Forwarded from Andreas Schettler
Ja seid ihr denn wahnsinnig ?!
...war wohl der prägendste Satz des kontroversen Abends. Gesprochen in Selbstanklage von einem Mann des Glaubens, einem Kirchenhistoriker aus dem Publikum. Mit etwas Verspätung ging der Abend los, dafür jedoch gleich mit Volldampf. Der Mediziner Torsten Mahn aus Leipzig erwies sich als guter Gesprächsleiter, welcher in den richtigen Situationen nachzufragen wusste. Mahn, welchem nach seiner kritischen Positionierung zu den staatlicherseits verhängten Coronamaßnahmen, insbesondere zu der "Impfung", die Lehrerlaubnis an der medizinischen Fakultät entzogen wurde, meisterte trotz persönlicher Betroffenheit, seine Aufgabe souverän. Großen Respekt an die Vertreter der lokalen Amtskirche, die trotz des zu erwartenden und auch spürbaren Gegenwindes seitens der Podiumsgäste, aber auch seitens des Publikums aus dem gut gefüllten Festsaal, die kontroverse Diskussion nicht scheuten. Leider blieben Superintendentin Hiltrud Anacker und Pfarrer Dr. Michael Stahl, welcher auch für das Netzwerk "Freiberg für Alle" sprach, die einzigen Vertreter der lokalen Amtskirche zum Beginn dieser dringend notwendigen Gespräche zu beiderseitigem Verständnis. Die gleichlautende Erinnerung von Anacker und Stahl, während der Coronazeit dennoch schnell eine Vielzahl religiöser Möglichkeiten für die Gläubigen geschaffen zu haben, fand jedoch wenig Resonanz. Das dadurch zum Ausdruck gebrachte Vertrauen des Staates in die Kirche, erschien Pfarrer Stahl explizit erwähnenswert. Die von Anacker beschriebene Kontroverse in den Führungsebenen der Kirchen, bei welcher sogar die Übernahme der Kirchen durch den Freistaat wohl zur Debatte gestanden hatte, fand damals leider im Verborgenen statt. Die Feststellung von Prof. Leonhardt, der die Aufgabe der Kirche in der kritisch solidarischen Begleitung des Staates verortete, dass das Handeln der Amtskirche in den letzten Jahren zu solidarisch und zu wenig kritisch war, blieb unwidersprochen. Die Ausführungen des Pfarrers Martin Michaelis zu seinen Erlebnissen der letzten drei Jahre, produzierten mehrfach ein Raunen der Unfassbarkeit im Saal. Glaubwürdig und authentisch scheinen die Attribute zu sein, um als Querdenker und als "Umstritten" zu gelten, auf das die ungeteilte Aufmerksamkeit der Amtskirche das Handeln dieses aufrechten Theologen wachsam begleiten muss. An dieser Stelle sei allen Teilnehmern der kontroversen aber respektvollen Runde herzlich gedankt. Auch unserem Ehrengast, Pfarrer Wonneberger aus Leipzig, welcher als Initiator des Kirchenprotestes in Leipzig zum Ende der 80ger Jahre galt. Abschließend sei nochmals der Kirchenhistoriker Pfarrer Dr. Ilgner bemüht, der den Kirchen ein chamäleonartiges wandelbares Treiben attestierte, welches in seiner Historie unheilige Allianzen hervorbrachte und sich in den Dienst der Machthaber stellte. Vielleicht sollten die vertraglich geschlossenen Allianzen zu beiderseitigem Nutzen, wie Pfarrer Stahl das Verhältnis von Kirche und Staat beschrieb, nicht nur dem Wohl des Landes dienen, sondern dem Wohle des deutschen Volkes. Glück Auf !
...war wohl der prägendste Satz des kontroversen Abends. Gesprochen in Selbstanklage von einem Mann des Glaubens, einem Kirchenhistoriker aus dem Publikum. Mit etwas Verspätung ging der Abend los, dafür jedoch gleich mit Volldampf. Der Mediziner Torsten Mahn aus Leipzig erwies sich als guter Gesprächsleiter, welcher in den richtigen Situationen nachzufragen wusste. Mahn, welchem nach seiner kritischen Positionierung zu den staatlicherseits verhängten Coronamaßnahmen, insbesondere zu der "Impfung", die Lehrerlaubnis an der medizinischen Fakultät entzogen wurde, meisterte trotz persönlicher Betroffenheit, seine Aufgabe souverän. Großen Respekt an die Vertreter der lokalen Amtskirche, die trotz des zu erwartenden und auch spürbaren Gegenwindes seitens der Podiumsgäste, aber auch seitens des Publikums aus dem gut gefüllten Festsaal, die kontroverse Diskussion nicht scheuten. Leider blieben Superintendentin Hiltrud Anacker und Pfarrer Dr. Michael Stahl, welcher auch für das Netzwerk "Freiberg für Alle" sprach, die einzigen Vertreter der lokalen Amtskirche zum Beginn dieser dringend notwendigen Gespräche zu beiderseitigem Verständnis. Die gleichlautende Erinnerung von Anacker und Stahl, während der Coronazeit dennoch schnell eine Vielzahl religiöser Möglichkeiten für die Gläubigen geschaffen zu haben, fand jedoch wenig Resonanz. Das dadurch zum Ausdruck gebrachte Vertrauen des Staates in die Kirche, erschien Pfarrer Stahl explizit erwähnenswert. Die von Anacker beschriebene Kontroverse in den Führungsebenen der Kirchen, bei welcher sogar die Übernahme der Kirchen durch den Freistaat wohl zur Debatte gestanden hatte, fand damals leider im Verborgenen statt. Die Feststellung von Prof. Leonhardt, der die Aufgabe der Kirche in der kritisch solidarischen Begleitung des Staates verortete, dass das Handeln der Amtskirche in den letzten Jahren zu solidarisch und zu wenig kritisch war, blieb unwidersprochen. Die Ausführungen des Pfarrers Martin Michaelis zu seinen Erlebnissen der letzten drei Jahre, produzierten mehrfach ein Raunen der Unfassbarkeit im Saal. Glaubwürdig und authentisch scheinen die Attribute zu sein, um als Querdenker und als "Umstritten" zu gelten, auf das die ungeteilte Aufmerksamkeit der Amtskirche das Handeln dieses aufrechten Theologen wachsam begleiten muss. An dieser Stelle sei allen Teilnehmern der kontroversen aber respektvollen Runde herzlich gedankt. Auch unserem Ehrengast, Pfarrer Wonneberger aus Leipzig, welcher als Initiator des Kirchenprotestes in Leipzig zum Ende der 80ger Jahre galt. Abschließend sei nochmals der Kirchenhistoriker Pfarrer Dr. Ilgner bemüht, der den Kirchen ein chamäleonartiges wandelbares Treiben attestierte, welches in seiner Historie unheilige Allianzen hervorbrachte und sich in den Dienst der Machthaber stellte. Vielleicht sollten die vertraglich geschlossenen Allianzen zu beiderseitigem Nutzen, wie Pfarrer Stahl das Verhältnis von Kirche und Staat beschrieb, nicht nur dem Wohl des Landes dienen, sondern dem Wohle des deutschen Volkes. Glück Auf !
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Die Rolle der Kirche in der Coronazeit im städtischen Festsaal zu Freiberg
Umrahmt wurde obige Veranstaltung wieder mit Teilen der Ausstellung der "Zitate der Schande" initiiert durch die Bürgerinitiative "Dialog für unsere Zukunft" unter der Überschrift "Hinterfrage Alles". Dabei waren auch wieder Werke des britischen Künstlers Bob Moran zu sehen. Die Ausstellung war dann am ersten Adventswochenende im "Goldenen Löwe" in Niederbobritzsch noch präsent und lockte doch einige Besucher vom frostigen Glühweinstand des Weihnachtsmarktes in die wohlige Wärme der Ausstellungsräume zu einem heißen Thema unserer Zeit !
Zu unserer Veranstaltung vom 01. Dezember "Die Rolle der Kirche in der Coronazeit" erreichte uns diese schriftliche Rückmeldung, für welche wir uns herzlich bedanken !