – also Ott und seine Freunde – Anfragebeantwortungen zur Abstimmung. Als sie im U-Ausschuss als Auskunftspersonen befragt wurden, kannten sie die Fragen der FPÖ schon. Sie waren ihnen zur Vorbereitung zugekommen. Und Jenewein gab auch Tipps, wie man eine Ladung verhindern könnte: zum Beispiel ein Urlaub auf den Malediven.
Auch beim nächsten FPÖ-Skandal, knapp ein Jahr später, arbeitete die FPÖ wieder eng mit Ott zusammen: Das Ibiza-Video erschien Mitte Mai 2019. Am 30.5.
Er sprach auch großspurig davon, das Land neu aufbauen zu wollen – dafür wollte er Gelder sammeln und klopfte auch in österreichischen Ministerien an. Teil des Plans – so berichten damals Beteiligte der „Presse“ – sei eine 15.000 Mann starke Miliz gewesen, die an der südlichen libyschen Grenze Migrationsströme hätte aufhalten sollen. Den Kern sollte die sogenannte Wagner-Group bilden, ein privates russisches Sicherheitsunternehmen, das im Interesse der russischen Regierung operiert. Der „Presse“ liegen Fotos vor, auf denen Martin W., gemeinsam mit Marsalek und dem ehemaligen libyschen Geheimdienstchef Rami El Obei die Nächte durchfeierte.
Marsalek ist seit dem Sommer 2020 verschwunden. Seine Freunde aus Österreich sollen ihm zur Flucht verholfen haben, sie waren die letzten, die ihn gesehen haben. Marsaleks Aufenthaltsort wird in Russland vermutet. W. gestand nach seiner Verhaftung im Frühjahr vergangenen Jahres, auch nach Marsaleks Verschwinden noch mit ihm Kontakt gehabt zu haben. Gegen W., aber auch den Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordneten Thomas Schellenbacher wird wegen Begünstigung – also Fluchthilfe – ermittelt. Letzterer sitzt derzeit wegen anderer Delikte im Gefängnis. Gegen W. wird auch in anderen Causae in Österreich ermittelt, er hat sich vorerst nach Dubai zurückgezogen.
Lukrative Geschäfte
Mit dem Untergang von Wirecard ging der Truppe ein großer Auftraggeber verloren. Aber das Netzwerk im In- und Ausland ließ die Geschäfte weiter blühen. W. operiert in Dubai bei einer Bank als Sicherheitschef, macht mit Kryptowährung fragliche Geschäfte und umgibt sich mit einer Truppe aktiver und damaliger Geheimdienstler.
Laut Akt hat die Clique viele Querverbindungen zu Politikern der FPÖ, für die sie auch schon in der Vergangenheit Jobs erledigten. Zum Beispiel kümmerte man sich um einen Waffenschein für den Ex-Außenministeriumsgeneralsekretär Johannes Peterlik.
Das geheime Dokument zur Nervengiftformel „Nowitschok“ fand – so glauben die Ermittler – über Peterlik und Ott seinen Weg zu Marsalek, der damit vor Brokern in London prahlte. Es gilt die Unschuldsvermutung. Und Ott sollte auf die Bitte Peterliks Papiere für den Nationalen Sicherheitsrat, das höchste parlamentarische Gremium in Sicherheitsfragen, erstellen. Was dort gesprochen wird, ist eigentlich vertraulich. Ott erledigte den Auftrag prompt. Die Konsequenz aus den vorläufigen Ermittlungsergebnissen: Peterlik wurde als Botschafter zurückbeordert und suspendiert – einzigartig in der Geschichte des Außenamts.
Chats belegen, dass er mit Ott ein Vertrauensverhältnis pflegt. Auch das dürfte in der BVT-Ära begründet liegen. Peterliks Frau, Ursula, arbeitete dort und war ebenfalls Hauptbelastungszeugin in der BVT-Affäre. Auch ihre Aussagen entpuppten sich als wenig stichhaltig. Ursula Peterlik ist übrigens die Tochter des ehemaligen niederösterreichischen ÖVP-Landeshauptmann-Stellvertreters Ernest Gabmann, der ebenfalls mit Marsalek gut bekannt sein dürfte, wie Zeugenaussagen belegen.
Die FPÖ-Achse
Der Ermittlungsakt zeigt auch, wie eng die BVT-Clique mit der FPÖ rund um den BVT-Skandal zusammenarbeitete. Zur Erinnerung: Herbert Kickl war zur Zeit der Razzia Innenminister. Sein Kabinett spielte eine treibende, mehr als fragwürdige Rolle bei den Ermittlungen. Also war es wichtig, dass die erzählten Geschichten für den U-Ausschuss stimmig klingen. Wohl auch deswegen schickte FPÖ-Fraktionsführer Hans-Jörg Jenewein an die Hauptbelastungszeugen – also Ott und seine Freunde – Anfragebeantwortungen zur Abstimmung. Als sie im U-Ausschuss als Auskunftspersonen befragt wurden, kannten sie die Fragen der FPÖ schon. Sie waren ihnen zur Vorbereitung zugekommen. Und Jenewein gab auch Tipps, wie man eine Ladung verhindern könnte: zum Beispiel ein Urlaub auf den Malediven.
Auch beim nächsten FPÖ-Skandal, knapp ein Jahr später, arbeitete die FPÖ wieder eng mit Ott zusammen: Das Ibiza-Video erschien Mitte Mai 2019. Am 30.5.