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20:54 Uhr

Russlands Außenminister und IKRK-Präsidentin sprechen in Moskau über Kriegsgefangene

Russlands Außenminister Sergei Lawrow und die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, haben am Freitag die Arbeit der Organisation in den Donbass-Republiken besprochen. Im Mittelpunkt des Treffens in Moskau standen die humanitären Aspekte der Ukraine-Krise, lautet die offizielle Mitteilung des russischen Außenministeriums. In diesem Zusammenhang hoffe Russland, dass sich das IKRK bei seiner Tätigkeit auf die Unparteilichkeit und sein einzigartiges Mandat stützt.

Außerdem habe Lawrow auf vermeintliche Fälle von Folter und anderer Verbrechen seitens der Ukraine hingewiesen. Russland erwarte, dass das IKRK seine Besuche bei den russischen Kriegsgefangenen intensivieren und die Einhaltung ihrer Rechte genau überwachen werde.
21:20 Uhr

USA kündigen Sanktionen gegen Gruppe Wagner an

Die USA werden Sanktionen gegen die Gruppe Wagner verhängen und sie zu einer internationalen kriminellen Vereinigung erklären. John Kirby, Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats der USA für strategische Kommunikation, kündigte die entsprechende Entscheidung bei einem Briefing am Freitag an. Ihm zufolge werde die Gruppe Wagner und ihr Unterstützungsnetzwerk auf verschiedenen Kontinenten nächste Woche mit Sanktionen belegt.
21:37 Uhr

Niederlande geben Ukraine zwei Patriot-Systeme

Die Verteidigungsministerin der Niederlande, Kajsa Ollongren, hat in einem Schreiben an die Parlamentsabgeordneten neue Waffenlieferungen an die Ukraine angekündigt. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit den USA und Deutschland überlassen die Niederlande zwei Patriot-Luftabwehrraketensysteme und einige Raketen.

Zuvor hatten die niederländischen Behörden erklärt, dass die Niederlande die Lieferung von F-16-Kampfjets an die Ukraine in Betracht ziehen würden. Außerdem schließt das Land die Möglichkeit nicht aus, für die Lieferung deutscher Leopard-Panzer an Kiew zu bezahlen.
21:54 Uhr

AFP: USA empfehlen Ukraine, Artjomowsk zu verlassen

Nach Angaben der französischen Agence France-Presse (AFP) sollen die USA der Ukraine empfohlen haben, ihre Streitkräfte aus Artjomowsk abzuziehen. Ein namentlich nicht genannter US-Beamter teilte der Nachrichtenagentur mit, Kiew konzentriere sich zu sehr auf den Erhalt der Stadt. Aus Sicht der USA solle die Ukraine neu aufrüsten und mit den Vorbereitungen für eine Offensive im Süden des Landes beginnen. Außerdem verfüge Kiew möglicherweise nicht über genügend Ressourcen, um sowohl in der Stadt zu kämpfen als auch eine Offensive vorzubereiten, weshalb die Ukraine einen Austausch von Artjomowsk in Betracht ziehen solle.
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07:01 Uhr

Beamter: Russische Armee rückt sieben Kilometer im Gebiet Saporoschje vor

Die russischen Truppen seien am Frontabschnitt bei Saporoschje sieben Kilometer vorgerückt, wie das Mitglied des Hauptverwaltungsrates des Gebietes Saporoschje, Wladimir Rogow, mitteilte. Er schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

"Die Ergebnisse des Tages an der Front in Saporoschje: An einem Tag sind unsere Truppen etwa sieben Kilometer vorgerückt. Mindestens sieben Siedlungen befinden sich im Prozess der endgültigen Befreiung."

Rogow wies auch darauf hin, dass die gegnerische Artillerie "einen akuten Granatenmangel" erlebe.
07:12 Uhr

Fünf Zivilisten binnen 24 Stunden durch ukrainischen Beschuss in der Donezker Volksrepublik verletzt

In den vergangenen 24 Stunden wurden in der Donezker Volksrepublik fünf Zivilisten verwundet. Dies berichtet das Hauptquartier der Territorialverteidigung der russischen Teilrepublik am Samstag.
07:43 Uhr

Ukrainische Truppen beschießen Donezk mit NATO-Granaten

Die ukrainischen Truppen haben Donezk mit Artillerie im NATO-Kaliber beschossen. Dies berichtet die Vertretung der Donezker Volksrepublik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen.

Nach Angaben des Büros eröffneten die Kiew-Truppen heute Morgen das Feuer auf die Stadtteile Kirowski und Kuibyschewski der Stadt. Insgesamt wurden bisher sieben Granaten im Kaliber 155 Millimeter abgefeuert.
08:24 Uhr

Rosenergoatom: Kiew versucht, Mitarbeiter des AKW Saporoschje anzuwerben

Die Ukraine versuche zunehmend, Mitarbeiter des AKW Saporoschje anzuwerben, und schüchtere deren Familienangehörige ein. Dies berichtet Renat Kartschaa, Berater des Generaldirektors von Rosenergoatom, gegenüber RIA Nowosti. Er erklärte:

"Wir wissen, dass die Arbeit zur Rekrutierung von Mitarbeitern [des Atomkraftwerks Saporoschje] intensiviert wurde. Es gab eine Zeit, in der sich die Sicherheitsdienste der Ukraine relativ beruhigt haben, und jetzt ist eine Zeit der Aktivierung angebrochen. Die Anwerbung erfolgt auf verschiedene Weise, unter anderem per Telefon."

Laut Kartschaa führe all dies zu Schwierigkeiten bei der Arbeit mit dem Personal. Außerdem seien noch nicht alle freien Stellen in der Anlage besetzt.
08:59 Uhr

Zwei Zivilisten bei ukrainischem Beschuss von Donezk verletzt

Nach Angaben des Bürgermeisters der Hauptstadt der Volksrepublik Donezk, Alexei Kulemsin, wurden bei dem Beschuss des Donezker Stadtteils Kirowski durch ukrainische Streitkräfte zwei Zivilisten verletzt. Er schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

"Nach zusätzlichen Informationen wurden Männer der Jahrgänge 1957 und 1959 durch den gestrigen Beschuss des Kirowski-Viertels verwundet."
09:41 Uhr

Ukrainische Streitkräfte beschießen binnen 24 Stunden fünf Ortschaften im Gebiet Cherson

Die Streitkräfte der Ukraine haben innerhalb eines Tages fünf bewohnte Gegenden im Gebiet Cherson mit Artillerie beschossen. Dies berichtete ein Vertreter der Rettungsdienste des Gebietes am Samstag gegenüber TASS. Er teilte mit:

"Das Kiewer Regime beschießt weiterhin zivile Infrastrukturen: Gestern Nachmittag feuerten die ukrainischen Streitkräfte elf Granaten aus Rohrartillerie auf das Dorf Aljoschki."

"Sechs Granaten wurden auf Wasilkowoje abgefeuert, ein ziviles Wohnhaus wurde durch den Beschuss zerstört. In der Nacht beschossen die ukrainischen Streitkräfte die zivile Infrastruktur in Nowaja Sburjewka, Tawrijsk und Kachowka mit insgesamt 25 Granaten. Die Zahl der zivilen Opfer und die Schäden an der Infrastruktur werden präzisiert."
10:38 Uhr

Quelle: Ausländische Scharfschützen wurden in die Nähe von Cherson entsandt, um Zivilisten zu töten

Quellen beim ukrainischen Militär haben den russischen Sicherheitskräften gemeldet, dass US-amerikanische und britische Söldner auf die Insel Bolschoi Potjomkin am Dnjepr im Gebiet Cherson entsandt wurden und den Befehl erhalten haben, Zivilisten zu töten. Diese sollen dann als Opfer des russischen Militärs ausgegeben werden. Dies teilte ein Beamter der russischen Sicherheitsbehörden gegenüber RIA Nowosti mit. Er erklärte:

"Nach Informationen aus Quellen in den Reihen der ukrainischen Truppen ist eine amerikanisch-britische Gruppe von Söldnern, hauptsächlich Scharfschützen, auf die Insel Bolschoi Potjomkin im Gebiet Cherson vorgedrungen, um die russischsprachige Bevölkerung zu terrorisieren. Die Mordopfer der Söldner sollen als von der russischen Armee getötete Personen dargestellt werden."
11:19 Uhr

Erste Verteidigungslinie der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje durchbrochen

Die erste Linie der ukrainischen Verteidigung sei an einigen Teilen der Front im Gebiet Saporoschje durchbrochen worden. Dies berichtet Wladimir Rogow, ein Mitglied des Hauptrates der Gebietsverwaltung, gegenüber RIA Nowosti. Er erklärte:

"An Teilen der Front gibt es Aufklärungskämpfe, an anderen Teilen gibt es eine tiefer gehende Offensive, die mit der Säuberung einer Reihe von Siedlungen einhergeht. Entlang der gesamten Frontlinie ergreift unsere Armee die Initiative. Aktive Kampfhandlungen sind im Gange."

Nach Angaben von Rogow befindet sich die Hauptverteidigungslinie der ukrainischen Armee auf der Höhe der Städte Kamenskoje - Orechow - Guljaipole. Er fügte hinzu:

"Kamenskoje und Orechow sind Zugangswege zur Stadt Saporoschje."
11:56 Uhr

New York Times: NATO uneins über Panzerlieferungen an die Ukraine

Die NATO-Verbündeten sind sich über die Panzerlieferungen an die Ukraine uneinig, was zeigt, dass das Nordatlantische Bündnis immer mehr gespalten ist. Zu dieser Einschätzung gelangten die Kolumnisten der New York Times, David Sanger und Eric Schmitt, in einem Artikel, der am Freitag auf ihrer Website veröffentlicht wurde.

Der Umfang der Waffenlieferungen westlicher Staaten an Kiew zeige, dass "die NATO geeint bleibt". Sie stellen fest:

"In der Zwischenzeit werden kleine, aber signifikante Risse nur allzu deutlich sichtbar."

Die NATO-Mitglieder seien geteilter Meinung über "die Strategie der NATO für das kommende Jahr und die Unterstützung der Ukraine in den nächsten Monaten". Die Autoren heben hervor:

"Die meisten Streitigkeiten finden hinter verschlossenen Türen statt, aber diese Woche wurden die Ungeduld Großbritanniens mit dem derzeitigen Liefertempo und die mangelnde Bereitschaft Deutschlands, Leopard-2-Panzer zu liefern, deutlich."

Die US-Regierungsvertreter seien ihrerseits "eindeutig verärgert" über den Verlauf der Gespräche mit ihren deutschen Kollegen in dieser Woche. In Washington vermute man, dass die wirkliche Sorge von Bundeskanzler Olaf Scholz darin bestehe, dass die Welt nicht bereit sei, deutsche Panzer an der russischen Grenze zu sehen, was eine Erinnerung an den Einmarsch der Nazis im Zweiten Weltkrieg wäre, so die Kolumnisten der New York Times.
12:21 Uhr

Vorsitzender des Bundeswehrverbands: Bundeswehr steht "nackt" da

Oberst André Wüstner, Vorsitzender des Bundeswehrverbands, hat den Zustand der Bundeswehr und die Politik der Bundesregierung diesbezüglich kritisiert. Er erklärte in der ZDF-Sendung "maybrit illner":

"Es ist noch nicht verstanden worden, dass wir in eine Art Kriegswirtschaft müssen."

Die Truppe stehe "nackt" da. Er forderte ein Handeln von der Politik und kritisierte, dass sie zu langsam sei.

Wüstner rechne damit, dass dieser Zustand auch in zwei Jahren noch nicht vorbei sein werde. Er warb intensiv dafür, die Rüstungskapazitäten hochzufahren. In der Bundeswehr sei man zwar grundsätzlich überzeugt, der Ukraine helfen zu müssen, betonte jedoch:

"Wir sind mehr oder weniger nackt."

"Die Lage in der Bundeswehr ist prekär, sie ist so schwierig wie noch nie zuvor."

"Ja, Deutschland unterstützt die Ukraine massiv und sollte das auch weiterhin tun", stellte Generalsekretär Kevin Kühnert (SPD) in derselben Sendung fest. Auch die mögliche Lieferung von Leopard-Panzern sei zu befürworten, fand die CDU-Außenpolitikerin Serap Güler.
12:44 Uhr

Ukrainische Streitkräfte greifen Getreideverarbeitungsanlage im Gebiet Kursk an

Der Gouverneur des Gebietes Kursk, Roman Starowoit, hat auf seinem Telegram-Kanal von einem weiteren Angriff ukrainischer Kämpfer auf das Grenzdorf Tjotkino berichtet. Er schrieb:

"Heute Morgen warfen die ukrainischen Streitkräfte in Tjotkino zwei Granaten auf das Gelände der Mühlenfabrik. Glücklicherweise gab es keine Verletzten oder größere Schäden."

Tjotkino wurde mehr als einmal von der Ukraine angegriffen. So wurden dort am 8. Januar mindestens zehn Einschläge registriert. Ende Dezember wurde durch ukrainischen Beschuss ein Haus in Tjotkino durch einen Volltreffer zerstört. Fünf weitere Häuser sowie eine Gasleitung wurden beschädigt.

Die ukrainischen Streitkräfte beschießen fast täglich russische Grenzgebiete, führen Drohnenangriffe und Sabotageakte durch. Für die Gebiete Brjansk, Kursk und Belgorod sowie die Krim gilt die gelbe Terrorwarnstufe.
13:05 Uhr

Medienbericht: Ukrainische Behörden können angebliche iranische Herkunft russischer Drohnen nicht beweisen

Die ukrainischen Ermittler können die Herkunft der Kamikaze-Drohnen, die nach Angaben Kiews angeblich im Iran hergestellt und von Russland in der Ukraine eingesetzt werden, nicht zuverlässig bestätigen. Dies berichten ukrainische Medien unter Berufung auf einen Kommentar von Iwan Tschischewski, einem Beamten der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft. Dabei zitieren sie ihn mit folgenden Worten:

"Ob diese Drohnen aus dem Iran stammen oder nicht, können wir noch nicht sagen. Derzeit läuft ein Ermittlungsverfahren. Es wird nicht schnell gehen."

Der Beamte wies darauf hin, dass für ein eindeutiges "Urteil" ein umfangreiches Gutachten mit verschiedenen Spezialisten erforderlich sei. Die ukrainischen Ermittler versuchen Berichten zufolge, die Gründe für die Ähnlichkeiten zwischen den russischen und iranischen Drohnen zu ermitteln und herauszufinden, wo die Drohnen hergestellt wurden. Die Ermittlungen würden jedoch durch beschädigte Markierungen auf den Teilen der auffälligen Drohnen und das Misstrauen der ukrainischen Ermittler gegenüber den erhaltenen Markierungen behindert.
13:31 Uhr

Baltische Außenminister: Deutschland soll Leopard-Panzer liefern

Die Außenminister der baltischen Länder haben Deutschland aufgefordert, Leopard-Panzer an die Ukraine zu liefern. Der lettische Außenminister Edgars Rinkēvičs schrieb am Samstag auf Twitter auch im Namen seiner Amtskollegen aus Estland und Litauen:

"Das ist nötig, um die russische Aggression zu stoppen, der Ukraine zu helfen und den Frieden in Europa schnell wiederherzustellen. Deutschland hat als europäische Führungsmacht diesbezüglich eine besondere Verantwortung."

Trotz erheblichen Drucks aus der Ukraine und von verbündeten Staaten hat die Bundesregierung noch keine Entscheidung über die Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern an Kiew getroffen.