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09:59 Uhr

IAEA-Chef fordert dringend Einrichtung einer Sicherheitszone um AKW Saporoschje

Der Leiter der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) Rafael Grossi hat die schnellstmögliche Errichtung einer Sicherheitszone um das Atomkraftwerk von Saporoschje gefordert. In einem Interview für Fox News erklärte er:

"Die Lage um Saporoschje verschlimmert sich. Mit fortdauernder Entwicklung des Konflikts eskaliert die Lage an der Ostfront. Deswegen glaube ich, dass es wichtig wie noch nie ist, einige Übergangsmaßnahmen zum Schutz der Nuklearanlage zu ergreifen."

Das in Europa leistungsstärkste Kernkraftwerk von Saporoschje in der Stadt Energodar befindet sich bereits seit März 2022 unter Kontrolle russischer Streitkräfte und wird fortwährend vom ukrainischem Militär beschossen.
10:32 Uhr

Saporoschje-Verwaltung: Viele ukrainische Soldaten im letzten Monat nach Russland übergelaufen

Mehrere Dutzend Soldaten der Territorialverteidigung der ukrainischen Armee im Gebiet Saporoschje sind seit Mitte Dezember auf die Seite Russlands übergelaufen, teilte Wladimir Rogow, Mitglied des örtlichen Hauptverwaltungsrates, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit. Eine solche Entwicklung sei am Frontabschnitt Saporoschje regelmäßig zu beobachten, hieß es.

Danach werde geprüft, ob diese Kämpfer an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen waren, so Rogow. Und weiter:

"Wenn ihre Beteiligung nicht bestätigt wird, können sie nach einer Weile in das normale Leben zurückkehren. Im Prinzip gibt es schon viele solcher Leute, und es gibt sogar einige darunter, die bereits wieder auf unserer Seite kämpfen."
11:14 Uhr

DVR bestätigt Einnahme von Kleschtschejewka

Der Stab für Territorialverteidigung der Donezker Volksrepublik hat berichtet, dass die russischen Streitkräfte den Ort Kleschtschejewka unter ihre Kontrolle gebracht haben. Damit wird die gestrige Meldung des Gründers des privaten Militärunternehmens Wagner Jewgeni Prigoschin über die Einnahme des Ortes bestätigt.

Kleschtschejewka liegt etwa 16 Kilometer südwestlich der umkämpften Stadt Artjomowsk (ukrainisch Bachmut). Das Dorf gilt als strategisch wichtig, da die Kontrolle über den Ort die Einkesselung von Artjomowsk erleichtert und die Versorgung der dortigen ukrainischen Garnison erschwert.
11:46 Uhr

Russische Botschaft in Washington: US-Finanzsystem diskreditiert sich selbst beim Übertragen russischer Vermögenswerte an Kiew

Die russische Botschaft in Washington, D.C. hat auf die von den USA angekündigte Absicht reagiert, eingefrorenes Vermögen von russischen Geschäftsleuten an die Ukraine zu übertragen. Solche gefährlichen Präzedenzfälle würden nur die Vereinigten Staaten als einen Standort des freien Unternehmertums diskreditieren, da es vor allem dem Schutz privater Eigentumsrechte zuwiderlaufe, heißt es in einem Beitrag auf dem Telegram-Kanal der russischen diplomatischen Vertretung:

"Washington untergräbt mit eigenen Händen das Vertrauen in das lokale und internationale Finanzsystem sowie in die Dollar-Gerichtsbarkeit."

Die USA würden ihre Justiz instrumentalisieren, um eigene Ziele unter anderem auch im "Kampf gegen die russische Bedrohung" umsetzen zu können, hieß es weiter.
12:13 Uhr

Pentagon-Chef Lloyd Austin bestätigt Pläne zur fortlaufenden Hilfe für Ukraine

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat in seiner Rede beim Treffen auf dem deutschen Stützpunkt der US Air Force in Ramstein die fortgesetzte US-Unterstützung von Kiew in Aussicht gestellt. Er sagte:

"Wir werden die Selbstverteidigung der Ukraine so lange wie nötig unterstützen."

Austin sprach dabei von einem entscheidenden Zeitpunkt für die Ukraine und einem entscheidenden Jahrzehnt für die ganze Welt.

Die NATO-Verteidigungsminister und ranghohe Militärs beraten neuerlich in Ramstein (Rheinland-Pfalz) über westliche Ukraine-Hilfe.
12:46 Uhr

Kreml-Pressesprecher: Westen irrt sich über Möglichkeit der Ukraine zum militärischen Sieg

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow hat erklärt, dass im Zusammenhang mit dem militärischen Engangement der NATO in der Ukraine eine Eskalation des Konflikts zu beobachten ist. In einem Gespräch mit Journalisten erklärte er nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS:

"Bisher sehen wir, dass der Konflikt in einer Spirale eskaliert. Wir sehen eine zunehmende indirekte, und manchmal sogar direkte Involvierung von NATO-Ländern in den Konflikt."

Gleichzeitig wies der Pressesprecher auf den Glauben westlicher Länder an die Chance eines militärischen Sieges der Ukraine hin. Peskow zufolge sei dies "ein dramatischer Irrtum", den der Westen noch sehr bereuen werde.
13:46 Uhr

US-Senator kritisiert Deutschlands Zögern bei Panzer-Lieferungen an die Ukraine

Lindsey Graham, republikanischer US-Senator, hat in einem Interview die Haltung Berlins zur Übergabe deutscher Panzer an die Ukraine moniert. Er sagte der Zeitung Politico:

"Die Alliierten haben den Fokus auf den Kern des Problems verloren. Man gewinnt oder verliert. Ich kann nicht glauben, dass wir immer noch untereinander streiten."

Graham forderte die US-Regierung auf, sofort amerikanische Abrams-Panzer an die Ukraine zu schicken, da dies "die Schleusen öffnen" würde – Deutschland würde gezwungen sein, grünes Licht für die Lieferung seiner Leopard-Panzer zu geben.
15:13 Uhr

Spiegel: BND berichtet über enorme Verluste der Ukraine bei Artjomowsk

Deutschlands Bundesnachrichtendienst (BND) soll das Kabinett während eines geheimen Briefings in dieser Woche über die Lage bei Artjomowsk informiert haben. Nach Angaben des deutschen Nachrichtenmagazins Spiegel schätze der BND die Verluste der ukrainischen Streitkräfte an diesem Frontabschnitt auf dreistellige Zahlen pro Tag. Falls Artjomowsk fallen würde, könnte sich das negativ auf die gesamte Verteidigungslinie auswirken, so die BND-Analyse. In diesem Zusammenhang, so der Spiegel, lasse die militärische Situation vor Ort die Frage der Panzerlieferungen täglich immer wichtiger erscheinen.
15:46 Uhr

Russische Streitkräfte erzielen Geländegewinne im Gebiet Saporoschje und vernichten US-amerikanisches Militärgerät

Die russischen Streitkräfte haben bei einem Vorstoß im Gebiet Saporoschje die Ortschaft Lobkowoje unter ihre Kontrolle gebracht. Dies meldete Russlands Verteidigungsministerium in seinem täglichen Lagebericht. Die gesamten Verluste des ukrainischen Militärs im Gebiet Saporoschje betrugen demnach am vergangenen Tag bis zu 90 Tote und Verwundete.

Die Behörde berichtete weiter, dass im Gebiet Saporoschje ein Radarsystem vom Typ AN/TPQ-37 aus US-amerikanischer Produktion zerstört wurde. Außerdem seien vier gepanzerte Kampffahrzeuge, drei Autos, eine Selbstfahrlafette vom Typ 2S3 Akazija sowie zwei Haubitzen der Typen D-20 und D-30 zerstört worden.

Ein weiteres Exemplar des US-produzierten Kriegsgeräts verlor die Ukraine im benachbarten Gebiet Cherson. Die Panzerhaubitze vom Typ M109 Paladin wurde im Rahmen der Artilleriebekämpfung zusammen mit zwei Haubitzen der Typen D-30 und 2A65 Msta-B vernichtet.
16:19 Uhr

Ukraine verliert im Donbass und Gebiet Charkow etwa 130 Soldaten und mehrere Geschütze

Laut dem täglichen Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums hat das ukrainische Militär bei Kämpfen im Donbass und im Gebiet Charkow am vergangenen Tag insgesamt etwa 130 Soldaten und mehrere Artilleriegeschütze verloren.

So seien am Frontabschnitt Kupjansk bei einem Angriff auf die Stellungen der 14. und 92. ukrainischen mechanisierten Brigaden bis zu 30 Soldaten ums Leben gekommen. Zudem sollen ein gepanzertes Fahrzeug und zwei Pickups sowie zwei Haubitzen vom Typ D-20 zerstört worden sein.

Am Frontabschnitt Krasny Liman verloren die ukrainischen 92. und 66. mechanisierten sowie die 95. Luftsturmbrigade über 40 Soldaten, zwei Schützenpanzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und eine D-20-Haubitze. Außerdem wurde ein Artilleriemunitionslager zerstört.

Die Verluste der Ukraine am Donezker Frontabschnitt betrugen bis zu 60 Soldaten, drei gepanzerte Fahrzeuge, zwei Autos, zwei Selbstfahrlafetten vom Typ 2S1 Gwosdika sowie zwei Haubitzen jeweils der Typen 2A36 und D-20.

Russlands Verteidigungsministerium bestätigte außerdem die bereits vom Chef der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin und dem Stab für Territorialverteidigung der DVR gemeldete Einnahme des Dorfes Kleschtschejewka südlich von Artjomowsk (ukrainisch Bachmut).
17:02 Uhr

Ukraine verliert zwei Hubschrauber an einem Tag

Die ukrainischen Streitkräfte haben am vergangenen Tag zwei Hubschrauber des Typs Mi-8 verloren. Wie Russlands Verteidigungsministerium berichtete, wurde eine der Maschinen nahe der Ortschaft Possad-Pokrowskoje im Gebiet Cherson durch russische Jagdflugzeuge abgeschossen. Der zweite Hubschrauber wurde durch die Luftabwehr nahe der Stadt Losowaja im Gebiet Charkow abgeschossen.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, wurden außerdem fünf ukrainische Drohnen zerstört sowie sechs Raketen der Mehrfachraketenwerfer HIMARS und BM-27 Uragan abgefangen.
17:37 Uhr

Behörden: Russlands Militär nimmt ukrainischen Marinestützpunkt in Otschakow verstärkt unter Beschuss

Wladimir Saldo, der kommissarische Gouverneur des Gebiets Cherson, teilte der Nachrichtenagentur TASS mit, russische Streitkräfte würden den ukrainischen Marinestützpunkt in der Stadt Otschakow (Gebiet Nikolajew) verstärkt unter Feuer nehmen. Dabei würden die Truppenunterkünfte sowie Standorte für Waffen und Ausrüstung gezielten Schlägen ausgesetzt.

Eine Folge davon sei, so Saldo, dass das ukrainische Militär in letzter Zeit nicht dazu komme, die Landetruppen auf der Kinburn-Nehrung auszusetzen. Die Betreuer des Kiewer Regimes im Westen würden nach Aufklärungsangaben jedoch ein solches Szenario in Betracht ziehen, hieß es.
18:10 Uhr

Bundesverteidigungsminister Pistorius zu Panzerlieferungen: "Kein einheitliches Meinungsbild"

Der neue Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zu Lieferungen deutscher Leopard-Panzer an die Ukraine am Rande des Ramstein-Treffens geäußert:

"Es gibt kein einheitliches Meinungsbild. Es gibt gute Gründe für die Lieferung und gute Gründe dagegen."

Diese Einschätzung würde von vielen Alliierten geteilt, hieß es. Pistorius fügte hinzu:

"Wir können heute noch nicht sagen, wie die Entscheidung ausfallen wird. Ich möchte dann, wenn eine Entscheidung fällt, in der Lage sein, schnell handeln zu können."
18:37 Uhr

DVR-Chef: Artjomowsk steht kurz vor Einkreisung

Soldaten der Gruppe Wagner werden in Kürze Artjomowsk einkreisen. Dies berichtet der Chef der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, und fügt hinzu, die Kämpfe um die Stadt stünden noch nicht vor dem Ende. Puschilin stellte klar, dass die Einheiten der Gruppe Wagner bei Tag und Nacht in der Stadt vorstoßen.

Am Vortag hatte ein Kommandeur aus der Gruppe Wagner erklärt, dass die Streitkräfte ihre Offensive erfolgreich vorantreiben sollen. Zu Kämpfen sei es bereits unmittelbar in Artjomowsk gekommen. Ihm zufolge habe das russische Militär die Kontrolle über die Industriezone der Stadt übernommen. Nun werde in den Wohnbezirken gekämpft.
19:10 Uhr

Behörden in Ukraine decken Schmuggel von Wehrpflichtigen in Moldau auf

Beamte des ukrainischen Grenzschutzes haben im Gebiet Odessa den Organisator der illegalen Beförderung von Flüchtlingen ins Ausland enttarnt. Laut der offiziellen Mitteilung der Behörden soll der Mann über soziale Medien nach Männern gesucht haben, die im Ausland "ein neues Leben beginnen möchten". Für 6.000 US-Dollar habe der Täter eine ungehinderte Einreise in die Republik Moldau garantiert. Um die Probleme an der Grenze zu vermeiden, sollten sich die Flüchtlinge mit einem Paket gefälschter Dokumente für behinderte Personen ausgeben. Der Täter wurde in der Nähe eines Grenzübergangspunktes festgenommen, während er einen solchen Behinderten begleitete.

Bis zum 19. Februar gelten das Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung in der Ukraine. Alle Männer von 18 bis 60 Jahren dürfen das Land nicht verlassen.
19:31 Uhr

Kiew belegt Platz 1 im Ranking der "Derussifizierung" der Ukraine

Die ukrainischen Behörden haben im vergangenen Jahr im Rahmen der Kampagne zur "Derussifizierung" des Landes 2.213 Toponyme (Orts- und Straßennamen) umbenannt, berichtet die Online-Ausgabe Strana. Demnach habe sich die ukrainische Hauptstadt Kiew als Vorreiter der Kampagne erwiesen.

Seit Beginn der russischen Sonderoperation wurden in 33 ukrainischen Städten rund 2.200 Toponyme umbenannt. Kiew hat 237 Namen geändert, gefolgt von Winniza mit 232 geänderten Toponymen, und den dritten Platz belegt die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, Kriwoi Rog, wo 183 russische Bezeichnungen entfernt wurden.
20:02 Uhr

Pentagon-Chef Austin: Ukraine-Kontaktgruppe vereinbart neue Waffenlieferungen

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat die neuen Vereinbarungen der Ukraine-Kontaktgruppe bezüglich der Waffenlieferungen mitgeteilt. Bei einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen in Ramstein gab der Pentagon-Chef bekannt, dass Schweden 90 Schützenpanzer und Archer-Artilleriesysteme liefern werde. Dänemark stelle der Ukraine 19 Haubitzen zur Verfügung. Lettland übergebe Fliegerabwehrsysteme vom Typ Stinger sowie Hubschrauber und sonstige Ausrüstung. Aus Estland würden 155-Millimeter-Haubitzen an die Ukraine geliefert werden.

Diese wichtigen neuen Vereinbarungen sollen Austin zufolge das anhaltende Engagement der Verbündeten für die Unterstützung der Ukraine zeigen.
20:29 Uhr

Polen will ukrainische Brigade ausbilden und mit Panzern und Schützenpanzern ausrüsten

Nach einem Treffen von Verteidigungsministern aus rund 50 Ländern auf der US-Militärbasis Ramstein, bei dem es um weitere Unterstützung für die Ukraine ging, versprach der polnische Vizepremierminister und Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak, bis Ende März eine ukrainische Militärbrigade auszubilden und mit T-72-Panzern und Schützenpanzern auszurüsten:

"Wir können bis zu einer Brigade ukrainischer Soldaten bis Ende März ausrüsten und ausbilden."

Wie der Minister weiter anmerkte, handele es sich dabei um gebrauchte Waffen.