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13:46 Uhr

US-Senator kritisiert Deutschlands Zögern bei Panzer-Lieferungen an die Ukraine

Lindsey Graham, republikanischer US-Senator, hat in einem Interview die Haltung Berlins zur Übergabe deutscher Panzer an die Ukraine moniert. Er sagte der Zeitung Politico:

"Die Alliierten haben den Fokus auf den Kern des Problems verloren. Man gewinnt oder verliert. Ich kann nicht glauben, dass wir immer noch untereinander streiten."

Graham forderte die US-Regierung auf, sofort amerikanische Abrams-Panzer an die Ukraine zu schicken, da dies "die Schleusen öffnen" würde – Deutschland würde gezwungen sein, grünes Licht für die Lieferung seiner Leopard-Panzer zu geben.
15:13 Uhr

Spiegel: BND berichtet über enorme Verluste der Ukraine bei Artjomowsk

Deutschlands Bundesnachrichtendienst (BND) soll das Kabinett während eines geheimen Briefings in dieser Woche über die Lage bei Artjomowsk informiert haben. Nach Angaben des deutschen Nachrichtenmagazins Spiegel schätze der BND die Verluste der ukrainischen Streitkräfte an diesem Frontabschnitt auf dreistellige Zahlen pro Tag. Falls Artjomowsk fallen würde, könnte sich das negativ auf die gesamte Verteidigungslinie auswirken, so die BND-Analyse. In diesem Zusammenhang, so der Spiegel, lasse die militärische Situation vor Ort die Frage der Panzerlieferungen täglich immer wichtiger erscheinen.
15:46 Uhr

Russische Streitkräfte erzielen Geländegewinne im Gebiet Saporoschje und vernichten US-amerikanisches Militärgerät

Die russischen Streitkräfte haben bei einem Vorstoß im Gebiet Saporoschje die Ortschaft Lobkowoje unter ihre Kontrolle gebracht. Dies meldete Russlands Verteidigungsministerium in seinem täglichen Lagebericht. Die gesamten Verluste des ukrainischen Militärs im Gebiet Saporoschje betrugen demnach am vergangenen Tag bis zu 90 Tote und Verwundete.

Die Behörde berichtete weiter, dass im Gebiet Saporoschje ein Radarsystem vom Typ AN/TPQ-37 aus US-amerikanischer Produktion zerstört wurde. Außerdem seien vier gepanzerte Kampffahrzeuge, drei Autos, eine Selbstfahrlafette vom Typ 2S3 Akazija sowie zwei Haubitzen der Typen D-20 und D-30 zerstört worden.

Ein weiteres Exemplar des US-produzierten Kriegsgeräts verlor die Ukraine im benachbarten Gebiet Cherson. Die Panzerhaubitze vom Typ M109 Paladin wurde im Rahmen der Artilleriebekämpfung zusammen mit zwei Haubitzen der Typen D-30 und 2A65 Msta-B vernichtet.
16:19 Uhr

Ukraine verliert im Donbass und Gebiet Charkow etwa 130 Soldaten und mehrere Geschütze

Laut dem täglichen Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums hat das ukrainische Militär bei Kämpfen im Donbass und im Gebiet Charkow am vergangenen Tag insgesamt etwa 130 Soldaten und mehrere Artilleriegeschütze verloren.

So seien am Frontabschnitt Kupjansk bei einem Angriff auf die Stellungen der 14. und 92. ukrainischen mechanisierten Brigaden bis zu 30 Soldaten ums Leben gekommen. Zudem sollen ein gepanzertes Fahrzeug und zwei Pickups sowie zwei Haubitzen vom Typ D-20 zerstört worden sein.

Am Frontabschnitt Krasny Liman verloren die ukrainischen 92. und 66. mechanisierten sowie die 95. Luftsturmbrigade über 40 Soldaten, zwei Schützenpanzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und eine D-20-Haubitze. Außerdem wurde ein Artilleriemunitionslager zerstört.

Die Verluste der Ukraine am Donezker Frontabschnitt betrugen bis zu 60 Soldaten, drei gepanzerte Fahrzeuge, zwei Autos, zwei Selbstfahrlafetten vom Typ 2S1 Gwosdika sowie zwei Haubitzen jeweils der Typen 2A36 und D-20.

Russlands Verteidigungsministerium bestätigte außerdem die bereits vom Chef der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin und dem Stab für Territorialverteidigung der DVR gemeldete Einnahme des Dorfes Kleschtschejewka südlich von Artjomowsk (ukrainisch Bachmut).
17:02 Uhr

Ukraine verliert zwei Hubschrauber an einem Tag

Die ukrainischen Streitkräfte haben am vergangenen Tag zwei Hubschrauber des Typs Mi-8 verloren. Wie Russlands Verteidigungsministerium berichtete, wurde eine der Maschinen nahe der Ortschaft Possad-Pokrowskoje im Gebiet Cherson durch russische Jagdflugzeuge abgeschossen. Der zweite Hubschrauber wurde durch die Luftabwehr nahe der Stadt Losowaja im Gebiet Charkow abgeschossen.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, wurden außerdem fünf ukrainische Drohnen zerstört sowie sechs Raketen der Mehrfachraketenwerfer HIMARS und BM-27 Uragan abgefangen.
17:37 Uhr

Behörden: Russlands Militär nimmt ukrainischen Marinestützpunkt in Otschakow verstärkt unter Beschuss

Wladimir Saldo, der kommissarische Gouverneur des Gebiets Cherson, teilte der Nachrichtenagentur TASS mit, russische Streitkräfte würden den ukrainischen Marinestützpunkt in der Stadt Otschakow (Gebiet Nikolajew) verstärkt unter Feuer nehmen. Dabei würden die Truppenunterkünfte sowie Standorte für Waffen und Ausrüstung gezielten Schlägen ausgesetzt.

Eine Folge davon sei, so Saldo, dass das ukrainische Militär in letzter Zeit nicht dazu komme, die Landetruppen auf der Kinburn-Nehrung auszusetzen. Die Betreuer des Kiewer Regimes im Westen würden nach Aufklärungsangaben jedoch ein solches Szenario in Betracht ziehen, hieß es.
18:10 Uhr

Bundesverteidigungsminister Pistorius zu Panzerlieferungen: "Kein einheitliches Meinungsbild"

Der neue Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zu Lieferungen deutscher Leopard-Panzer an die Ukraine am Rande des Ramstein-Treffens geäußert:

"Es gibt kein einheitliches Meinungsbild. Es gibt gute Gründe für die Lieferung und gute Gründe dagegen."

Diese Einschätzung würde von vielen Alliierten geteilt, hieß es. Pistorius fügte hinzu:

"Wir können heute noch nicht sagen, wie die Entscheidung ausfallen wird. Ich möchte dann, wenn eine Entscheidung fällt, in der Lage sein, schnell handeln zu können."
18:37 Uhr

DVR-Chef: Artjomowsk steht kurz vor Einkreisung

Soldaten der Gruppe Wagner werden in Kürze Artjomowsk einkreisen. Dies berichtet der Chef der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, und fügt hinzu, die Kämpfe um die Stadt stünden noch nicht vor dem Ende. Puschilin stellte klar, dass die Einheiten der Gruppe Wagner bei Tag und Nacht in der Stadt vorstoßen.

Am Vortag hatte ein Kommandeur aus der Gruppe Wagner erklärt, dass die Streitkräfte ihre Offensive erfolgreich vorantreiben sollen. Zu Kämpfen sei es bereits unmittelbar in Artjomowsk gekommen. Ihm zufolge habe das russische Militär die Kontrolle über die Industriezone der Stadt übernommen. Nun werde in den Wohnbezirken gekämpft.
19:10 Uhr

Behörden in Ukraine decken Schmuggel von Wehrpflichtigen in Moldau auf

Beamte des ukrainischen Grenzschutzes haben im Gebiet Odessa den Organisator der illegalen Beförderung von Flüchtlingen ins Ausland enttarnt. Laut der offiziellen Mitteilung der Behörden soll der Mann über soziale Medien nach Männern gesucht haben, die im Ausland "ein neues Leben beginnen möchten". Für 6.000 US-Dollar habe der Täter eine ungehinderte Einreise in die Republik Moldau garantiert. Um die Probleme an der Grenze zu vermeiden, sollten sich die Flüchtlinge mit einem Paket gefälschter Dokumente für behinderte Personen ausgeben. Der Täter wurde in der Nähe eines Grenzübergangspunktes festgenommen, während er einen solchen Behinderten begleitete.

Bis zum 19. Februar gelten das Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung in der Ukraine. Alle Männer von 18 bis 60 Jahren dürfen das Land nicht verlassen.
19:31 Uhr

Kiew belegt Platz 1 im Ranking der "Derussifizierung" der Ukraine

Die ukrainischen Behörden haben im vergangenen Jahr im Rahmen der Kampagne zur "Derussifizierung" des Landes 2.213 Toponyme (Orts- und Straßennamen) umbenannt, berichtet die Online-Ausgabe Strana. Demnach habe sich die ukrainische Hauptstadt Kiew als Vorreiter der Kampagne erwiesen.

Seit Beginn der russischen Sonderoperation wurden in 33 ukrainischen Städten rund 2.200 Toponyme umbenannt. Kiew hat 237 Namen geändert, gefolgt von Winniza mit 232 geänderten Toponymen, und den dritten Platz belegt die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, Kriwoi Rog, wo 183 russische Bezeichnungen entfernt wurden.
20:02 Uhr

Pentagon-Chef Austin: Ukraine-Kontaktgruppe vereinbart neue Waffenlieferungen

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat die neuen Vereinbarungen der Ukraine-Kontaktgruppe bezüglich der Waffenlieferungen mitgeteilt. Bei einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen in Ramstein gab der Pentagon-Chef bekannt, dass Schweden 90 Schützenpanzer und Archer-Artilleriesysteme liefern werde. Dänemark stelle der Ukraine 19 Haubitzen zur Verfügung. Lettland übergebe Fliegerabwehrsysteme vom Typ Stinger sowie Hubschrauber und sonstige Ausrüstung. Aus Estland würden 155-Millimeter-Haubitzen an die Ukraine geliefert werden.

Diese wichtigen neuen Vereinbarungen sollen Austin zufolge das anhaltende Engagement der Verbündeten für die Unterstützung der Ukraine zeigen.
20:29 Uhr

Polen will ukrainische Brigade ausbilden und mit Panzern und Schützenpanzern ausrüsten

Nach einem Treffen von Verteidigungsministern aus rund 50 Ländern auf der US-Militärbasis Ramstein, bei dem es um weitere Unterstützung für die Ukraine ging, versprach der polnische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak, bis Ende März eine ukrainische Militärbrigade auszubilden und mit T-72-Panzern und Schützenpanzern auszurüsten:

"Wir können bis zu einer Brigade ukrainischer Soldaten bis Ende März ausrüsten und ausbilden."

Wie der Minister weiter anmerkte, handele es sich dabei um gebrauchte Waffen.
20:54 Uhr

Russlands Außenminister und IKRK-Präsidentin sprechen in Moskau über Kriegsgefangene

Russlands Außenminister Sergei Lawrow und die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, haben am Freitag die Arbeit der Organisation in den Donbass-Republiken besprochen. Im Mittelpunkt des Treffens in Moskau standen die humanitären Aspekte der Ukraine-Krise, lautet die offizielle Mitteilung des russischen Außenministeriums. In diesem Zusammenhang hoffe Russland, dass sich das IKRK bei seiner Tätigkeit auf die Unparteilichkeit und sein einzigartiges Mandat stützt.

Außerdem habe Lawrow auf vermeintliche Fälle von Folter und anderer Verbrechen seitens der Ukraine hingewiesen. Russland erwarte, dass das IKRK seine Besuche bei den russischen Kriegsgefangenen intensivieren und die Einhaltung ihrer Rechte genau überwachen werde.
21:20 Uhr

USA kündigen Sanktionen gegen Gruppe Wagner an

Die USA werden Sanktionen gegen die Gruppe Wagner verhängen und sie zu einer internationalen kriminellen Vereinigung erklären. John Kirby, Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats der USA für strategische Kommunikation, kündigte die entsprechende Entscheidung bei einem Briefing am Freitag an. Ihm zufolge werde die Gruppe Wagner und ihr Unterstützungsnetzwerk auf verschiedenen Kontinenten nächste Woche mit Sanktionen belegt.
21:37 Uhr

Niederlande geben Ukraine zwei Patriot-Systeme

Die Verteidigungsministerin der Niederlande, Kajsa Ollongren, hat in einem Schreiben an die Parlamentsabgeordneten neue Waffenlieferungen an die Ukraine angekündigt. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit den USA und Deutschland überlassen die Niederlande zwei Patriot-Luftabwehrraketensysteme und einige Raketen.

Zuvor hatten die niederländischen Behörden erklärt, dass die Niederlande die Lieferung von F-16-Kampfjets an die Ukraine in Betracht ziehen würden. Außerdem schließt das Land die Möglichkeit nicht aus, für die Lieferung deutscher Leopard-Panzer an Kiew zu bezahlen.
21:54 Uhr

AFP: USA empfehlen Ukraine, Artjomowsk zu verlassen

Nach Angaben der französischen Agence France-Presse (AFP) sollen die USA der Ukraine empfohlen haben, ihre Streitkräfte aus Artjomowsk abzuziehen. Ein namentlich nicht genannter US-Beamter teilte der Nachrichtenagentur mit, Kiew konzentriere sich zu sehr auf den Erhalt der Stadt. Aus Sicht der USA solle die Ukraine neu aufrüsten und mit den Vorbereitungen für eine Offensive im Süden des Landes beginnen. Außerdem verfüge Kiew möglicherweise nicht über genügend Ressourcen, um sowohl in der Stadt zu kämpfen als auch eine Offensive vorzubereiten, weshalb die Ukraine einen Austausch von Artjomowsk in Betracht ziehen solle.
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07:01 Uhr

Beamter: Russische Armee rückt sieben Kilometer im Gebiet Saporoschje vor

Die russischen Truppen seien am Frontabschnitt bei Saporoschje sieben Kilometer vorgerückt, wie das Mitglied des Hauptverwaltungsrates des Gebietes Saporoschje, Wladimir Rogow, mitteilte. Er schrieb auf seinem Telegram-Kanal:

"Die Ergebnisse des Tages an der Front in Saporoschje: An einem Tag sind unsere Truppen etwa sieben Kilometer vorgerückt. Mindestens sieben Siedlungen befinden sich im Prozess der endgültigen Befreiung."

Rogow wies auch darauf hin, dass die gegnerische Artillerie "einen akuten Granatenmangel" erlebe.
07:12 Uhr

Fünf Zivilisten binnen 24 Stunden durch ukrainischen Beschuss in der Donezker Volksrepublik verletzt

In den vergangenen 24 Stunden wurden in der Donezker Volksrepublik fünf Zivilisten verwundet. Dies berichtet das Hauptquartier der Territorialverteidigung der russischen Teilrepublik am Samstag.