FromBalanceToBirth
89 subscribers
34 photos
1 video
1 file
14 links
Download Telegram
Seit Anbeginn der Zeit und bis heute haben Hebammen in allen Kulturen die Mehrheit der Frauen auf der Welt bei der Geburt begleitet. Mit ihrem Wissen über Geburt und Tod, die Sexualität, Heilmethoden und Heilpflanzen „sollte eine Hebamme das Auge eines Falken, die Hand einer Dame und das Herz eines Löwen haben“ (Hebammentext aus dem 16. Jahrhundert).

@VerschuetteteHeilkunst
❤‍🔥3
Viele Frauen fragen sich, wie hoch ihre Chancen auf eine vaginale Geburt nach Kaiserschnitt sind.

Die gute Nachricht: Eine VBAC — also eine vaginale Geburt nach Kaiserschnitt — ist kein exotischer Ausnahmefall. Je nach Ausgangslage liegt die Erfolgsrate häufig bei etwa 60–80 %, bei früherer vaginaler Geburt sogar höher.

Und trotzdem gibt es keinen Test, keinen Rechner und keinen einzelnen Messwert, der zuverlässig vorhersagen kann, wie deine Geburt verlaufen wird.

Ja, es gibt Faktoren, die eine VBAC wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher machen.

Aber ein ungünstiger Faktor bedeutet nicht automatisch: „Du schaffst das nicht.“ Und mehrere ungünstige Faktoren bedeuten nicht einfach: „Es wird wieder ein Kaiserschnitt.“ 

✍️👇
Geburt ist komplexer als Zahlen und Wahrscheinlichkeiten. Denn jede Studie, jede Zahl und jede Statistik spiegelt nicht nur die Gebärfähigkeit des weiblichen Körpers wider - das wäre zu einfach gedacht. Gemessen wird immer auch die Wirkung des Systems:

Welche Wirkung die Umgebung, die Betreuungspersonen, Überwachung, Zeitdruck, Regeln, Sprache, Erwartungen, verschiedene psychische und emotionale Faktoren oder weiteres mehr auf die Frauen hat.

Deshalb braucht es keine pauschale Antwort. Sondern eine individuelle Einschätzung. Eine informierte Entscheidung. Und Menschen, die dich wirklich unterstützen.

✍️👇
Eine VBAC beginnt nicht erst mit den Wehen. Sie beginnt schon damit, die vorherige Geburt ehrlich anzuschauen:

Was ist damals passiert? Was wurde vielleicht nie richtig erklärt? Welche Dynamiken, Routinen oder Interventionen spielten eine Rolle?

Ein Kaiserschnitt ist deutlich seltener eine echte medizinisch notwendige Entscheidung, sondern viel öfter eine menschliche Entscheidung, die stark von verschiedenen Umständen beeinflusst wird.

Zum Beispiel von Zeitdruck, Interventionen oder Angst. Von fehlender Unterstützung oder Bewegungsfreiheit. 

Gerade deshalb lohnt es sich, die Vorgeschichte genau anzuschauen — wenn möglich auch mit OP-Bericht, Geburtsverlauf, Anästhesiebericht oder anderen Unterlagen.

Um besser zu verstehen, was sich nicht wiederholen soll.

✍️👇
Raum für Ängste, Zweifel und Verarbeitung

Eine VBAC besteht nicht nur aus körperlicher Geburtsvorbereitung. Sie kann auch bedeuten, der alten Geburt Raum zu geben:

Der Trauer. Der Wut. Der Enttäuschung. Dem Gefühl der Machtlosigkeit und des Versagens. Der Angst, dass es wieder passiert.

Nicht alles braucht sofort eine Lösung. Aber es kann einen großen Unterschied machen, jemanden an deiner Seite zu haben, der deine Geschichte ernst nimmt und dich auf deinem Weg unterstützt.

Alte Muster erkennen

Deine letzte Geburt endete nicht einfach mit einer OP. Dein Körper und Geist erinnern sich:„Bis hierhin bin ich gekommen — dann war Schluss.“

Wenn du während der nächsten Geburt an genau der gleichen Stelle stehst, können Anspannung, Angst, Hilflosigkeit, Unsicherheit und all die Gedanken und Gefühle hochkommen, die du schon einmal erlebt hast. 

Vielleicht wiederholen sich auch schon in der Schwangerschaft alte Muster: Nicht loslassen können. Es allen recht machen. Nicht gut für die eigenen Bedürfnisse einstehen.

Wichtige Fragen könnten deshalb sein: Wo stehe ich innerlich? Was brauche ich, um wirklich in meine Kraft zu kommen? Und darf ich mir mehr zugestehen, als es nur vaginal zu versuchen? Mir mehr wünschen als „Hauptsache kein Kaiserschnitt“?

Was könnte diese Geburt schön machen? Besonders? Heilsam? Selbstbestimmt?

✍️👇
Möglicherweise hat dein Partner den Kaiserschnitt hautnah miterlebt. Vielleicht hat er auch Angst oder vertraut dem medizinischen System mehr als dem natürlichen Geburtsprozess. Vielleicht war der Kaiserschnitt für ihn vor allem der Moment, in dem „alles gut ausgegangen“ ist.

Du kannst sehr klar eine VBAC wollen — aber wenn dein Partner bei jeder starken Wehe in Panik gerät oder innerlich Richtung OP drängt, beeinflusst das den Raum.

Deshalb braucht auch er Vorbereitung. Ehrliche Gespräche. Aufklärung. Vertrauen. Und die Frage: Welche Rolle kann er wirklich gut halten?

Denn die Anwesenheit des Partners sollte keine Pflichtveranstaltung sein.

Die wichtigere Frage ist nicht: „Darf der Vater dabei sein?“ Sondern: „Hilft dir seine Anwesenheit, dich sicher, unbeobachtet und frei zu fühlen?“

Denn Geburt braucht nicht möglichst viele Menschen im Raum. Aber sie braucht Sicherheit, Privatsphäre, Wärme, Dunkelheit, Ungestörtheit, Ruhe, wenig Adrenalin und eine Umgebung, in der du als Frau loslassen kannst.

✍️👇
👍3
Geburt wird nicht von einem fixen Größenverhältnis bestimmt und unser Becken ist keine starre Schale. Es kann seine Form verändern - besonders auch während der Geburt.

Wenn dir gesagt wurde, dein Baby sei zu groß oder dein Becken zu klein, lohnt sich ein genauerer Blick:

War der Kopf deines Babys gut gebeugt? War er zur Seite geneigt? Lag dein Baby mit dem Rücken vorne oder hinten? Hat es gleichmäßig auf den Muttermund gedrückt? Hatte es zu dem Zeitpunkt, unter diesen Bedingungen, genug Möglichkeiten, sich gut einzustellen und zu rotieren?

Und lag es wirklich an deinem Becken? Oder lag es an der Position, am Setting, an der Angst, am Zeitdruck, an fehlender Unterstützung oder an einem Team, das nicht wirklich an deine vaginale Geburt geglaubt hat?

Denn Geburt ist ein Zusammenspiel zwischen dir, deinem Baby, deinem Körper, deinem Becken, dem umliegenden Gewebe, deinem Atem, deinem Nervensystem, deinen Gefühlen und deiner Umgebung.

✍️👇
Kein Körper ist völlig symmetrisch und jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit:

Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten. Verletzungen. Narben. Spannungsmuster. Alte Kompensationen. Stress. Atemmuster.

All das prägt, wie sich dein Körper bewegt — und welche Optionen ihm unter der Geburt zur Verfügung stehen.

Die einen haben mehr Spannung auf einer Seite des Beckens. Andere kompensieren fehlende Beweglichkeit über den unteren Rücken. Manche halten im Beckenboden viel Spannung oder haben wenig Zugang zu echter Hüftstreckung. Wieder andere wirken sehr beweglich, haben aber wenig Stabilität. Oder sie wirken stabil, kommen aber schwer ins Loslassen.

✍️👇
Deshalb gibt es nicht die eine Lösung, die für alle passt.

Dieselbe Position kann bei einer Frau Raum schaffen — und bei einer anderen Spannung verstärken.

Die Frage ist nicht: „Welche Position ist gut für eine VBAC?“ Sondern: Was passiert bei dir im Körper und was brauchst du?

Denn Geburtsvorbereitung bedeutet nicht, den Körper in ein Schema zu pressen. Es bedeutet,  individuelle Muster zu erkennen und dem Körper mehr Optionen zu geben: Mehr Bewegungsfreiheit, Stabilität, Weichheit, Balance oder Anpassungsfähigkeit.

✍️👇
Vielleicht fühlst du dich körperlich gut vorbereitet — und trotzdem sind da Ängste, Selbstzweifel oder Gedankenspiralen, die dich nicht loslassen. Oder vielleicht hast du aus einem anderen Grund das Gefühl, für diese Geburt noch nicht ganz bereit zu sein.

Einfach Augen zu und durch?

Vielleicht funktioniert es. Vielleicht wäre das der einfachste Weg. Aber nicht unbedingt der heilsamste.

Denn was wir übergehen, verschwindet nicht einfach. Manchmal kommt es genau dann wieder hoch, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können.

Das Ziel ist nicht, alles perfekt aufzulösen. Oder völlig angstfrei in diese Geburt zu gehen.

Aber das Ziel ist besser zu verstehen, was in dir noch laut ist. Was dich schützen möchte. Was dich zurückhält. Und was du brauchst, um dich der Geburt mit deinem ganzen Sein zuwenden zu können.

✍️👇
Stell dir vor, du bereitest dich auf eine lange Klettertour vor.

Dein Körper ist trainiert, du hast Ausdauer und du kennst die Route. Aber sobald der Aufstieg herausfordernder wird, kommst du an deine emotionalen Grenzen.

Deine innere Stimme sagt: „Ich kann das nicht.“ „Ich halte das nicht durch.“ „Es wird bestimmt wieder schiefgehen.“ Oder plötzlich sind da Gefühle von Verzweiflung, Ohnmacht oder Überforderung.

Wie wird deine Klettertour laufen, wenn dein Inneres so an dir rüttelt?

Bei einer Geburt ist es ähnlich. Du kannst dich körperlich viel vorbereiten, aber wenn unter der Oberfläche Angst, alte Verletzung, Misstrauen oder Selbstzweifel sehr laut sind, kann es schwerer werden, wirklich loszulassen.

Mentale Vorbereitung bedeutet deshalb nicht: „Denk einfach positiv.“ Sondern: Schau hin. Was trägst du noch mit dir herum? Finde heraus, wie du in deine Kraft kommen, wie Vertrauen wieder wachsen kann. Was dein Nervensystem braucht, um sich sicherer zu fühlen.

Vielleicht brauchst du dafür eine Hebamme. Eine Doula. Eine Geburtshüterin. Körperarbeit. Gespräche. Eine traumatherapeutische Begleitung. Hypnose. Oder eine bindungsorientierte Schwangerschaftsbegleitung. 

Was es auch braucht - wichtig ist, dass du etwas findest, das zu dir passt. Etwas, das dich näher zu dir selbst bringt. In Verbindung mit dir und in Verbindung mit deinem Baby. Denn es ist eure Geburt.

✍️👇
Eine kontinuierliche Begleitung kann unglaublich wertvoll sein. Studien zur Doula-Begleitung zeigen, dass sie Geburtsergebnisse verbessern und das Kaiserschnittrisiko deutlich senken kann — je nach Untersuchung um etwa 28–56%.

Aber auch abseits von Zahlen ist wichtig: Eine Doula, Geburtshüterin oder erfahrene Begleitperson kann dir helfen, deine Optionen zu kennen, Entscheidungen bewusst zu treffen und dich dabei unterstützen, deine Geschichte besser zu verstehen.

Sie kann dich mental und körperlich stärken, dich durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleiten. Sie kann dich erinnern, Fragen zu stellen oder deine Stimme sein, wenn dir selbst die Worte fehlen.

Entscheide dich aber nicht vorschnell und spür hin: Fühlst du dich sicher? Gesehen? Gestärkt?

Kann sie dein Fels in der Brandung sein? Und versteht sie, welche Rolle Geburtssetting, Nervensystem sowie körperliche & mentale Vorbereitung wirklich spielen?

✍️👇
Manchmal kann es echte Ausschlusskriterien für eine vaginale Geburt nach Kaiserschnitt geben, doch in den meisten Fällen spielt die Art der Geburt eine wichtigere Rolle. 

Ob man Wehen anregt oder verstärkt, ob man eine PDA wählt, die Geburt vorwiegend in Rückenlage verbringt, unter CTG-Dauerüberwachung steht oder ob die Plazentageburt beschleunigt wird - das alles sollte gut abgewogen werden. Denn nicht jede „natürliche“ oder medizinische Intervention ist harmlos.

Das Risiko einer Uterusruptur bei geplanter VBAC ist beispielsweise sehr selten und wird häufig ungefähr mit 0,4–0,5 % angegeben.

Doch ehrlicherweise bedeutet „spontaner Wehenbeginn“ in Studien noch lange nicht, dass später keine Wehenverstärkung oder andere Interventionen zum Einsatz kamen. Das Risiko bei wirklich spontanen, nicht verstärkten Wehen könnte daher eher im Bereich von etwa 0,15–0,4 % liegen.

✍️👇
Aber bleiben wir zum Vergleich bei den ursprünglich genannten 0,4-0,5%: Bei einer Einleitung mit Prostaglandinen steigt das Risiko ungefähr um das 5-fache.

Wird ohne Prostaglandine eingeleitet, steigt das Risiko etwa um das 1,5-fache. Doch auch diese Zahl ist bei genauerer Betrachtung wenig präzise, da Studien oft nicht genau genug aufschlüsseln, welche Maßnahme tatsächlich zum Einsatz kam. „Ohne Prostaglandine“ kann bedeuten: Foley-/Ballonkatheter, Blasensprengung, Oxytocin/Pitocin oder eine Kombination daraus.

Bei Misoprostol/Cytotec lag das Risiko in älteren Daten ungefähr 11-mal so hoch. Heute wird es in der Geburtshilfe unter anderem Namen (Angusta) und in niedrigerer Dosierung weiterhin zur Geburtseinleitung eingesetzt, allerdings wird es nach vorherigem Kaiserschnitt in vielen Leitlinien nicht mehr empfohlen beziehungsweise gilt als kontraindiziert.

Das alles bedeutet jetzt nicht, dass du vor jeder Maßnahme Angst haben musst. Aber es bedeutet, dass du immer auch nachfragen und hinterfragen darfst.

Warum wird diese Maßnahme empfohlen? Welchen Nutzen hat sie? Welche Risiken gibt es? Und welche Alternativen? Was passiert, wenn wir noch warten? Und was sagt mein Gefühl?

Jede Geburt hat ihr eigenes Tempo. Ihre eigene Dynamik. Ihre eigene Geschichte. Daher lieber entschleunigen als drängen, bestärken statt verunsichern, begleiten statt kontrollieren und nicht nach Problemen suchen, wo gerade keine sind.

Und wie auch immer du dich entscheidest: Entscheide dich dafür, weil es das ist, was DU willst, und nicht aus Angst. Nicht aus Druck. Nicht, weil andere meinen, du sollst es so machen. Und nicht, weil du jemandem etwas beweisen musst.

Entscheide dich aus Wissen. Aus der Verbindung heraus. Aus echter Aufklärung. Aus Vertrauen in dich. Und aus Klarheit darüber, was du brauchst.

Und wie auch immer du dich entscheidest: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, ein Kind zur Welt zu bringen. Es gibt nur deinen eigenen Weg.
2
Warum Hüftstreckung in der Geburtsvorbereitung das fehlende Puzzleteil sein kann

Hüftstreckung ist weit mehr als „die Vorderseite der Hüfte dehnen“ und kommt in unserer sitzenden Gesellschaft oft zu kurz.

✍️👇
Aus biomechanischer Sicht kann es sein, dass sich der Oberschenkel nicht mehr wirklich frei nach hinten bewegt im Verhältnis zum Becken. Und der Körper stattdessen die fehlende Beweglichkeit auszugleichen versucht:

Die Rippen schieben nach vorne.
Der Rücken geht ins Hohlkreuz.
Das Becken weicht aus.

Von außen sieht es dann vielleicht nach Hüftstreckung aus — aber in der Hüfte selbst passiert gar nicht so viel.

Entscheidend ist daher, ob Oberschenkelknochen und Becken gut miteinander zusammenarbeiten können — ohne dass der Körper die Bewegung über die Wirbelsäule ausgleicht.

Warum das für die Geburt relevant ist

Echte Hüftstreckung kann dem Becken helfen, sich unter der Geburt besser anzupassen — nicht, weil sie allein „die Geburt leichter macht“, sondern weil sie mehr Bewegungsfreiheit in der Hüfte schafft und das Zusammenspiel von Becken, Kreuzbein, Gesäß und Beckenboden unterstützt.

Dabei geht es nicht darum, dass jede Gebärende bestimmte Positionen wie Walcher’s oder Flying Cowgirl einnehmen muss. Aber wenn Hüftstreckung wirklich gebraucht wird, ist es wichtig zu verstehen, wann, warum und wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann.

In den sozialen Medien wird viel über Innen- und Außenrotation der Oberschenkel gesprochen — und ja, diese Bewegungen sind wichtig.

Aber Hüftbeugung und Hüftstreckung ermöglichen eine der größten Formveränderungen im Becken. Genau deshalb spielen sie in der Geburtsvorbereitung eine viel größere Rolle, als vielen bewusst ist.

Auch der reine Fokus auf Beckeneingang und Beckenausgang greift oft zu kurz.

Der Körper ist komplexer und jeder bringt seine eigenen Muster mit: Bewegungsgewohnheiten, Verletzungen, Kompensationen, Asymmetrien und Spannungsmuster beeinflussen, welche Bewegungsoptionen unter der Geburt tatsächlich verfügbar sind.

Das Ziel ist deshalb nicht, auswendig zu lernen, welche Übung zu welcher Beckenebene passt.

Das Ziel ist, die Zusammenhänge zu verstehen:
zwischen Körper, Becken, Hüfte und den verfügbaren Bewegungsmöglichkeiten während der Wehen.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest:
Vom 21.–23. Juli findet die kostenlose dreiteilige Better Birth Pro Fortbildung statt — jeweils von 19–20 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Hier kannst du dich registrieren:
https://bodyreadymethod.com/better-birth-pro-2026-signup/

Außerdem ist ab sofort die Anmeldung für die Fachausbildung im Oktober 2026 geöffnet: https://bodyreadymethod.com/professionals/training/

Spare dir bei einer Anmeldung mit dem Thank You Code „tyc20261595“ 100 Dollar.

Lindsays Originalbeitrag findest du hier:
https://www.instagram.com/reel/DZXwriVxLnY/
✍️👇
Manchmal wird die Schwangerschaft von einer Übelkeit begleitet, die alles überschattet - so auch bei einer Frau im vierten Monat. Ihr war so übel, dass sie bis zu zehnmal am Tag erbrach. Sie konnte kaum noch Nahrung bei sich behalten, hatte bereits deutlich abgenommen und trug die Einweisung ins Krankenhaus schon in der Tasche. Sie war am Ende mit ihrer Kraft. Und gleichzeitig war da dieses neue Leben in ihr — Zwillinge. Zwei Kinder, die wachsen wollten.

Zu einem vereinbarten Termin für eine telefonische Begleitung legte sie sich ins Bett, schloss die Augen und ging innerlich dorthin, wo die Übelkeit saß und sprach mit ihr. Und dann begann sich etwas zu öffnen.

Sie spürte in ihrem Hals etwas wie ein Brillenglas, das den Weg versperrte. Die Übelkeit wollte heraus, aber das Glas hielt sie zurück. Dann tauchten innere Bilder auf: Kräfte, die miteinander rangen. Zwei gegensätzliche Strömungen in ihr. Wie zwei Armeen, die sich gegenüberstanden. Später kam eine noch tiefere Angst an die Oberfläche: die Urangst, die Zeit nach der Geburt nicht zu überleben.

Und darunter lag eine Überzeugung, die sie bis dahin vielleicht nicht einmal bewusst greifen konnte: dass beide Kinder so viel von ihr fordern würden, dass nichts mehr von ihr übrig bliebe.

Sie war eine starke Frau. Eine, die im Leben viel geschafft hatte. Eine, die gelernt hatte zu leisten, zu funktionieren, zu tragen. Aber nun stand sie vor etwas, das sie nicht mehr mit reiner Stärke lösen konnte, dem sie sich nicht gewachsen fühlte und das unaufhaltsam auf sie zu kam.

Und genau dort begann etwas Heilsames. Sie erkannte, dass Stärke nicht bedeutet, nie schwach zu sein. Und dass Schwäche nicht bedeutet, verloren zu sein. In dieser inneren Begegnung konnte sich etwas lösen, konnte sie etwas erkennen, was sie bisher so wenig beachtet hatte. Sie stellte sich ihrer Schwäche und begegnete ihrem anderen Sein.

Am nächsten Tag erbrach sie noch zweimal. Dann war die Übelkeit vorbei und kehrte nicht zurück. Zwei Wochen vor dem errechneten Termin gebar sie in einer Klinik ihre Zwillinge auf natürlichem Weg, die ersten Zwillinge die dort in den letzten vier Jahren ohne Kaiserschnitt zur Welt kamen.
5
Künstlich erzeugte Wehen unterscheiden sich stark von natürlichen Wehen.

Wusstest du, dass es bei einer Einleitung bis zu zwei oder drei Tage dauern kann, bis die Wehen so richtig in Gang kommen?

Die synthetischen Hormone…

👉können schmerzhaftere und häufigere Kontraktionen verursachen als körpereigene Wehen.
👉lösen nicht die Freisetzung von natürlichen, schmerzlindernden Substanzen aus, wie die eigenen Hormone dies tun würden.
👉haben eine ganze Reihe von möglichen Nebenwirkungen.

Frauen mit Weheneinleitung müssen daher genauer überwacht werden.
Die verstärkte Überwachung kann die Bewegungsfreiheit einer Gebärenden so weit einschränken, dass sich ihr Stress und ihre Schmerzen noch weiter erhöhen.

Neben Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Übelkeit, Erbrechen, Arrhythmie, einer höheren Infektionsgefahr können z.B. hohe Dosen künstlichen Oxytocins das Risiko weiterer Eingriffe steigern (PDA, vaginal-operative Beendigung der Geburt, Kaiserschnitt). Auch die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Ablösung der Plazenta, Uterusruptur sowie postpartaler Depressionen und Angstzustände oder vermehrter Blutungen nach der Geburt ist erhöht. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass künstliches Oxytocin die körpereigene Oxytocin-Produktion nach der Geburt stört und es so zur einer Behinderung des Milchspendereflexes kommen kann.

Unser körpereigenes Oxytocin reduziert hingegen Stress und Angst, gibt uns ein Gefühl des Wohlbefindens, hilft der Gebärmutter sich nach der Geburt gut zusammenzuziehen, unterstützt die Bindung zwischen Mutter und Baby und fördert eine positive Stillbeziehung. 🤱❤️

⭐️ @VerschuetteteHeilkunst ⭐️
In einer Forschungsarbeit, die 2013 in der Zeitschrift «Science» veröffentlicht wurde, konnte bei Wühlmäusen ein Zusammenhang zwischen einer Oxytocingabe am Tag der Geburt und schwerer Bindungsstörungen der heranwachsenden Tiere festgestellt werden.

«Bei einer spontanen Geburt fällt der Oxytocinspiegel des gebärenden Säugetiers in der letzten Phase stark ab. Kommt das Neugeborene nun zu seiner Mutter an die Brust, lernt sein Gehirn in diesem Moment, dass es Oxytocin produzieren muss, wenn es eine Bindung eingeht. Sind seine Rezeptoren aber bereits mit künstlichem Oxytocin überschwemmt, bleibt dieser Lerneffekt aus.» Die Folgen können auch für menschlichen Nachwuchs diskutiert werden. Sie reichen von beeinträchtigter Mutter-Kind-Bindung, Schwierigkeiten beim Stillen, exzessivem Schreien im Säuglingsalter bis zu ADHS, Autismus und sexuellen Störungen. «Unsere Geburtshilfe mit ihren hohen Interventionsraten ist unter diesem Aspekt ein klinischer Versuch und die Probanden wissen nichts davon», sagt Schwarz.
3