Oldschool Records
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Forwarded from ROCK HATE
Forwarded from ROCK HATE
CD Besprechung

PEQUOD CREW:
"Wenn die Freiheit ruft"
OLDSCHOOL-RECORDS

Wenn man sich das Cover der vorliegenden CD ansieht, ein weibliches, blutverschmiertes Gesicht, allerdings mit einem Monstergebiß und einer etwa halben Meter langen "Zunge", denkt man zuerst daran, einen Death Metal oder Horror Punk Tonträger in den Händen zu halten.
Das Motiv deutet schon an, daß hier kein Kuschelrock serviert wird, sondern Hatecore gnadenlos in die Gehörgänge ballert.
Der Name der Band PEQUOD CREW , also die Mannschaft des Walfängers in dem weltbekannten Buch von Herman Melville, macht schon klar, daß es auch textlich keine "heile Welt" zu hören gibt. Immerhin treibt in dem Klassiker die obsessive Jagd des Kapitäns auf einen weißen Wal, das Schiff in den Untergang und die gesamte Besatzung, bis auf den Erzähler, findet ihr Ende in der Meerestiefe.
Aber eigentlich gibt es hier keine Crew, die diesen Tonträger eingespielt hat, sondern es handelt sich um ein "Ein-Mann-Projekt". Der Münchener Christian hat alle Texte und Lieder selbst geschrieben, alle Instrumente und den Gesang eingespielt, auch ist er für Design, Layout und Konzept des 16seitigen Hochglanz -Beiheftes verantwortlich!
Respekt!
Wahrscheinlich werden auch viele Leser, ich inbegriffen, eine oder mehrere CDs von Christian im Regal stehen haben, denn er war der Kopf hinter den Rechtsrock Gruppen EDELWEIẞ, STURMFLAGGE und BLUTWEIHE! Besonders eine STURMFLAGGE Scheibe läuft bei mir immer wieder.
Jetzt spielt er also Hatecore und zwar stark angelehnt an den großen amerikanischen Vorbildern dieser Musikrichtung.
Es ist  seit 11 Jahren seine zweite CD unter diesem Namen.
Man hört musikalisch, wie auch textlich eine ganz klare Weiterentwicklung. Auch hört man in den Texten und liest in  dem Ausspruch " Fuck Cancer" ( scheiß Krebs) im Beiheft, daß nicht nur gute Zeiten hinter ihm liegen.
In ,15 Liedern, die zum Glück anders als bei seinen Vorbildern, nicht nur alle 1 1/2 Minuten lang sind, läßt er uns in seine Gedanken eintauchen.
Aber auch politisch wird hier eine ganz klare Haltung gezeigt und Stellung zu den momentanen gesellschaftlichen Problemen bezogen.
Es geht um Perversionen unter den Regenbogen, um Zensur, die "Nazi-Keule" und Massenvergewaltigungen.
An manchen Stellen erinnert der wütende Gesang mich schon etwas an Uwocaust, manchmal wird auch nur heiser und verzweifelt gesprochen.
Die Musik ist zum Glück nicht nur Geballer und Geknüppel, obwohl man die treibenden, Gitarrenlastigen Titel auch gut zum Training im Studio, zur Motivation auf dem Weg zur Demo oder beim Versuch auf der Autobahn die Höchstgeschwindigkeit mit dem Wagen zu erreichen, anhören kann.
Trotz aller Härte ist doch immer wieder eine harmonische Melodie in den Liedern zu hören. Dies macht die Scheibe auch für eine nicht zu 100 % Hatecore affine Hörer- und Käuferschicht annehmbar.
Im Titel "Egal was kommt" gibt es sogar eine musikalische Hommage an Endstufe! Ja, hier werden die kulturellen Wurzeln nicht verschwiegen.
Die Musik ist übrigens spielerisch, aber auch aufnahmetechnisch absolut auf der Höhe der Zeit.
Also gibt es hier von mir eine klare Kaufempfehlung.

Anspieltipp: " Kaum wieder zu erkennen".
Forwarded from Miesling News
CD Rezension
Pitbullfarm
„What The Fuck Is Billy?“

Erschienen bei: Oldschool-Records

Jocke Karlsson hat wieder zugeschlagen: „What the fuck is Billy?“ (Was zum Teufel ist Billy?).
Euer treuer Freund und Erzähler fühlt sich bei den Klängen dieses Silberlings in die 1980 und Anfang der 1990 zurückversetzt. Als es noch Überschneidungen mit den Jungs mit dem Horn auf dem Kopf gab, was Partys, Lokalitäten, Weiber und Ansichten betraf. Also zumindest in meinem Umfeld.
Inzwischen haben wir mit dieser Cover CD das insgesamt 8 Album der Formation, deren Mitglieder, bis auf Jocke, immer mal wieder wechselten.
Das Jewelcase zeigt auf dem Cover die Zeichnung von Skin-, Punk- und Country-Pitbulls beim feiern ihrer Musik. Im 16 Seiten Umfassenden Hochglanz (oder heißt das jetzt lackiert?) Beiheft sind zu den Texten der 13 Coverversionen, die jeweils passenden Pitbulls gezeichnet.
Das Grafische Rad wurde hier nicht neu erfunden, aber es ist passend und vor allem gut gemacht. Weiterhin sind die Texte im Kontrast zum Schwarzen Hintergrund sehr gut lesbar.
Bandphotos gibt es im Inlay des Jewelcase und auf der Rückseite des Beiheftes. Desweiteren wird den 2025 verstorbenen Freunden Nigel Brown, Torbjörn Nilsson und Bernd „Suli“ Sulzbacher gedacht.
Auf dem Backcover gibt es nochmal 3 „Pitbulls“ mit der Setliste.
Jetzt aber erst mal ein Kaltgetränk geholt, und die Lichtscheibe in den Abtaster werfen.
Die unverwechselbare Stimme von Jocke und der Psycho-Sound, lassen sofort den Fuß wippen. Und an der Bierflasche macht es „Plopp“!
Besonders vertraut klingt das Skrewdriver Cover „Government Action“. Kennt man einerseits (natürlich) den Hit von Skrewdriver, gibt einem der Sound doch gewisse Erinnerungen an die Klansmen Scheiben von Ian Stuart.
Und in diesem fröhlichen „Singalong“ schießt die Gesamte Scheibe, in guter Laune, durch.
Mit einigen Covern konnte ich nichts anfangen, weil mir Band / Titel nichts sagen. Aber „Anti nowhere league“, „Blitz“, „The Exploited“ oder „The Business“, sind in der Zitadelle natürlich bekannt.
Man(n) muss keinen Roman verfassen, um dem Pöbel in diesem Internetz, für diesen Silberling eine klare Empfehlung auszusprechen.
Ob beim Abwaschen und Wäsche zusammenlegen (Für euch getestet!), oder in Feierwütiger Runde: Die „Pitbulls“ von der Farm passen immer, und in die Welt.
Gute Laune ist mit dem Erwerb dieser Lichtscheibe garantiert!

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CD Rezension
Brutal Attack
„Soar Raven Soar“
 
Erschienen bei: Oldschool-Records
 
Wir haben Herbst 2025 und endlich ist der musikalische „Adlertag“ angebrochen, allerdings ist es hier ein „Rabentag“ und der Pilot ist ein Engländer. Im Gegensatz zum August 1940 sitzen ein Engländer und Mannen der Achsenmächte zusammen in der Maschine, welche durch die Boxen der Zitadelle fliegt. Die Sirenen kündigen es nach Sekunden an: Endlich ist die neue Brutal Attack erschienen! „Soar Raven Soar“ (Steige Rabe Steige) ist nach über 3 Jahren des Bastelns endlich fertig geworden. Wurde aber auch mal Zeit…
Nach dem "goilen" Amuse-Bouche im Frühjahr 2025 in Form der EP (Single) „AFA“, war es wirklich an der Zeit, den Hunger nach gutem RAC endlich zu stillen.
Auch nach 45 Jahren des Bestehens von Brutal Attack, hat Ken nichts an Kraft verloren und ist so präsent wie eh und je. Und das er seit längerem gute Skinhead (Achsen) Musiker unter dem Dach von Brutal Attack vereint hat, unterstreicht nur diese Kraft und Spielfreude.
Erschienen sind die 10 neuen Lieder als Jewelcase und als „8-Panel Digipack mit 3D Pop Up und 2 Bonus Liedern“, welches auf 1000 Stück limitiert ist.
Bei den 2 Bonus Liedern handelt es sich um die beiden Songs „AFA“ (Cover von Menace) und „Antisocial“ (Cover von Skrewdriver) von der EP, die somit nun auch auf Lichtscheibe verfügbar sind.
Eurem treuen Freund und Erzähler liegen beide Versionen vor und nun wollen wir in die Besprechung gehen:
Passend zum Albumtitel fliegt auf dem Cover ein Rabe mit dem Thorshammer in den Fängen auf uns zu.
Die Grundfarbe von allem ist Schwarz. Auch das Beiheft mit 16 Seiten hat den Schwarzen Hintergrund. Dadurch kann man die Texte der Lieder sehr gut im Kontrast lesen. Dazu gibt es u.a. sehr schöne Zeichnungen eines Raben, der mal als „Bootboy“ mal als „Droogie“ zu sehen ist.
Bilder von der Band gibt es auch. Und mir ist aufgefallen (Das muss ich jetzt erwähnen!), das Broschi auf einem Bild sogar lächelt. Der Junge aus dem Pott überrascht mich immer wieder. 😉
Ken höchstpersönlich wendet sich mit der Überschrift „Welcome to Club 45!…“ auf der Rückseite des Beiheftes an die Hörer des Silberlings.
Der Silberling selbst erscheint in der Optik einer Schallfolie, was ich dieses Jahr schon ein mal bei einer Produktion aus dem Hause Oldschool gesehen habe, und richtig "goil" finde.
Hinter der Lichtscheibe im Inlay sehen wir ein Bild von Ian und Ken aus einer Zeit des Glorreichen Ansinnens. Dazu der Text: „This album is dedicated to my mentor, inspiration and great friend Ian Stuart“.
In soweit sind beide Erscheinungsformen des „Soar Raven Soar“ Albums identisch.
Das „8-Panel Digipack mit 3D Pop Up und 2 Bonus Liedern“ bietet dann noch etwas mehr, wie es die Beschreibung schon ausdrückt.
Der Besitzer einer solchen Ausgabe klappt das Digi auf und findet das Bühnenbild aus dem Beiheft der aktuellen Brutal Attack Besetzung auf zwei Seiten. Und wenn man nun diese beiden Seiten Aufklappt, hat man von Links nach Rechts: das 3D Pop Up mit dem Raben auf 2 Seiten. Das Beiheft eingeklebt auf einer Seite und ganz rechts die CD. Das macht schon was her!
Auf dem (fast identischen) Backcover findet man die Handschriftliche Limitierung. Und natürlich die Titelliste, incl. der beiden Bonus Lieder. Aber halt… und hier zwingt mich meine Chronistenpflicht dazu es zu erwähnen, ist den Verantwortlichen ein Fauxpas geschehen.
Die Reihenfolge in der Pressung entspricht leider nicht der Setliste auf dem Backcover. Das Bonus „AFA“ wurde auf der Setliste ganz vergessen, dafür „here for you“ zweimal erwähnt.
Das führte beim ersten Anhören zu einiger Verwirrung im Gulliver eures treuen Freund und Erzählers. Auf Nachfrage beim Label war der geknickte Kommentar: „Katastrophe!“. Was ich gut nachempfinden kann. Das ist zwar erst mal sehr betrüblich, aber nun nicht mehr zu ändern. Ein Wermutstropfen, sozusagen.
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Forwarded from Miesling News
Aber es trübt ja nicht im geringsten den Hörgenuss! Es sollte vielmehr dazu Anspornen in Zukunft Aufmerksamer zu sein, und diesen Fauxpas zu Antworten: „Nie wieder- ist jetzt!“ und in Zukunft schaut noch ein mal jemand über alles (Und jetzt genug der Moralpredigt). 😇
Das Jewelcase bietet eine Laufzeit von 36 Minuten. Das Digipack von 40 Minuten.
Mit „Loaded dice“ beginnen wir den so lange erwarteten Reigen endlich, und der Regler am Abtastgerät wird schon mal vor dem ersten Ton leicht nach rechts geschoben.
Mit dem dröhnen von Flugzeugmotoren und Sekunden später dem heulen von Sirenen setzt die Gitarre ein, und die Boxen jubilieren. „I maybe a Joker but i’m no fucking Clown…“ Text und Musik passen wie „Arsch auf Eimer“ und halten so ziemlich das, was sich auf der EP bereits angekündigt hat. Hatte die EP diesen „77 Chiswick“ Charme, geht man hier etwas anders betont, aber in originalen RAC Stil in die Vollen. Kein geknüppel, keine Metal Attitüde, sondern ehrliche, handgemachte Musik von der Straße und aus dem Leben. Mit „Coming home for you“, ist es gesagt.
„Soar, Raven Soar“ als Titellied gefällt mir richtig gut, auch wenn es etwas ruhiger erscheint. Aber es passt so auch zum Text. Mit „Ultra-Violence“ wird es ja auch gleich wieder kräftiger. Nicht unbedingt schneller aber halt insbesondere die Stimme von Ken, „kräftiger“. Was der Junge in dem Alter noch stimmlich leistet, beeindruckt mich immer wieder! Und man hört auch hier wieder heraus, das der Mann für die Bühne gemacht ist. Vor dem Geistigen Auge sehe ich Ken bei diesem Lied über die Bühne toben.
„You can’t stop a Dream“ ist Textlich ein Bekenntnis zur eigenen Überzeugung: „I know in my heart and i can not break. And i will do whatever it takes. And with my brothers next to me, Triumph is all i can see“.
Mit „Trouble in Camden“ (Ein Lied über Verrat) fühlt man sich Textlich und musikalisch wieder in den goldenen Jahren. Ja, das ist Musik und Sprache von der Straße.
Damit ihr selbst noch etwas auf diesem Tonträger erkunden könnt, nehme ich die weiteren Titel mal nicht auseinander.
Leider vermisse ich auf dieser Scheibe diese "eine Ballade", die sonst fast immer dabei ist. Ken kann das einfach, und in den ruhigen Stücken zeigt sich erst sein ganzes können. Ich weiß, einige Leute ohne Geschmack sehen das anders, aber das hier ist schließlich auch meine Rezension. 😛
Mein Fazit:
Brutal Attack, Rock against Communism und „The Way of life“ sind nicht Tot zu kriegen und strotzen auch 2025 vor Kraft. Die Musik ist ehrlich und die Botschaften klar.
Selbstverständlich muss man(n) für dieses Album eine absolute Kaufempfehlung aussprechen.
Dieses Album nimmt jung wie alt mit. Turnschuh- und Stiefelträger.
Hörer mit und ohne Haare.
Und ich bin mir zu 88% sicher:
„Club 21“ kann nicht nur „Club 45“, sondern mindestens auch „Club 50“.
2/2

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