Großdemo am Montag in Freiburg wegen AfD-Veranstaltung im Bürgerhaus Zähringen - Freiburger Wochenbericht
https://www.freiburger-wochenbericht.de/grossdemo-am-montag-in-freiburg-wegen-afd-veranstaltung-im-buergerhaus-zaehringen/
https://www.freiburger-wochenbericht.de/grossdemo-am-montag-in-freiburg-wegen-afd-veranstaltung-im-buergerhaus-zaehringen/
Freiburger Wochenbericht -
Großdemo am Montag in Freiburg wegen AfD-Veranstaltung im Bürgerhaus Zähringen - Freiburger Wochenbericht
Keine zwei Wochen nach einer Demo gegen Rechtsextremismus mit 15.000 Menschen steht Freiburg am Montag die nächste Großdemo ins Haus. Anlass ist eine Wahlverkampfveranstaltung der AfD im Bürgerhaus Zähringen. Startpunkt der Anti-AfD-Demo ist der Europaplatz.…
🤮2
Von Jakob Maria Mierscheid
Der neu (wieder-)gewählte US-Präsident Trump sorgte nicht nur mit der Zeichnung zahlreicher Dekrete für Überraschungen. Besonders unerwartet traf die Staatengemeinschaft sein erklärtes Ziel, möglicherweise auch US-amerikanisches Nachbargebiet wie Grönland, Kanada oder Mexikos Gewässer US-amerikanischer Herrschaftsgewalt zu unterwerfen. Unabhängig davon wie ernst diese Absichtserklärungen zu nehmen sind, dürften sie diejenigen seiner (europäischen) Anhänger Lügen strafen, die den US-Präsidenten als Vertreter einer isolationistischen Außenpolitik wahrnehmen wollten.
I. Souveränität und Selbstbestimmung
Ebenso sind seine Vorschläge zur künftigen Ordnung des Gazastreifens kaum anders als ein Plan zu verstehen, das zerstörte Gebiet in eine Art amerikanisch-israelisches Protektorat zu verwandeln, um die dortige Bevölkerung umzusiedeln. Die Begründung dieser neuen außenpolitischen Offensive fällt brüchig und widersprüchlich aus. In ihr mischen sich klassisch imperiale Denkmuster, mit merkantiler Rhetorik und der Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Völker, das freilich nur so weit wie die von der US-amerikanischen Großmacht definierten Interessen reicht. Rechtspolitisch inkohärent ist es daher, dass die Trump-Administration die Umsiedlung der im Gazastreifen ansässigen Palästinenser plant. Ein solcher Vorstoß wäre, würde er verwirklicht, eine klare Verletzung des Selbstbestimmungsrechts der Völker, obendrein ein Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot wie auch ein Straftatbestand im Sinne des Völkerstrafrechts.
Eine ähnlich hybride Argumentation vertritt Russland im Krieg mit der Ukraine. So wird die staatliche Existenz der Ukraine zum einen bestritten, zum anderen beruft sich Russland in den schon seit 2013 de facto besetzten Gebieten im Don Bass und der Krim auf das Selbstbestimmungsrecht der mehrheitlich russischsprachigen Bevölkerungen. Diese wurden bereits 2014 in einer von Russland forcierten Volksabstimmung zur Frage der Sezession und der Gründung autonomer Volksrepubliken befragt. Diese Argumentationen verbindet eine Gemeinsamkeit. Sie bringen das Selbstbestimmungsrecht der Völker gegen den Grundsatz der souveränen Staatlichkeit in Stellung. Diese Contraposition ist nicht neu, scheint in ihr doch das Spannungsverhältnis zweier entgegengesetzter völkerrechtlicher Schutzgüter hervor: zum einen beruht das Völkerrecht auf dem strukturkonservativen Grundsatz der souveränen Staatlichkeit, zum anderen ging spätestens mit Wilsons 14-Punkte … weiterlesen
https://freiburger-standard.de/2025/02/08/das-selbstbestimmungsrecht-der-voelker-und-die-normativitaet-des-voelkerrechts/
Der neu (wieder-)gewählte US-Präsident Trump sorgte nicht nur mit der Zeichnung zahlreicher Dekrete für Überraschungen. Besonders unerwartet traf die Staatengemeinschaft sein erklärtes Ziel, möglicherweise auch US-amerikanisches Nachbargebiet wie Grönland, Kanada oder Mexikos Gewässer US-amerikanischer Herrschaftsgewalt zu unterwerfen. Unabhängig davon wie ernst diese Absichtserklärungen zu nehmen sind, dürften sie diejenigen seiner (europäischen) Anhänger Lügen strafen, die den US-Präsidenten als Vertreter einer isolationistischen Außenpolitik wahrnehmen wollten.
I. Souveränität und Selbstbestimmung
Ebenso sind seine Vorschläge zur künftigen Ordnung des Gazastreifens kaum anders als ein Plan zu verstehen, das zerstörte Gebiet in eine Art amerikanisch-israelisches Protektorat zu verwandeln, um die dortige Bevölkerung umzusiedeln. Die Begründung dieser neuen außenpolitischen Offensive fällt brüchig und widersprüchlich aus. In ihr mischen sich klassisch imperiale Denkmuster, mit merkantiler Rhetorik und der Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Völker, das freilich nur so weit wie die von der US-amerikanischen Großmacht definierten Interessen reicht. Rechtspolitisch inkohärent ist es daher, dass die Trump-Administration die Umsiedlung der im Gazastreifen ansässigen Palästinenser plant. Ein solcher Vorstoß wäre, würde er verwirklicht, eine klare Verletzung des Selbstbestimmungsrechts der Völker, obendrein ein Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot wie auch ein Straftatbestand im Sinne des Völkerstrafrechts.
Eine ähnlich hybride Argumentation vertritt Russland im Krieg mit der Ukraine. So wird die staatliche Existenz der Ukraine zum einen bestritten, zum anderen beruft sich Russland in den schon seit 2013 de facto besetzten Gebieten im Don Bass und der Krim auf das Selbstbestimmungsrecht der mehrheitlich russischsprachigen Bevölkerungen. Diese wurden bereits 2014 in einer von Russland forcierten Volksabstimmung zur Frage der Sezession und der Gründung autonomer Volksrepubliken befragt. Diese Argumentationen verbindet eine Gemeinsamkeit. Sie bringen das Selbstbestimmungsrecht der Völker gegen den Grundsatz der souveränen Staatlichkeit in Stellung. Diese Contraposition ist nicht neu, scheint in ihr doch das Spannungsverhältnis zweier entgegengesetzter völkerrechtlicher Schutzgüter hervor: zum einen beruht das Völkerrecht auf dem strukturkonservativen Grundsatz der souveränen Staatlichkeit, zum anderen ging spätestens mit Wilsons 14-Punkte … weiterlesen
https://freiburger-standard.de/2025/02/08/das-selbstbestimmungsrecht-der-voelker-und-die-normativitaet-des-voelkerrechts/
Freiburger Standard
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker und die Normativität des Völkerrechts
Von Jakob Maria Mierscheid
Der neu (wieder-)gewählte US-Präsident Trump sorgte nicht nur mit der Zeichnung zahlreicher Dekrete für Überraschungen. Besonders unerwartet traf die Staatengemeinschaft sein erklärtes Ziel, möglicherweise auch US-amerikanisches…
Der neu (wieder-)gewählte US-Präsident Trump sorgte nicht nur mit der Zeichnung zahlreicher Dekrete für Überraschungen. Besonders unerwartet traf die Staatengemeinschaft sein erklärtes Ziel, möglicherweise auch US-amerikanisches…
Forwarded from Volksanwalt Mandic - Anwalt für Meinungsfreiheit
Guter Vortrag von Kaiser über wichtige Männer, die hinter Trump stehen:
Patrick John Deneen (* 21. Juli 1964 in Hartford, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Hochschullehrer an der katholischen University of Notre Dame. Seine Themen sind die Kritik des Liberalismus und die Krise der amerikanischen Demokratie.
Er tritt für einen katholischen Kommunitarismus ein und beruft sich auf Denker wie Alexis de Tocqueville und Wendell Berry.
James David „JD“ Vance (* 2. August 1984 in Middletown, Ohio als James Donald Bowman) ist ein US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei) und Autor sowie seit dem 20. Januar 2025 der 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten.
Er und seine Schwester wurden vor allem von den Großeltern mütterlicherseits großgezogen, die beide aus den Appalachen kamen.Sein Vater Donald hatte die Familie früh verlassen; seine Mutter Beverly Carol Vance war drogenabhängig und nicht in der Lage, sich alleine um die Kinder zu kümmern.
Als Marine nahm er am Irakkrieg Teil. Danach studierte er zunächst Politik und wurde später Jurist.
Seit der Veröffentlichung seines Buches gilt Vance aufgrund seiner Herkunft als ein Zeuge der neuen US-amerikanischen weißen Unterschicht, die 2016 möglicherweise den Ausschlag für die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gegeben hatte. Die New York Times schrieb, sein Buch sei „one of the six best books to help understand Trump’s win“.
Am 15. Juli 2024 ernannte Donald Trump Vance auf dem Parteitag der Republikanischen Partei zum Kandidaten für die Vizepräsidentschaft für die am 5. November 2024 anstehende Präsidentschaftswahl. Die Entscheidung wird dem Einfluss der Netzwerke um Peter Thiel und Elon Musk zugesprochen.
https://youtu.be/BCl-6dZim1g?si=vFITQitejBcnHYSS
Patrick John Deneen (* 21. Juli 1964 in Hartford, Connecticut) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Hochschullehrer an der katholischen University of Notre Dame. Seine Themen sind die Kritik des Liberalismus und die Krise der amerikanischen Demokratie.
Er tritt für einen katholischen Kommunitarismus ein und beruft sich auf Denker wie Alexis de Tocqueville und Wendell Berry.
James David „JD“ Vance (* 2. August 1984 in Middletown, Ohio als James Donald Bowman) ist ein US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei) und Autor sowie seit dem 20. Januar 2025 der 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten.
Er und seine Schwester wurden vor allem von den Großeltern mütterlicherseits großgezogen, die beide aus den Appalachen kamen.Sein Vater Donald hatte die Familie früh verlassen; seine Mutter Beverly Carol Vance war drogenabhängig und nicht in der Lage, sich alleine um die Kinder zu kümmern.
Als Marine nahm er am Irakkrieg Teil. Danach studierte er zunächst Politik und wurde später Jurist.
Seit der Veröffentlichung seines Buches gilt Vance aufgrund seiner Herkunft als ein Zeuge der neuen US-amerikanischen weißen Unterschicht, die 2016 möglicherweise den Ausschlag für die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gegeben hatte. Die New York Times schrieb, sein Buch sei „one of the six best books to help understand Trump’s win“.
Am 15. Juli 2024 ernannte Donald Trump Vance auf dem Parteitag der Republikanischen Partei zum Kandidaten für die Vizepräsidentschaft für die am 5. November 2024 anstehende Präsidentschaftswahl. Die Entscheidung wird dem Einfluss der Netzwerke um Peter Thiel und Elon Musk zugesprochen.
https://youtu.be/BCl-6dZim1g?si=vFITQitejBcnHYSS
YouTube
»Vance und Deneen - die 2. Reihe hinter Trump« - Benedikt Kaiser auf den Studientagen im Winter 2025
Eine gekürzte Fassung des Vortrags ist im Themenheft »Amerika« der Zeitschrift Sezession enthalten - hier bestellen: https://antaios.de/zeitschrift-sezession/zeitschrift-sezession/234214/heft-124-thema-amerika
🎧Hier auf Anchor anhören: https://podcaster…
🎧Hier auf Anchor anhören: https://podcaster…
👍1
Forwarded from Reimond Hoffmann
📰 Guten Morgen, ich habe einen Beitrag beim Freiburger Standard (hier klicken zum lesen) veröffentlicht.
📺Ich gehe auf die Probleme durch das (frühzeitige) Fernsehen, besonders für kleine Kinder ein. Sie werden praktisch zu Zombies gemacht.
Folgt mir für mehr Widerstand:
Telegram!
📺Ich gehe auf die Probleme durch das (frühzeitige) Fernsehen, besonders für kleine Kinder ein. Sie werden praktisch zu Zombies gemacht.
Folgt mir für mehr Widerstand:
Telegram!
Der Fall des Weimarer Familienrichters, dessen Revision gegen die Verurteilung wegen Rechtsbeugung (§ 339 StGB) jüngst durch den Bundesgerichtshof verworfen wurde, machte bundesweit Schlagzeilen. Hintergrund war, dass der Angeklagte aufgrund einer von ihm angenommenen Kindeswohlgefährdung die Maskenpflicht für Schüler an zwei Schulen aufhob. Da er das Verfahren nach den Feststellungen des Landgerichts entgegen den Zuständigkeitsverteilungen bewusst an sich zog, um die Maskenpflicht zu beenden, kommt es nach Auffassung des Senats gar nicht darauf an, ob die Entscheidung materiell rechtmäßig war. Mit anderen Worten: der formale Verstoß gegen die Zuständigkeiten indizierte und begründete den Straftatbestand der Rechtsbeugung. Ob die Maskenpflicht rechtens, dh verhältnismäßig war, ist aus Sicht des Bundesgerichtshofs eine – man könnte sagen – sachfremde Erwägung.
Der Beschluss stellt somit maßgeblich darauf ab, dass der Richter planmäßig und ergebnisorientiert ein bestimmtes Urteil fällen wollte. Entscheidend für die Verurteilung – so muss man den Beschluss wohl verstehen – war der subjektive Wille zur angeblichen Rechtsbeugung. Dieser war aus Sicht der Gerichte darin begründet, dass der Angeklagte die formellen Geschäftsverteilungen in eigener Sache manipulierte, indem er ihm bekannte Maßnahmenkritiker zu rechtlichen Schritten gegen die Maskenpflicht riet. Aufgrund der nach Namen geordneten Zuständigkeitsverteilung soll er nach den tatrichterlichen Feststellungen seine Richterstellung ausgenutzt haben.
https://freiburger-standard.de/2025/02/22/richtiges-richter-recht-zwischen-auslegung-einlegung-und-beugung/
Der Beschluss stellt somit maßgeblich darauf ab, dass der Richter planmäßig und ergebnisorientiert ein bestimmtes Urteil fällen wollte. Entscheidend für die Verurteilung – so muss man den Beschluss wohl verstehen – war der subjektive Wille zur angeblichen Rechtsbeugung. Dieser war aus Sicht der Gerichte darin begründet, dass der Angeklagte die formellen Geschäftsverteilungen in eigener Sache manipulierte, indem er ihm bekannte Maßnahmenkritiker zu rechtlichen Schritten gegen die Maskenpflicht riet. Aufgrund der nach Namen geordneten Zuständigkeitsverteilung soll er nach den tatrichterlichen Feststellungen seine Richterstellung ausgenutzt haben.
https://freiburger-standard.de/2025/02/22/richtiges-richter-recht-zwischen-auslegung-einlegung-und-beugung/
Freiburger Standard
Richtiges (Richter-)recht? Zwischen Auslegung, Einlegung und Beugung
Von Jakob Maria Mierscheid
Ein Richter, ein anderer Amtsträger oder ein Schiedsrichter, welcher sich bei der Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe…
Ein Richter, ein anderer Amtsträger oder ein Schiedsrichter, welcher sich bei der Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe…