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10:13 Uhr

Umfrage: Deutsche lehnen deutsche Kampfpanzer-Lieferungen an Ukraine überwiegend ab

Die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern an die Ukraine wird in der deutschen Bevölkerung weiterhin überwiegend skeptisch bewertet. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sprechen sich 43 Prozent der Befragten dagegen und nur 39 Prozent dafür aus. 16 Prozent wollten keine Angaben machen.

Gleichzeitig sprechen sich 47 Prozent dafür aus, dass die Bundesregierung die Weitergabe von Leopard-2-Panzern, über die bereits 20 andere Länder verfügen, genehmigt. 38 Prozent sind dagegen, 16 Prozent machten keine Angaben.

Deutschland hat inzwischen Waffen und militärische Ausrüstung im Wert von mehr als 2,2 Milliarden Euro in die Ukraine geliefert. Jeder dritte Befragte (33 Prozent) meint, das sei schon jetzt zu viel. 24 Prozent halten den Umfang der Lieferungen für genau richtig. 25 Prozent fordern noch mehr militärische Unterstützung aus Deutschland für die Ukraine.
10:38 Uhr

USA wollen vorerst keine Panzer an Ukraine liefern

Die Vereinigten Staaten von Amerika werden keine Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams an die Ukraine liefern, hat das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mitgeteilt. Der Staatssekretär für Verteidigung Colin Kahl begründete die Entscheidung damit, dass die Abrams-Panzer teuer seien, eine umfangreiche Ausbildung erfordern und viel Treibstoff verbrauchen würden. Die USA würden sich zwar nicht um ein mögliches Eskalationsrisiko sorgen, möchten aber Waffen liefern, die "der Ukraine auf dem Schlachtfeld wirklich helfen", so Kahl weiter. Eine Lieferung von Abrams-Panzern in Zukunft sei daher auch nicht völlig ausgeschlossen.

Die Entscheidung der USA, vorerst Kiew keine Abrams-Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen, hat möglicherweise auch Folgen für deutsche Waffenlieferungen. Der Bundeskanzler Olaf Scholz hatte erst jüngst die Lieferungen von deutschen Kampfpanzern des Typs Leopard 2 von einer Zusage der USA zu Panzerlieferungen an Kiew abhängig gemacht.
11:01 Uhr

Russische Luftverteidigung wehrt ukrainischen Raketenangriff auf das Gebiet Brjansk ab

Wie der Gouverneur des Gebiets Brjansk Alexander Bogomas mitteilte, habe ein Raketenabwehrsystem im Gebiet Brjansk einen Angriff auf den Bezirk Unetschski abgewehrt, ohne dass es zu Schäden oder Opfern kam. In der Nachricht auf seinem Telegram-Kanal heißt es:

"Heute Abend haben die ukrainischen Nationalisten einen Raketenangriff auf das Gebiet des Bezirks Unetschski durchgeführt. Das Flugabwehrsystem der russischen Streitkräfte hat den Angriff abgewehrt."

Nach Angaben des Gebietsgouverneurs wurde bei dem Beschuss niemand verletzt. Die operativen Dienste seien vor Ort tätig.
11:26 Uhr

Medwedew: Niederlage einer Atommacht im konventionellen Krieg könnte Beginn eines Atomkriegs auslösen

Die Niederlage einer Atommacht in einem konventionellen Krieg könnte den Beginn eines Atomkriegs provozieren, warnte der ehemalige Präsident und heutige stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrats Russlands Dmitri Medwedew.

Der Politiker äußerte sich zu dem Treffen der Verteidigungsminister westlicher Länder, das am 20. Januar auf dem Stützpunkt in Ramstein der US Air Force in Deutschland stattfinden wird. Sie werden dort über neue Lieferungen an Kiew beraten, darunter auch über schwere Waffen und Schockwaffen. In einem Beitrag auf Medwedews Telegram-Kanal heißt es:

"... Und das unmittelbar nach dem Forum in Davos, wo diese unterentwickelten politischen Parteigänger wie ein Mantra wiederholten: 'Um Frieden zu erreichen, muss Russland verlieren.'
Und es kommt keinem dieser Armseligen in den Sinn, daraus die folgende elementare Schlussfolgerung zu ziehen: Die Niederlage einer Atommacht in einem konventionellen Krieg kann den Ausbruch eines Atomkrieges provozieren ..."

Wie der ehemalige russische Präsident hinzufügte, haben bisher "die Atommächte keine großen Konflikte verloren, von denen ihr Schicksal" abhing. Und das "sollte jedem klar sein".
11:51 Uhr

Wagner-Chef Prigoschin meldet Einnahme von Kleschtschejewka

Die etwa neun Kilometer südwestlich der Stadt Artjomowsk (ukrainisch Bachmut) gelegene Ortschaft Kleschtschejewka ist von Truppen des privaten Militärunternehmens "Wagner" unter Kontrolle gebracht worden. Der Gründer der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin erklärte nach Angaben seines Pressedienstes:

"Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Ortschaft Kleschtschejewka, einer der wichtigsten Vororte von Bachmut, von Verbänden des privaten Militärunternehmens 'Wagner' vollständig unter Konrtrolle gebracht wurde."

Weiter räumte Prigoschin zwar ein, dass die Umgebung von Kleschtschejewka noch heftig umkämpft werde und dass das ukrainische Militär sich in Artjomowsk weiterhin verteidige, gab sich aber dennoch siegesgewiss:

"Trotz verschiedener Meinungen, wonach die Streitkräfte der Ukraine aus Artjomowsk fliehen, ist dem nicht so. Das ukrainische Militär arbeitet straff und gut eingespielt. Dennoch stoßen die Verbände des privaten Militärunternehmens 'Wagner' Meter um Meter vor. Die Stadt Artjomowsk wird eingenommen werden."
12:17 Uhr

US-Regierung besorgt über Manöver von Russland und Weißrussland

Die USA haben sich besorgt über die gemeinsamen Manöver von Russland und Weißrussland geäußert. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, sagte am Mittwoch in Washington, D.C., Minsk habe Moskau "eindeutig und nachweislich" beim Angriff auf die Ukraine unterstützt.

"Diese Übungen werden – wie schon in der Vergangenheit – von uns beobachtet und überwacht."

Man verfolge sie "mit Sorge". Es gebe bislang aber keine Anzeichen dafür, dass Weißrussland plane, selbst in die Ukraine einzudringen, sagte Kirby.

In Kiew betrachtet man Weißrussland schon längst als Kriegspartei und befürchtet eine Attacke aus weißrussischem Territorium. Deshalb errichtet die Ukraine im Norden des Landes zusätzliche Verteidigungseinrichtungen.
12:46 Uhr

Mehrere Dörfer im Gebiet Belgorod beschossen

Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Dörfer Balki und Leninski im Stadtbezirk Schebekinski im Gebiet Belgorod beschossen, wobei es keine Verletzten gab. Dies teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf seinem Telegram-Kanal mit. Seine Botschaft lautet:

"Mehrere Dörfer im Stadtbezirk Schebekinski gerieten gleichzeitig unter ukrainischen Beschuss. Es gab weder Opfer noch Verletzte. Auf dem Gehöft Balki gibt es Einschläge. Ein Privathaus, in dem niemand wohnte, wurde durch den Beschuss zerstört. Durch die Explosion wurden die Fenster der benachbarten Häuser beschädigt. Bei einem Luftangriff im Dorf Leninski wurden die Nebengebäude eines Privathauses zerstört."
13:19 Uhr

Selenskij ist unsicher, ob Putin noch lebt

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat eine weitere Begründung für seine Verweigerung von Verhandlungen mit Russland gefunden. Wie mehrere ukrainische Medien übereinstimmend berichten, behauptete Selenskij während seines Auftritts beim traditionellen "ukrainischen Frühstück" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, dass er gar nicht wisse, ob Russland Präsident Wladimir Putin überhaupt noch am Leben sei. Angeblich sorge das für Unsicherhait im Hinblick auf mögliche Verhandlungen, so der ukrainische Präsident:

"Heute verstehe ich nicht ganz, mit wem und worüber man sprechen soll. Ich bin mir nicht sicher, dass derjenige 'Präsident von Russland', der manchmal vor einem Greenscreen erscheint, tatsächlich einer ist. Ich verstehe nicht ganz, ob er lebt, ob er Entscheidungen trifft oder wer sie sonst trifft und was das für Personen sind. Diese Informationen habe ich nicht."

Einen Lösungsansatz für dieses große Rätsel sieht Selenskij so:

"Ich glaube, Russland muss erst 'jemanden' finden und danach 'etwas' vorschlagen."
13:45 Uhr

Ex-Pentagon-Berater meldet Zerstörung ukrainischer Reserven in Artjomowsk

Ukrainische Reserven, die für eine Gegenoffensive im Süden vorbereitet wurden, sind in der Nähe von Artjomowsk (ukrainisch: Bachmut) vernichtet worden. Dies erklärte der pensionierte Oberst Douglas Macgregor, ein ehemaliger Berater des US-Verteidigungsministers während der Amtszeit des vormaligen US-Präsidenten Donald Trump, der seine Ausführungen im YouTube-Kanal veröffentlicht hat. Er sagt dort:

"Bachmut ist zu einem riesigen Blutbad für die Ukrainer geworden. Sie hatten etwa 14 bis 15 Brigaden mit 4.000 Mann in Bachmut. Alle – bis auf zwei oder drei – sind inzwischen zurückgezogen worden. Sie haben 70 Prozent ihrer Kräfte verloren."

Der pensionierte Oberst fügte hinzu:

"Die Städte in der Umgebung von Bachmut, im Norden, Osten und Westen, kapitulieren. Soledar ist in russische Hand gefallen. Die Position in Bachmut ist schwer zu halten, es wird bald fallen."

Er glaubt, dass Artjomowsk innerhalb von zwei bis drei Wochen befreit sein wird. Macgregor erläutert sein Prognose so:

"Die Ukrainer haben versucht, Reserven für eine Offensive im Süden, in Cherson, zu schaffen. Aber diese Reserven sind jetzt in Bachmut verloren gegangen. Die Ukraine hat jetzt noch 140.000 bis 150.000 kampffähige Männer."
14:09 Uhr

LVR: Einnahme von Kleschtschejewka strategisch wichtig

Die Kontrolle über die südwestlich der Stadt Artjomowsk (ukrainisch Bachmut) gelegene Ortschaft Kleschtschejewka ist für die Einnahme von Artjomowsk strategisch wichtig. Dies erklärte der Militärexperte aus der Lugansker Volksrepublik Oberst Witali Kisseljow. In einer Fernsendung des russischen Perwy Kanal sagte er:

"Kleschtschejewka ist ein wichtiger Ort südlich von Bachmut, weil er an Verkehrswege angebunden ist, über die Munition und Personal nach Bachmut transportiert werden. Von Kleschtschejewka aus können diese Wege bereits unter Mörser- und Artilleriefeuer genommen werden."

Nach Kisseljows Einschätzung wird das ukrainische Militär weiterhin Widerstand leisten, weswegen eine Einkesselung von Artjomowsk und eine Unterbrechung ukrainischer Versorgungsrouten notwendig sei:

"Der Gegner wird nicht aufgeben, er leistet erbitterten Widerstand. Wenn jemand meint, dass sie weglaufen, sich verstecken oder sich nach einiger Zeit zurückziehen – das wird leider nicht passieren. Wir müssen sie dazu zwingen. Schließlich wird sich der Ring um Artjomowsk immer enger schließen."
14:33 Uhr

Stoltenberg: Russischer Sieg in der Ukraine sehr gefährlich für NATO

Ein russischer Sieg in der Ukraine wäre für die NATO sehr gefährlich, weil er das Bündnis verwundbarer machen würde. Dies erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Er behauptet:

"Es ist äußerst wichtig, dass Putin in der Ukraine nicht gewinnt, auch weil dies eine Tragödie für die Ukraine wäre. Aber es wäre auch sehr gefährlich für uns alle, denn es wäre dann ein Signal an alle autoritären Regime, dass sie mit Gewalt und unter Verletzung des Völkerrechts erreichen können, was sie wollen. Das würde uns verwundbar machen."

Laut Stoltenberg besteht der Weg zum Frieden in der Ukraine darin, Kiew militärische Hilfe zu leisten. Er fügte hinzu:

"Waffen sind der Weg zum Frieden, das ist ein Paradoxon. Aber die einzige Möglichkeit, eine Einigung zu erzielen, besteht darin, Putin davon zu überzeugen, dass er auf dem Schlachtfeld nicht gewinnen wird, dass er sich an den Verhandlungstisch setzen und verhandeln muss."
14:47 Uhr

Schweden will Ukraine mit Artilleriesystem Archer beliefern

Stockholm will Kiew das Artilleriesystem Archer zur Verfügung stellen. Nach Angaben von Regierungschef Ulf Kristersson haben die schwedischen Streitkräfte den Auftrag erhalten, die Lieferung vorzubereiten. Wirtschaftsministerin Ebba Busch zufolge erhält die Ukraine außerdem bis zu 50 in Schweden hergestellte Schützenpanzer vom Typ CV 90 (Stridsfordon 90) sowie Panzerabwehrwaffen vom Typ NLAW.

Insgesamt hat die neue schwedische Unterstützung demnach einen Wert von 4,3 Milliarden Kronen (knapp 390 Millionen Euro). Das Paket beinhaltet auch eine Zusammenarbeit bei der Beschaffung von Verteidigungsmaterial. Das soll der Ukraine ermöglichen, schneller Waffen zu kaufen.

Über eine Lieferung des schwedischen Artilleriesystems Archer an die Ukraine ist in dem skandinavischen EU-Land seit längerer Zeit diskutiert worden. Es handelt sich dabei um eine hochpräzise Selbstfahrlafette mit einem Artilleriegeschütz vom Kaliber 155 Millimeter. Archer kann schnell auf Rädern bewegt und schnell abgefeuert werden. Es steht seit Längerem weit oben auf der ukrainischen Wunschliste.
15:11 Uhr

Gebiet Belgorod erneut unter Beschuss: Geschoss trifft Geflügelfabrik

Der Gouverneur des russischen Grenzgebiets Belgorod Wjatscheslaw Gladkow hat auf Telegram weitere ukrainische Angriffe auf Ortschaften in seiner Region gemeldet. Ein Geschoss habe eine Geflügelfabrik in der Nähe der Siedlung Zerkowny getroffen. Gladkow meldete keine Opfer. Auf den von ihm veröffentlichen Fotos waren jedoch Schäden am Dach der Fabrik, zerbrochene Fenster sowie Löcher an der Fassade und am Zaun um das Gelände zu sehen.

Einige Zeit später meldete der Gouverneur einen neuen ukrainischen Angriff auf das Dorf Balki. Auch dort gebe es keine Opfer. Durch den Einschlag eines Geschosses seien in einem Privathaus die Fenster zu Bruch gegangen. Auch eine Stromleitung sei in Mitleidenschaft gezogen worden.

Zuvor waren im Gebiet Belgorod die Dörfer Balki und Leninski unter Beschuss geraten. Dort wurden ebenfalls keine Opfer gemeldet. In den beschossenen Ortschaften fiel der Strom aus.
15:27 Uhr

Ukrainische Minister wollen Leopard-Panzer von zwölf Staaten

Vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein haben zwei ukrainische Beamte die internationale Gemeinschaft zur Lieferung deutscher Leopard-Panzer aufgefordert. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung versicherten Außenminister Dmitri Kuleba und Verteidigungsminister Alexei Resnikow, dass die Ukraine diese Waffen verantwortungsvoll und ausschließlich für die Verteidigung des Landes in den international anerkannten Grenzen verwenden werde.

Die Minister erwähnten zwölf Staaten, darunter Deutschland, die Türkei und Spanien, die sie um Panzerlieferungen bitten. Die ebenfalls aufgeführten Polen und Finnland hatten bereits angekündigt, im Rahmen einer internationalen Panzerkoalition mehr als zwei Dutzend Leopard-Panzer liefern zu wollen.

Weiter schrieben Kuleba und Resnikow in ihrem Aufruf über ein bedeutendes Übergewicht Russlands bei der Zahl der Truppen, Waffen und Kriegstechnik. Moskau ziele auf eine Aktivierung der Kampfhandlungen ab. Der Versuch einer Revanche Russlands für die Misserfolge im Ukraine-Konflikt, darunter auch die Gefahr einer neuen Großoffensive, ist ihnen zufolge sehr real.

Der in Deutschland gebaute Panzer Leopard gilt als Exportschlager und wird von Streitkräften verschiedener Länder genutzt.
15:50 Uhr

AfD-Bundestagsabgeordneter Bystron: USA profitieren vom Ukraine-Krieg geopolitisch und wirtschaftlich

Der AfD-Abgeordnete Petr Bystron hat am Donnerstag im Bundestag erklärt, dass die Ukraine den Krieg militärisch nicht gewinnen könne. Gleichwohl habe dieser Konflikt bereits einen Gewinner, und das seien die USA, die davon geopolitisch und wirtschaftlich profitierten. Die deutschen Bürger wollten aber keine Eskalation und keine Waffenlieferungen an die Ukraine.
16:15 Uhr

Russisches Verteidigungsministerium: Mehr als 200 ukrainische Soldaten binnen 24 Stunden getötet

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, äußerte sich zu den Fortschritten der russischen Spezialoperation in der Ukraine. Die russischen Truppen setzten ihre Offensive in den Frontabschnitten Donezk und Süddonezk fort, töteten bis zu 110 ukrainische Soldaten und zerstörten vier gepanzerte Kampffahrzeuge, vier Fahrzeuge, drei Pick-ups, drei französische CAESAR-Artillerieeinheiten, ein US-amerikanisches M-777-Artilleriesystem, eine Gwosdika-Artillerieeinheit und zwei Akazija-Selbstfahrlafetten. Außerdem seien ein ukrainisches Munitionsdepot und eine US-amerikanische AN/TPQ-50-Radarstation zur Batterieabwehr zerstört worden.

In den Richtungen Kupjansk und Krasny Liman schlugen die russischen Truppen Angriffe ukrainischer Einheiten zurück. Dabei seien über 90 ukrainische Soldaten getötet und ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwei Fahrzeuge sowie zwei Akazija-Selbstfahrlafetten, ein gepanzerter Mannschaftswagen, drei Pickups und eine Haubitze vom Typ D-20 zerstört worden.

Konaschenkow teilte auch mit, dass die russische Luftwaffe ein Su-25-Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen habe. Darüber hinaus zerstörte die russische Luftabwehr an einem Tag fünf ukrainische unbemannte Flugzeuge.

Seit Beginn der militärischen Spezialoperation seien insgesamt 374 Flugzeuge, 200 Hubschrauber, 2.903 unbemannte Luftfahrzeuge, 401 Boden-Luft-Raketensysteme, 7.569 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 985 Mehrfachraketenwerfer, 3.865 Stück Feldartillerie und Mörser sowie 8.113 militärische Spezialfahrzeuge zerstört worden.
16:39 Uhr

Peskow kontert Selenskij: Russland und Putin existieren

Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat die Aussage des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kommentiert, der die Existenz von Wladimir Putin in Frage gestellt hatte. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitiert Peskow wörtlich:

"Es ist klar, dass es Selenskij rein psychologisch lieber wäre, wenn es weder Russland noch Putin gäbe, aber je früher er versteht, je früher das ukrainische Regime versteht, dass Russland und Putin existieren und existieren werden und dass man früher oder später alles Antirussische aufgeben muss, desto besser für ein Land wie die Ukraine."

Peskow fügte hinzu, je eher das ukrainische Regime seine Bereitschaft zeige, die Forderungen Russlands zu berücksichtigen – was auf jeden Fall geschehen werde –, desto eher werde alles vorbei sein und desto eher werde sich das ukrainische Volk von der Tragödie erholen, die das Kiewer Regime verursacht habe.
17:04 Uhr

Bericht: Bis zu vier Millionen neue Flüchtlinge aus Ukraine in EU erwartet

Bis zu vier Millionen Flüchtlinge können in diesem Jahr in die EU-Länder aus der Ukraine kommen. Diese Prognose gab am Mittwoch das Internationale Zentrum für die Entwicklung der Migrationspolitik (International Centre for Migration Policy Development, ICMPD) mit Sitz in Wien ab. Der neue Zustrom von Flüchtlingen könne die Fähigkeit Europas, Einwanderer durchzulassen und zu integrieren, ernsthaft einschränken, heißt es in dem Bericht der Organisation.

Seit Februar 2022 sind 7,9 Millionen Ukrainer nach Europa geflohen, davon erhielten 4,9 Millionen einen vorübergehenden Schutzstatus. Laut dem ICMPD-Bericht werden die Flüchtlinge, die letztes Jahr angekommen waren, im Jahr 2023 in größerer Zahl in den EU-Arbeitsmarkt eintreten, nachdem das Programm des vorübergehenden Schutzes bis März 2024 verlängert wurde.
17:37 Uhr

Russische Truppen gehen im Gebiet Saporoschje in die Offensive

Die russische Armee habe eine lokale Offensive in der Nähe der Stadt Orechow gestartet, teilte Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der Gebietsverwaltung von Saporoschje, RIA Nowosti mit. Er erklärte:

"Unsere Truppen halten die besetzten Stellungen. Das von den ukrainischen Kämpfern befreite Territorium des Gebiets Saporoschje wächst allmählich."

Rogow erinnerte daran, dass Orechow selbst noch von den ukrainischen Streitkräften kontrolliert wird.

Ihm zufolge hat das russische Militär die Frontlinie in diesem Gebiet leicht verschoben, während die ukrainischen Kämpfer gezwungen waren, sich auf Reservelinien zurückzuziehen.

Rogow hatte diese Woche RIA Nowosti erklärt, dass die ukrainischen Streitkräfte, die sich in letzter Zeit auf eine Offensive im Gebiet Saporoschje vorbereiteten, ihre Taktik drastisch geändert und damit begonnen hätten, in dem von ihnen kontrollierten Teil des Gebiets gleich mehrere Verteidigungslinien zu errichten.

Außerdem begann das ukrainische Militär, die Gebietshauptstadt Saporoschje auf Straßenkämpfe vorzubereiten. Die ukrainischen Kämpfer bauen in den Vorstädten Befestigungen, bauen Infrastruktur ab und richten in Fabriken militärische Einrichtungen ein.
18:10 Uhr

Sergei Lawrow: "Wir werden alles tun, um unsere Kollegen aus der NATO und der EU zu ernüchtern"

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem weißrussischen Amtskollegen Sergei Aleinik in Minsk dem Westen vorgeworfen, die Ukraine in "Anti-Russland" verwandeln zu wollen. Somit wolle der Westen den rechtmäßigen Interessen der Russischen Föderation schaden und sie schwächen. Dem russischen Chefdiplomaten zufolge will der Westen seinem Land eine strategische Niederlage zufügen, "um seine territoriale Integrität in Frage zu stellen".

"Diese Menschen sind total anmaßend. Diese Menschen stellen ihre unbändigen politische Ambitionen, die Verwirklichung ihres Gefühls der eigenen Überlegenheit sowie ihre kolonialistischen und neokolonialistischen Träume und Illusionen über die Interessen ihrer eigenen Völker."

Lawrow brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass demnächst im Westen eine Ernüchterung eintreten werde.

"Wir werden zumindest unsererseits alles tun, um unsere Kollegen aus der NATO und der Europäischen Union so schnell wie möglich zu ernüchtern."
18:38 Uhr

Ein Zivilist beim Beschuss durch ukrainische Streitkräfte in Kachowka getötet

Beim ukrainischen Beschuss der Stadt Kachowka im Gebiet Cherson sei am Donnerstag ein Mensch ums Leben gekommen. Dies teilt die örtliche Verwaltung auf Telegram mit. Außerdem habe ein Kind unter psycho-emotionalem Stress gelitten. Mehrere Privathäuser seien beschädigt worden.

Die Stromversorgung vor Ort sei vollständig wiederhergestellt worden. Derzeit werde daran gearbeitet, die Gasversorgung wiederherzustellen.