Die Ahnen von Aldebaran auf Terra
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Die Kolonien Atlantis und Lemuria
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War das alles Kannibalismus? Sugg zweifelt nicht daran. Wie den Kannibalen der Neuen Welt sei es den Europäern im Kern um den »quasi magischen Verzehr von Vitalkraft« gegangen. Die Anthropologin Conklin hält die hiesige Form des Kannibalismus sogar für besonders bemerkenswert. Außerhalb Europas habe »die Person, die aß, zu der Person, die gegessen wurde«, fast immer eine Beziehung gehabt. Europas Kannibalismus dagegen sei »ausgesprochen asozial« gewesen: »Was zählte, war ausschließlich Qualität; menschliche Körperteile waren Handelsware, gekauft und verkauft, um Profit zu machen.«
https://www.spiegel.de/wissenschaft/die-heilkraft-des-todes-a-980d5e19-0002-0001-0000-000063806955
Ende des 18. Jahrhunderts allerdings war der Spuk vorbei. »Mit der Aufklärung wollten die Ärzte ihre abergläubische Vergangenheit hinter sich lassen«, glaubt Sugg. Den Niedergang »widerlicher und bedeutungsloser« Arzneien wie »pulverisierter Totenschädel« begrüßte 1782 etwa der Arzt William Black. Diese »und ein Mischmasch anderen Unflats« seien zum Glück aus den Apotheken verschwunden.

Eine Ära ging zu Ende und mit ihr das Interesse an Rezepten wie jenen des Briten John Keogh. Bei »Schwindel« empfahl der 1754 verstorbene Prediger beispielsweise pulverisiertes menschliches Herz.

Dosis und Art der Anwendung: »Ein Quäntchen am Morgen - auf nüchternen Magen.« PHILIP BETHGE
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Hexenbulle: Wie ein Papsterlass die Hexenjagd befeuerteWDR Zeitzeichen 05.12.2024 14:35 Min. Verfügbar bis 06.12.2034 WDR 5Vor 540 Jahren, genau am 5.12.1484, besiegelt Papst Innozenz VIII. ein Unheil bringendes Schreiben. Als so genannte Hexenbulle wird es in die Geschichte eingehen.Männer und Frauen werden verdächtigt, mit Dämonen im Bunde zu stehen und verheerende Schäden anzurichten - von der Vernichtung von Ernten und Vieh bis hin zu grausamen Verbrechen wie Kindesmord. Das später "Hexenbulle" genannte Schreiben von Papst Innozenz VIII. wird als Grundlage für ausufernde Verfolgungen genommen. ***Das ist unser wichtigster Interviewpartner: Dr. Peter Arnold Heuser, Zentrum für Historische Friedensforschung, Universität Bonn***
Mit den Worten "Summis desiderantes affectibus", was so viel bedeutet wie "In unserem sehnlichsten Wunsch", fordert Papst Innozenz VIII. die konsequente Bekämpfung von Zauberei und Hexerei. Am 5. Dezember 1484 erlässt er dazu ein Dokument, das die Grundlage für zahllose Hexereiprozesse in Europa bildet.

Das Papstschreiben richtet sich direkt an die Kirche und fordert alle Geistlichen auf, die Arbeit der Inquisitoren bei der Jagd nach Hexen und Hexern zu unterstützen. Es ist der Auftakt zu einer dunklen Ära der Verfolgung, in der düstere Abhandlungen über Hexerei, wie der berüchtigte "Hexenhammer" des Inquisitors Heinrich Kramer, weite Verbreitung finden.

Kramer nutzt die Bulle, um vor allem gegen Frauen vorzugehen und trägt maßgeblich dazu bei, dass die Ideologie hinter den Hexenprozessen gefestigt wird. Eine Welle von Verdächtigungen und Anklagen ist die Folge, die Prozesse vor weltlichen Gerichten arten in einen Hexenwahn mit erfolterten Denunziationen aus. Bis zu 50.000 Menschen sterben im Zuge der Hexenverfolgung in Europa - meist Frauen, die verbrannt, geköpft oder auf andere grausame Weise getötet werden.
Das sind unsere wichtigsten Quellen:
Jakob Sprenger, Heinrich Kramer (Institoris): Der Hexenhammer (Malleus Malificarum). Aus dem Lateinischen übertragen und eingeleitet von J. W. R. Schmidt. Frankfurt 1906.
Wolfgang Behringer (Hrsg.): Hexen und Hexenprozesse in Deutschland, München 2000.
Wolfgang Behringer: Heinrich Kramers „Hexenhammer“. Text und Kontext, in: Andreas Schmauder (Hg.): Frühe Hexenverfolgung in Ravensburg und am Bodensee, Konstanz 2001.
Rainer Decker: Die Päpste und die Hexen. Aus den geheimen Akten der Inquisition, Darmstadt 2013
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-hexenbulle-wie-ein-papsterlass-die-hexenjagd-befeuerte-100.html#:~:text=Mit%20den%20Worten%20%22Summis%20desiderantes,zahllose%20Hexereiprozesse%20in%20Europa%20bildet..
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