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16:15 Uhr

Russisches Verteidigungsministerium: Mehr als 200 ukrainische Soldaten binnen 24 Stunden getötet

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, äußerte sich zu den Fortschritten der russischen Spezialoperation in der Ukraine. Die russischen Truppen setzten ihre Offensive in den Frontabschnitten Donezk und Süddonezk fort, töteten bis zu 110 ukrainische Soldaten und zerstörten vier gepanzerte Kampffahrzeuge, vier Fahrzeuge, drei Pick-ups, drei französische CAESAR-Artillerieeinheiten, ein US-amerikanisches M-777-Artilleriesystem, eine Gwosdika-Artillerieeinheit und zwei Akazija-Selbstfahrlafetten. Außerdem seien ein ukrainisches Munitionsdepot und eine US-amerikanische AN/TPQ-50-Radarstation zur Batterieabwehr zerstört worden.

In den Richtungen Kupjansk und Krasny Liman schlugen die russischen Truppen Angriffe ukrainischer Einheiten zurück. Dabei seien über 90 ukrainische Soldaten getötet und ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwei Fahrzeuge sowie zwei Akazija-Selbstfahrlafetten, ein gepanzerter Mannschaftswagen, drei Pickups und eine Haubitze vom Typ D-20 zerstört worden.

Konaschenkow teilte auch mit, dass die russische Luftwaffe ein Su-25-Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen habe. Darüber hinaus zerstörte die russische Luftabwehr an einem Tag fünf ukrainische unbemannte Flugzeuge.

Seit Beginn der militärischen Spezialoperation seien insgesamt 374 Flugzeuge, 200 Hubschrauber, 2.903 unbemannte Luftfahrzeuge, 401 Boden-Luft-Raketensysteme, 7.569 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 985 Mehrfachraketenwerfer, 3.865 Stück Feldartillerie und Mörser sowie 8.113 militärische Spezialfahrzeuge zerstört worden.
16:39 Uhr

Peskow kontert Selenskij: Russland und Putin existieren

Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat die Aussage des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kommentiert, der die Existenz von Wladimir Putin in Frage gestellt hatte. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitiert Peskow wörtlich:

"Es ist klar, dass es Selenskij rein psychologisch lieber wäre, wenn es weder Russland noch Putin gäbe, aber je früher er versteht, je früher das ukrainische Regime versteht, dass Russland und Putin existieren und existieren werden und dass man früher oder später alles Antirussische aufgeben muss, desto besser für ein Land wie die Ukraine."

Peskow fügte hinzu, je eher das ukrainische Regime seine Bereitschaft zeige, die Forderungen Russlands zu berücksichtigen – was auf jeden Fall geschehen werde –, desto eher werde alles vorbei sein und desto eher werde sich das ukrainische Volk von der Tragödie erholen, die das Kiewer Regime verursacht habe.
17:04 Uhr

Bericht: Bis zu vier Millionen neue Flüchtlinge aus Ukraine in EU erwartet

Bis zu vier Millionen Flüchtlinge können in diesem Jahr in die EU-Länder aus der Ukraine kommen. Diese Prognose gab am Mittwoch das Internationale Zentrum für die Entwicklung der Migrationspolitik (International Centre for Migration Policy Development, ICMPD) mit Sitz in Wien ab. Der neue Zustrom von Flüchtlingen könne die Fähigkeit Europas, Einwanderer durchzulassen und zu integrieren, ernsthaft einschränken, heißt es in dem Bericht der Organisation.

Seit Februar 2022 sind 7,9 Millionen Ukrainer nach Europa geflohen, davon erhielten 4,9 Millionen einen vorübergehenden Schutzstatus. Laut dem ICMPD-Bericht werden die Flüchtlinge, die letztes Jahr angekommen waren, im Jahr 2023 in größerer Zahl in den EU-Arbeitsmarkt eintreten, nachdem das Programm des vorübergehenden Schutzes bis März 2024 verlängert wurde.
17:37 Uhr

Russische Truppen gehen im Gebiet Saporoschje in die Offensive

Die russische Armee habe eine lokale Offensive in der Nähe der Stadt Orechow gestartet, teilte Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der Gebietsverwaltung von Saporoschje, RIA Nowosti mit. Er erklärte:

"Unsere Truppen halten die besetzten Stellungen. Das von den ukrainischen Kämpfern befreite Territorium des Gebiets Saporoschje wächst allmählich."

Rogow erinnerte daran, dass Orechow selbst noch von den ukrainischen Streitkräften kontrolliert wird.

Ihm zufolge hat das russische Militär die Frontlinie in diesem Gebiet leicht verschoben, während die ukrainischen Kämpfer gezwungen waren, sich auf Reservelinien zurückzuziehen.

Rogow hatte diese Woche RIA Nowosti erklärt, dass die ukrainischen Streitkräfte, die sich in letzter Zeit auf eine Offensive im Gebiet Saporoschje vorbereiteten, ihre Taktik drastisch geändert und damit begonnen hätten, in dem von ihnen kontrollierten Teil des Gebiets gleich mehrere Verteidigungslinien zu errichten.

Außerdem begann das ukrainische Militär, die Gebietshauptstadt Saporoschje auf Straßenkämpfe vorzubereiten. Die ukrainischen Kämpfer bauen in den Vorstädten Befestigungen, bauen Infrastruktur ab und richten in Fabriken militärische Einrichtungen ein.
18:10 Uhr

Sergei Lawrow: "Wir werden alles tun, um unsere Kollegen aus der NATO und der EU zu ernüchtern"

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem weißrussischen Amtskollegen Sergei Aleinik in Minsk dem Westen vorgeworfen, die Ukraine in "Anti-Russland" verwandeln zu wollen. Somit wolle der Westen den rechtmäßigen Interessen der Russischen Föderation schaden und sie schwächen. Dem russischen Chefdiplomaten zufolge will der Westen seinem Land eine strategische Niederlage zufügen, "um seine territoriale Integrität in Frage zu stellen".

"Diese Menschen sind total anmaßend. Diese Menschen stellen ihre unbändigen politische Ambitionen, die Verwirklichung ihres Gefühls der eigenen Überlegenheit sowie ihre kolonialistischen und neokolonialistischen Träume und Illusionen über die Interessen ihrer eigenen Völker."

Lawrow brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass demnächst im Westen eine Ernüchterung eintreten werde.

"Wir werden zumindest unsererseits alles tun, um unsere Kollegen aus der NATO und der Europäischen Union so schnell wie möglich zu ernüchtern."
18:38 Uhr

Ein Zivilist beim Beschuss durch ukrainische Streitkräfte in Kachowka getötet

Beim ukrainischen Beschuss der Stadt Kachowka im Gebiet Cherson sei am Donnerstag ein Mensch ums Leben gekommen. Dies teilt die örtliche Verwaltung auf Telegram mit. Außerdem habe ein Kind unter psycho-emotionalem Stress gelitten. Mehrere Privathäuser seien beschädigt worden.

Die Stromversorgung vor Ort sei vollständig wiederhergestellt worden. Derzeit werde daran gearbeitet, die Gasversorgung wiederherzustellen.
19:06 Uhr

Dänemark will an die Ukraine Artillerie liefern und verzögert damit seine eigene Aufrüstung

Dänemark wird der Ukraine 19 Selbstfahrlafette vom Typ CAESAR übergeben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium Dänemarks. Die Agentur zitiert den dänischen Verteidigungsminister wörtlich:

"Wir waren in ständigem Kontakt mit den Ukrainern, insbesondere was die CAESAR-Artillerie betrifft, und ich bin sehr erfreut, dass wir jetzt vom dänischen Parlament breite Unterstützung erhalten haben, diese für den Freiheitskampf der Ukraine zu spenden."

Reuters zufolge hatte Dänemark im Rahmen seiner Verpflichtungen gegenüber der NATO die Aufgabe, bis 2032 eine schwere Infanteriebrigade aufzubauen, die sogenannte 1. Brigade. Doch war das Projekt durch Verzögerungen beeinträchtigt worden. Die Spende der CAESAR-Haubitzen würde den Aufbau der 1. Brigade weiter verzögern, so das Ministerium. Außerdem hat Dänemark noch nicht alle CAESAR-Artilleriesysteme erhalten, die vom französischen Waffenhersteller Nexter entwickelt werden.
19:41 Uhr

Medienbericht: Deutsche Rüstungsindustrie ist bereit, der Ukraine bis zu 100 Kampfpanzer zu übergeben

Die deutsche Rüstungsindustrie könne in diesem Jahr über 100 deutsche Leopard-1- und Leopard-2-Kampfpanzer sowie britische Challenger-1-Kampfpanzer aufarbeiten und der Ukraine übergeben. Dies berichtet die Zeitung Handelsblatt am Donnerstag unter Berufung auf Branchenkreisen. Damit müsste die Bundeswehr keine Panzer aus dem eigenen "knappen Bestand" abgeben. Doch muss dem noch von der Bundesregierung zugestimmt werden. Der Rheinmetall-Konzern könne britische Panzer vom Typ Challenger 1 von Oman kaufen und aufrüsten. Neben dem Challenger bietet Rheinmetall die Lieferung von Leopard 1 und Leopard 2 an. Vom älteren Leopard 1 könne der Konzern in diesem Jahr 20 Kampfpanzer neu ausrüsten und abgeben, weitere 80 Kampfpanzer sollen innerhalb von 20 Monaten folgen.
20:06 Uhr

Großbritannien will 600 weitere Raketen an die Ukraine liefern

Großbritannien will 600 weitere Raketen vom Typ Brimstone in die Ukraine schicken. Das kündigte Verteidigungsminister Ben Wallace am Donnerstag auf dem estnischen Militärstützpunkt Tapa an. Nähere Angaben zum Zeitpunkt der Lieferung machte er zunächst nicht. Wallace nahm in Tapa an einem Treffen von Verteidigungsministern mehrerer europäischer Länder teil, das von seinem estnischen Kollegen Hanno Pevkur und ihm initiiert worden war. Bei dem Treffen erklärte Pevkur:

"Was die Ukraine am meisten braucht, sind schwere Waffen …"

Litauens Verteidigungsminister Arvydas Anušauskas betonte außerdem, dass die Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte unbeschränkt sein müsse, und rief zur Lieferung von Kampfpanzern auf.
20:33 Uhr

Bundestag: "Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine bleibt strittig"

Die Abgeordneten des Bundestages haben am 19. Januar nicht für die Übergabe von Kampfpanzern der Typen Leopard 1 und Leopard 2 an die Ukraine gestimmt, da mehrere Parteien den Vorschlag ablehnten. Der Bundestag hat einen Antrag der CDU/CSU-Fraktion zur Lieferung deutscher Kampfpanzer vom Typ Leopard 1 beziehungsweise Leopard 2 nach einer "hitzigen Debatte" zur weiteren Beratung in den federführenden Auswärtigen Ausschuss überwiesen. Die Union hatte eine sofortige Abstimmung gefordert, dies scheiterte jedoch am Votum der Koalitionsfraktionen, der AfD- und der Linksfraktion, heißt es auf der Website des Bundestags. Außerdem gibt es keine Einigung über die Lieferung von Kampfpanzern innerhalb der Regierungskoalition, vor allem in der SPD.
20:55 Uhr

Beamter von Saporoschje: Russische Truppen bringen vier Ortschaften bei Orechow unter Kontrolle

Die russischen Streitkräfte sollen vier Ortschaften bei der Stadt Orechow im Gebiet Saporoschje unter ihre Kontrolle gebracht haben. Dies teilte der Beamte des Hauptrates der Gebietsverwaltung von Saporoschje Wladimir Rogow am Donnerstag TASS. Er fügte lediglich hinzu:

"Das ist ein lokaler Erfolg."

Rogow unterstrich außerdem, dass die ukrainische Armee nach Informationen der Funkspruchabhörung in diesem Gebiet einen Mangel an Artillerie und Drohnen habe, was sie zum Rückzug zwingen könnte.
21:25 Uhr

Ukrainische Behörden initiieren Gesetzentwurf über Verbot der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche

Der ukrainische Premierminister Denis Schmygal hat der Werchowna Rada einen Gesetzentwurf vorgelegt, der darauf abzielt, die Tätigkeit der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche zu verbieten, berichtet TASS. Das Dokument wurde auf der Website des Parlaments veröffentlicht.

Der Gesetzentwurf Nummer 8371 über die "Tätigkeit bestimmter religiöser Organisationen" kann es ermöglichen, die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche zu verbieten, falls die ukrainischen Behörden zu dem Schluss kommen, dass sie mit Russland in Verbindung stehe.

Derzeit gibt es in der Ukraine die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche und die Orthodoxe Kirche der Ukraine. Die Letztere war im Jahr 2018 gegründet worden. Nach dem Beginn der Spezialoperation hatte die Ukrainisch-orthodoxe Kirche ihre Unabhängigkeit von der Russisch-Orthodoxen Kirche erklärt.
13:30 Uhr

Weg aus Europa? Bayer-Chefetage sieht sich in den USA und China um

Der Pharmakonzern Bayer kritisiert das wirtschaftliche Umfeld für Innovationen in Europa und will den Schwerpunkt seines Pharmageschäfts weiter Richtung USA verlagern. Bayer-Pharmachef Stefan Oelrich sagte gegenüber der Financial Times in einem am Montag veröffentlichen Interview: "Europa macht einige wirklich große Fehler [...] Wir verlagern unseren kommerziellen Fußabdruck und die Ressourcen für unseren kommerziellen Fußabdruck deutlich weg von Europa."

Man wolle sich daher weiter auf die USA und China konzentrieren, wo das Pharmageschäft bereits eine bedeutende Marktpräsenz aufgebaut habe, betonte er. China stehe Innovationen deutlich aufgeschlossener gegenüber, während höhere Medikamentenpreise in den USA es Bayer ermöglichten, die durch die hohe Inflation – welche nicht zuletzt durch die antirussischen EU-Sanktionen befeuert wurden und werden – verursachte Kostenexplosion zu tilgen. In den USA hat sich der Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern in den vergangenen Jahren mit einigen milliardenschweren Pharmadeals wie dem umstrittenen Monsanto-Konzern verstärkt. Im Gegensatz zu den USA bezeichnete Oelrich die EU als "innovationsunfreundlich".
19:19 Uhr

Microsoft kündigt Abbau von 10.000 Stellen an

Auch in der IT-Branche stehen nun größere Kündigungswellen an: Am Mittwoch hatte Microsoft angekündigt, bis zum Ende des Quartals 10.000 Mitarbeiter zu entlassen, etwas weniger als fünf Prozent der Belegschaft. Wie Konzernchef Satya Nadella in einer Mitteilung erklärte, passe der Softwarehersteller seine Kostenstruktur an die Umsätze und die Nachfrage der Kunden an.

Microsoft äußerte sich gegenüber der Belegschaft nicht dazu, welche Bereiche betroffen sind. Man wolle jedoch "weiterhin Einstellungen in strategischen Schlüsselbereichen vornehmen". Ziel sei, Kapital und Köpfe auf die langfristigen Wachstumsbereiche zu konzentrieren, so Nadella. Er begründete die Entscheidung damit, dass das Unternehmen sich an "technologische Verschiebungen" anpassen müsse.

Analyst Dan Ives vom Vermögensverwalter Wedbush erklärte, die Entscheidung komme nicht überraschend: In den vergangene Jahren habe Microsoft wie auch andere Technologieunternehmen sehr viel Personal eingestellt. Jetzt habe sich die Situation geändert, auch Microsoft müsse handeln.

Auch die IT-Branche steht mittlerweile unter Druck: In den Hochzeiten der Corona-Krise und der damit verbundenen Telearbeit boomten Computerverkäufe und das Online-Anzeigengeschäft. Entsprechend stellten die Unternehmen viele Mitarbeiter ein. Doch nun laufen die Geschäfte nicht mehr, Computer und Smartphones verkaufen sich nicht mehr so gut. Marktforschungsinstituten zufolge gingen die PC-Auslieferungen im vierten Quartal 2022 um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. In den Vereinigten Staaten wurden im vergangenen Jahr laut der Branchenberatung Challenger mehr als 97.000 Arbeitsplätze in der Techbranche abgebaut – so viele wie seit dem Platzen der Dotcom-Blase 2001 nicht mehr.
21:02 Uhr

Bertelsmann will Druckstandort Ahrensburg schließen

Der Bertelsmann-Konzern will Ende Januar 2024 die Produktion an seinem Druckstandort Ahrensburg nordöstlich von Hamburg einstellen. 545 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien betroffen, teilte das zu Bertelsmann gehörende Unternehmen Prinovis am Donnerstag mit. Ahrensburg befinde sich seit geraumer Zeit in der Verlustzone. Die Produktionsstätte ist nach Unternehmensangaben der letzte verbliebene Tiefdruckstandort von Bertelsmann in Deutschland. Die Arbeitnehmerseite kündigte jedoch Widerstand gegen die Pläne an.

Nach Unternehmensangaben ist der für den Standort relevante europäische Tiefdruckmarkt seit mehr als einem Jahrzehnt strukturell rückläufig. Die Nachfrage nach Katalogen in hoher Auflage sowie Zeitschriften und Beilagen sei überproportional gesunken. Auch die Corona- und die Energiekrise haben in der jüngsten Zeit für Einbußen gesorgt. Prinovis-Geschäftsführer Ulrich Cordes sagte:

"Hinzu kommt, dass unsere Auftraggeber aufgrund der Pandemiefolgen und des enormen Anstiegs der Papier- und Energiepreise ihre Marketingaktivitäten in den vergangenen zwei Jahren immer wieder hinterfragt und häufig in Richtung digitaler Kommunikationslösungen verändert haben."

Es gebe einen starken Rückgang des Auftragsvolumens. Für die betroffenen Mitarbeiter sollen dem Unternehmen zufolge "zeitnah sozialverträgliche Lösungen" gefunden werden. Der Betriebsrat am Standort Ahrensburg teilte mit, man akzeptiere die Schließungspläne nicht:

"Seit mittlerweile mehr als 14 Jahren wurden den Beschäftigten Mitarbeiterbeiträge zur Zukunftssicherung, in Form von direktem Lohnverzicht, Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich und Arbeitsverdichtung, abverlangt."
21:44 Uhr

Gemeinsame Erklärung der Verteidigungsminister nach dem Treffen in Estland veröffentlicht

Am Donnerstag wurde eine gemeinsame Erklärung der Verteidigungsminister Estlands, Großbritanniens, Polens, Lettlands und Litauens sowie der Vertreter Dänemarks, Tschechiens, der Niederlande und der Slowakei nach einem Treffen in Estland veröffentlicht. Darin haben sie ihre weitere Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. Demnach soll Tschechien unter anderem die Wartung der bereits gelieferten Ausrüstung zugesagt haben.

Dänemark will seine militärische Hilfe für die Ukraine sowie die Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte fortsetzen. Das Hilfspaket Estlands soll unter anderem aus Dutzenden Haubitzen vom Typ FH-70 und D-30, Tausenden Stück Artilleriemunition und Panzerabwehrhandwaffen vom Typ Carl-Gustaf M2 bestehen. Lettland bereitet neue Spenden vor, darunter zusätzliche Dutzende tragbare Luftabwehrsysteme vom Typ Stinger, zwei Mi-17-Hubschrauber, Dutzende von Maschinengewehren, mehrere Dutzend Drohnen und Ersatzteile für M109-Haubitzen. Außerdem plant Lettland im Jahr 2023, rund 2.000 ukrainische Soldaten auszubilden.

Litauen will Kiew Dutzende von Flugabwehrkanonen vom Typ L-70 und zwei Mi-8-Hubschrauber übergeben. Polen soll Flugabwehrkanonen vom Typ S-60 mit 70.000 Stück Munition an die Ukraine liefern. Außerdem ist Polen bereit, eine Kompanie Leopard-2-Panzer mit 1.000 Stück Munition zu spenden. Großbritannien kündigte an, dass es Challenger-2-Panzer, Panzerhaubitzen vom Typ AS90, Munition, Raketen und Weiteres an die Ukraine liefern will.
21:53 Uhr

Ukrainische Truppen beschießen zivile Ziele in Wolnowacha – zwei Zivilisten getötet

Beim Beschuss der Stadt Wolnowacha in der Volksrepublik Donezk (DVR) durch ukrainische Streitkräfte wurden am Donnerstag zwei Zivilisten getötet. Dies berichtet die Vertretung der Volksrepublik Donezk beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsverbrechen. Bei dem ukrainischen Angriff wurden mehrere Wohnhäuser, eine Schule sowie eine Gasleitung beschädigt.
07:07 Uhr

LVR: Ukraine verliert in vier Tagen 1.500 Kämpfer durch Verwundung

Am Frontabschnitt der Volksmiliz der LVR haben die ukrainischen Verluste an Verwundeten in vier vergangenen Tagen etwa 1.500 Kämpfer betragen. Dies berichtete der Militärexperte und Oberstleutnant der LVR a. D. Andrei Marotschko der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Unter Verweis auf eigene Quellen sagte er:

"Nach den von ukrainischen Militärärzten erhaltenen Informationen überlebt nur etwa einer von drei verwundeten Kämpfern."

Der Großteil der ukrainischen Verwundeten sterbe unter anderem wegen verspäteter Behandlung, Blutverlust oder mangelnder Hygiene, so Marotschko.