Freiberger Forum e.V.
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Ein gemeinnütziger Verein für alle respektvollen toleranten Menschen, für die der Völkerverständigungsgedanke, Heimatliebe und Tradition zentrale Bestandteile einer funktionierenden pluralistischen Gesellschaft sind.

Internetseite: www.freibergerforum.de
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Wir bitten unsere Gäste die öffentlichen Parkplätze z.B. an der "ehernen Schlange " zu benutzen. Der Städtische Festsaal befindet sich am Obermarkt über dem Ratskeller.
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DIE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT !
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Da uns zu vorstehender und ausgebuchter Veranstaltung zunehmend Anfragen verschiedener Medien erreichen, nehmen wir die Anfrage des MDR in Auszügen hier zum Anlass, mit unserer Antwort Stellung zu beziehen.
Sehr geehrter Herr D………,
vielen Dank für ihr Interesse an unserer Veranstaltung zu den "Deutsch-Russischen Beziehungen".
Wir als Verein begrüßen jede konstruktive Kritik zur Belebung des Dialogs. Dass Europa wiederholt in jüngster Vergangenheit zum Kriegsschauplatz wurde und immer noch ist, erschüttert uns angesichts hunderttausender Toter und unermesslichem Leid und Zerstörung, zutiefst. Insofern erscheint uns auch nur der geringste Impuls für das Verstehen, als Grundlage eines friedensstiftenden Gespräches, sinnvoll.
Nachfolgend die Beantwortung ihrer Fragen:
Warum haben Sie sich entschieden, einen Diskussionsabend mit Milyutin und Baab zu organisieren? Welchen Erkenntnisgewinn erhoffen Sie sich von diesem Abend?

Das Thema Ukrainekrieg ist allgegenwärtig und zutiefst besorgniserregend.
In der öffentlichen Berichterstattung nehmen wir Vertreter der ukrainischen Seite wahr, aber selten und nur ausschnittsweise offizielle Vertreter Russlands.
Die Botschaft ist der erste und direkte Ansprechpartner, um mit offiziellen Vertretern der Politik eines Landes in Kontakt zu kommen.
Patrik Baab ist uns als erfahrener Journalist und durch seine vor Ort Recherchen zu seinem Buch "Auf beiden Seiten der Front" bekannt.


In Patrik Baabs Buch "Auf beiden Seiten der Front" mutmaßt Baab, dass das Massaker von Butscha im Frühjahr 2022 von Spezialeinsatzkräften des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 geplant wurde. Zudem spricht er darüber, dass die USA in der Ukraine Biolabore betreiben würde, um an "rassespezifischen Biowaffen" zu forschen, die gezielt gegen russische und belarussische Personen eingesetzt werden sollen. Was sagen Sie als Verein zu solchen Vermutungen und Aussagen?

Kriegsverbrechen sind Barbarei und durch nichts zu rechtfertigen. Sie spielen völkerrechtlich und kriegspsychologisch eine große Rolle, weil sie die Fronten verhärten und die Kampf- und Unterstützungsbereitschaft beider Seiten erhöhen. Ihre sorgfältige Prüfung ist daher unbedingt notwendig. Wir werden hinterfragen, wie diese Aussagen in dieser Form belegt werden können.


Was sagen Sie zur allgemeinen Kritik an Patrik Baab, dass dieser russische Propagandanarrative verbreiten würde?

Dieser Vorwurf fällt uns zu schnell, nicht nur bei Patrik Baab und hat wohl eher spezifischen als allgemeinen Charakter. Im Krieg wird in Gut und Böse eingeteilt. Analysen, die allen Beteiligten gerecht werden, sind kaum möglich.
Die große Resonanz zu diesem existenziellen Thema zeigt das hohe Bewusstsein breiter Teile der Gesellschaft, dass das erste Opfer im Krieg die Wahrheit ist.
Auch die Vorgeschichte dieses Krieges kommt unserer Meinung nach in der öffentlichen Berichterstattung zu kurz.
Wir werden Baabs Narrative genauso hinterfragen wie die vorherrschenden Narrative imperialer Bestrebungen Russlands und eines gewinnbaren Krieges.


Wie ist Ihre Haltung zur geplanten Demonstration auf dem Obermarkt und dem Vorwurf in der Ankündigung der Demo, dass ihre Veranstaltung Desinformation und Kriegspropaganda verbreiten würde?

Diese Kundgebung ist legitim, jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Die andere Seite anzuhören bedeutet unisono nicht, sich mit ihr gemein zu machen.
Niemand ist aufgefordert unseren Gästen zu applaudieren. Unsere Besucher und auch wir werden aufmerksam zuhören. Die Einordnung dessen, obliegt jedem selbst.
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Der Abend "Deutsch-Russische Beziehungen"
Zum wiederholten Mal erlebten wir einen bis zum letzten Platz besetzten Städtischen Festsaal bei unserer Veranstaltung "Deutsch- Russische Beziehungen".
Bereits frühzeitig überstiegen die Anmeldungen die zulässige Besucherzahl bei weitem.
Die übergroße Resonanz zeigte uns, wie wichtig das Thema „Deutsch-Russische Beziehungen“ für viele Bürger ist.
Das millionenfach gesehene Interview von Tucker Carlson mit Wladimir Putin belegt dies ebenso. Alle Politiker reden darüber, zu sehen war es nur im Netz.
Die Brisanz des Themas spiegelte sich ebenfalls im großen medialen Interesse und der lautstark geäußerten Kritik an unserer Veranstaltung wider.
Wir betonen ausdrücklich unser Verständnis für die Gegenkundgebung und sprechen unser Mitgefühl für die geflüchteten Ukrainer aus.
Meinungsvielfalt ist ein wesentliches Merkmal einer Demokratie.
Hingegen halten wir Transparente mit dem geschichtsvergessenen Wunsch, den Kreml niederzubrennen, für gefährlich und inakzeptabel.
Wir hoffen, dass die Vertreter verschiedener staatlich geförderter Freiberger Initiativen oder der einstigen Pazifisten-Partei in diesem Punkt mit uns übereinstimmen.
In seiner einleitenden Begrüßung sprach Klaus Peter Stanek den „Maidan Putsch“ und den nachfolgenden leidvollen „Bürgerkrieg in der Ostukraine“ an.
Er erwähnte die traditionell guten deutsch-russischen Beziehungen im Bereich der Wissenschaft und hob die diesbezügliche Bedeutung der Bergakademie hervor.
Die 25-minütigen Ausführungen des Botschaftsrates der Russischen Föderation, Alexander Milyutin, berührten im Allgemeinen die Bereiche Wirtschaft, Kultur und Geschichte.
Russland sei stets ein zuverlässiger Partner, speziell bei der Lieferung von Energieträgern, gewesen.
Kernaussage war, dass die russische Seite die jüngste Entwicklung, vor allem den Abbruch der wirtschaftlichen Beziehungen bedauere, dieser Weg jedoch von der deutschen Regierung so gewählt wurde.
Den Einmarsch Russlands gegen die Ukraine bezeichnete Milyutin  als militärische Sonderoperation ohne Gebietsansprüche, die dazu diene, eine unmittelbare Bedrohungslage durch einen Beitritt der Ukraine zur NATO abzuwenden.
In der Ukraine findet seiner Meinung nach ein Stellvertreterkrieg des USA-dominierten Westens gegen Russland statt.
Der Diplomat betonte an späterer Stelle die Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen als Alternative zum Krieg.
Er zählte die erfolglosen Friedensangebote der Vergangenheit auf und nannte als besonderes Beispiel die vom Westen abgelehnten Friedensverhandlungen in Istanbul.
Der erfahrene Journalist und Autor, Patrik Baab, betrachtete den furchtbaren Krieg in der Ukraine hinsichtlich seiner Verhinderung.
Seine zentrale These lautete, dass Krieg zu vermeiden gewesen wäre, „wenn die Presse ihre Arbeit richtig gemacht hätte!“.
Diese Aussage löste beim aufmerksamen Publikum spontan Applaus aus.
Zu präsent sind möglicherweise die Erinnerungen der älteren Besucher an die medial transportierten Lügen, die bei den Kriegen in Vietnam https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2014-07/vietnam-krieg-usa-50-jahre, Kuwait https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-grossen-luegen-der-geschichte--propaganda-auf-der-saeuglingsstation-100.htm  oder im Irak https://www.dw.com/de/irak-krieg-am-anfang-stand-die-l%C3%BCge/a-43279424 als Begründung dienten.
Die korrigierenden, aufklärenden Berichte von Presse, Rundfunk und Fernsehen erschienen immer erst Jahre später.
Die Wahrheit ist immer das erste Opfer im Krieg.
Insofern erscheint die Medienschelte von Baab als durchaus berechtigt.
Er prangerte die staatlicherseits, aber auch von privater Seite finanziell gesteuerte Ideologisierung an Universitäten und Schulen an.
Der 64-jährige Autor sprach von einem Propagandakrieg und kognitiver Kriegsführung und betonte, dass dies auf beiden Seiten geschehe.
So wurde deutlich, wie unterschiedliche Blickwinkel zu unterschiedlichen Ergebnissen in der Betrachtung führen.
Ein Teil der Gesellschaft folgt logischen Zusammenhängen aus eigenem Erleben, ein anderer Teil der Gesellschaft glaubt dem „Totschlagargument der Verschwörungserzählung“.
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Der auslandserprobte Baab, welchem die Uni Kiel seinen Lehrauftrag aufgrund seiner eigenständigen Recherche „Auf beiden Seiten der Front“ entzog, wehrte sich gerichtlich und bekam Recht.

Die Fragen der Besucher in der anschließenden Diskussion waren vielschichtig.

Gemäß dem Motto „audiatur et altera pars“ – man höre auch die andere Seite, verlief der Abend störungsfrei und in respektvoller Atmosphäre.
Für das Freiberger Forum steht Völkerverständigung mit dem Wunsch nach Frieden an erster Stelle.
Voraussetzung für ein Ende der Kampfhandlungen ist ein Ausgleich, der die Existenz aller Seiten sicherstellt.
Ohne Wahrheitsfindung kann kein stabiler Frieden entstehen.

Vielleicht hilft diese Erkenntnis allen Akteuren, zur Besinnung zu kommen und die Menschheit nicht in den Abgrund zu stürzen.
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Diese Gedanken erreichten uns zu obiger Veranstaltung:
Forwarded from Andreas Böhnstedt
 
Das Diskussionsforum unseres Vereins, am vergangenen Freitag im städtischen Festsaal durchgeführt, habe ich aus gesundheitlichen Gründen leider nur von zu Hause aus verfolgen können. Für mich ist völlig unverständlich, dass diese Veranstaltung, in einem öffentlichen Raum der Stadt Freiberg durchgeführt, derart verunglimpft wird, als wenn nur Kriegsrhetorik unter zivilisierten Menschen eine Lösung wäre. Nein, das Gegenteil ist richtig und die gesprochenen Worte sprechen mir aus dem Herzen. Wir müssen alles tun, den Weltfrieden und hier besonders in Europa zu erhalten, da spielt es auch für mich keine Rolle, auf welcher gesellschaftspolitischen Stufe die Veranstaltungsteilnehmer stehen.
Ich war im Grundwehrdienst von 1975 bis 1976, also vor fast fünfzig Jahren, als Kartograph bei der NVA in Prenzlau. Wir haben damals sämtliche Manöverkarten und Karten für eventuelle Kriegsszenarien für alle Truppen des Warschauer Paktes hergestellt und dabei natürlich auch streng geheime Beutekarten der NATO einbezogen.
Ich habe als junger Wehrdienstpflichtiger selbst die möglichen Atomschläge beider Seiten in Europa kartieren müssen und mich dabei oft gefragt, was machst du hier. Ich war dann 1990 sehr froh, dass das alles für den Papierkorb war. Es kann sich niemand vorstellen (und nochmal, alles liegt ca. 50 Jahre zurück), was sich hier,  besonders in Mitteleuropa, abspielen wird, wenn all unsere Kriegstreiber zum Zuge kommen - der 2. Weltkrieg, auch wenn ich ihn zum Glück nicht erlebt habe, war dagegen ein Kindergeburtstag.
Diese Gedanken bringen mich fast um den Verstand.
Ich bin daher sehr dankbar, dass wir als Verein, trotz der für uns schwierigen Umstände, diese Möglichkeit am vergangenen Freitag genutzt haben und mit klarem Verstand, nicht nur für Frieden und Völkerverständigung aufgerufen, sondern, und hier ausdrücklich hervorgehoben, eine faire und respektvolle Gesprächskultur gepflegt haben.
Wir alle müssen gemeinsam dieser gegenwärtigen Konfrontationspolitik, oder besser gesagt diesem Wahnsinn ein Ende setzen - wir sind es unseren Vorfahren, unseren Kindern und Enkelkindern und nicht zuletzt auch uns selbst schuldig.

Dafür stehe ich.
 
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HABE DEN MUT, DICH DEINES EIGENEN VERSTANDES ZU BEDIENEN!
ZUM POLITISCHEN ASCHERMITTWOCH
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Politischer Aschermittwoch im „Goldenen Löwe“
Ein kurzweiliges Programm erlebten die Besucher des „Politischen Aschermittwochs“ beim Freiberger Forum. Der Saal war gut gefüllt und die Akteure präsentierten sich gut vorbereitet. Wenigstens da, war von Fachkräftemangel nichts zu spüren. Dieser Fachkräftemangel wurde eindeutig in der Politik verortet. Nach den einleitenden Worten von Holger Reuter, startete der Liedermacher Yann Song King schon die erste Rakete und brachte gute Stimmung. Die wusste der Satiriker Elmar Gehrke in gewohnt bitterböser und bissiger Manier, noch eindrucksvoll zu steigern. Kurzfristig ergriffen auch mit Sven Lingreen, Bundesvorsitzender der „Basis Partei“ und Jan- Christian Lewitz ein Vertreter der neu gegründeten „Werte Union“ das Wort. Thomas Mielenz, besser bekannt als Braumeister Michael bei den Stadtführungen auf den Spuren des Freiberger Bieres, arbeitete den Wahnsinn des Jahres wochenweise auf. Von A(nnalena) bis Strack-Z wurden alle verbal abgewatscht. Zum Abschluss reimte der Vorstandsvorsitzende des Freiberger Forum, Andreas Schettler, was das Zeug hielt. Zwischen den Rednern begeisterte der Musiker aus Dresden immer wieder mit virtuosem Gitarrenspiel, bei dem auch ein „Einweggetränkeflaschenschraubverschlussanbindungspflichtgesetz“ vorgestellt wurde. Am Ende waren sich Besucher wie Vortragende darüber einig.
„DIE AMPEL MUSS WEG!“
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Das Freiberger Forum präsentiert!
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