An alle, die es betrifft
Die amerikanische politische Denkweise beruht im Kern auf dem Prinzip strikter Pragmatik. Beziehungen und Entscheidungen werden auf der Grundlage unmittelbarer Interessen geführt, nicht auf Basis historischer Emotionen oder nationaler Bindungen. Wer sich an einen Entscheidungsträger in Washington wendet – sei es ein Senator oder ein Regierungsbeamter – und dabei aus einer Perspektive nationaler Opferrolle argumentiert oder lange über die Unterdrückung von Völkern und gebrochene Versprechen spricht, wird im besten Fall lediglich diplomatische Höflichkeitsfloskeln hören, die mit dem Ende des Gesprächs verpuffen. Der Staat ist im amerikanischen Verständnis kein Gebilde, das auf emotionalem Erbe beruht, sondern eine Institution, die mit messbaren Fakten arbeitet. Was weder den nationalen noch den sicherheitspolitischen Interessen dient, verdient keine Aufmerksamkeit und keine materielle oder politische Unterstützung.
Das einzige Mittel, das in der Lage ist, die Mauer politischer Kälte in den USA zu durchbrechen, ist die Sprache des visuellen Schocks und der eindeutigen, nicht interpretierbaren Beweise. Ein amerikanischer Politiker handelt erst dann, wenn er unter moralischen Druck seiner Wähler gerät oder wenn eine strategische Bedrohung seiner Interessen sichtbar wird. In diesem Kontext werden Videos von brutalen Tötungen, Enthauptungen und der Schändung von Opfern zum eigentlichen Motor politischer Entscheidungen, weil sie eine Sache aus dem Rahmen eines „langweiligen lokalen Konflikts“ in den Rahmen von „Terrorismus und Barbarei“ verschieben – also in einen Bereich, der die allgemeinen menschlichen Werte berührt, deren Schutz Washington für sich beansprucht.
Darüber hinaus bleibt der Nachweis der „terroristischen Natur des Angreifers“ und die direkte Verknüpfung seines Handelns mit einer Bedrohung amerikanischer Interessen der wichtigste Pfeiler jeder wirksamen Kommunikation. Solange ein Senator nicht den Eindruck hat, dass der Aggressor eine Gefahr für die regionale Stabilität darstellt, die von den USA verwaltet wird, oder den strategischen Ausrichtungen Washingtons feindlich gegenübersteht, wird er das Opfer weiterhin als schwachen Akteur betrachten, in dessen Sache es sich nicht zu investieren lohnt. Der Übergang von einem historischen Bittstellerdiskurs hin zu einer Argumentation in den Kategorien „nationale Sicherheit“ und „Dokumentation von Brutalität durch handfeste Beweise“ ist der einzige Weg, leere Versprechen in tatsächliches Handeln zu verwandeln. Alles andere ist nichts als Zeitverschwendung in politischen Korridoren, die ausschließlich an die Sprache von Macht, Interesse und durch Bild und Ton belegter Realität glauben.
Autor – Hussein Omar
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Die amerikanische politische Denkweise beruht im Kern auf dem Prinzip strikter Pragmatik. Beziehungen und Entscheidungen werden auf der Grundlage unmittelbarer Interessen geführt, nicht auf Basis historischer Emotionen oder nationaler Bindungen. Wer sich an einen Entscheidungsträger in Washington wendet – sei es ein Senator oder ein Regierungsbeamter – und dabei aus einer Perspektive nationaler Opferrolle argumentiert oder lange über die Unterdrückung von Völkern und gebrochene Versprechen spricht, wird im besten Fall lediglich diplomatische Höflichkeitsfloskeln hören, die mit dem Ende des Gesprächs verpuffen. Der Staat ist im amerikanischen Verständnis kein Gebilde, das auf emotionalem Erbe beruht, sondern eine Institution, die mit messbaren Fakten arbeitet. Was weder den nationalen noch den sicherheitspolitischen Interessen dient, verdient keine Aufmerksamkeit und keine materielle oder politische Unterstützung.
Das einzige Mittel, das in der Lage ist, die Mauer politischer Kälte in den USA zu durchbrechen, ist die Sprache des visuellen Schocks und der eindeutigen, nicht interpretierbaren Beweise. Ein amerikanischer Politiker handelt erst dann, wenn er unter moralischen Druck seiner Wähler gerät oder wenn eine strategische Bedrohung seiner Interessen sichtbar wird. In diesem Kontext werden Videos von brutalen Tötungen, Enthauptungen und der Schändung von Opfern zum eigentlichen Motor politischer Entscheidungen, weil sie eine Sache aus dem Rahmen eines „langweiligen lokalen Konflikts“ in den Rahmen von „Terrorismus und Barbarei“ verschieben – also in einen Bereich, der die allgemeinen menschlichen Werte berührt, deren Schutz Washington für sich beansprucht.
Darüber hinaus bleibt der Nachweis der „terroristischen Natur des Angreifers“ und die direkte Verknüpfung seines Handelns mit einer Bedrohung amerikanischer Interessen der wichtigste Pfeiler jeder wirksamen Kommunikation. Solange ein Senator nicht den Eindruck hat, dass der Aggressor eine Gefahr für die regionale Stabilität darstellt, die von den USA verwaltet wird, oder den strategischen Ausrichtungen Washingtons feindlich gegenübersteht, wird er das Opfer weiterhin als schwachen Akteur betrachten, in dessen Sache es sich nicht zu investieren lohnt. Der Übergang von einem historischen Bittstellerdiskurs hin zu einer Argumentation in den Kategorien „nationale Sicherheit“ und „Dokumentation von Brutalität durch handfeste Beweise“ ist der einzige Weg, leere Versprechen in tatsächliches Handeln zu verwandeln. Alles andere ist nichts als Zeitverschwendung in politischen Korridoren, die ausschließlich an die Sprache von Macht, Interesse und durch Bild und Ton belegter Realität glauben.
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