»Wenn Du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden mußt … Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um Deine Zustimmung zu erlangen – kannst Du absolut sicher sein, daß das, was da angepriesen wird, nicht zu Deinem Besten ist.« — Ian Watson, britischer Science-Fiction-Autor

Wie viele Menschen haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis, die sich nicht aus Überzeugung gegen Corona impfen ließen, sondern weil sie endlich wieder ein normales Leben führen wollen? Doch kaum ist eine Mehrheit durchgeimpft, drohen neue Virus-Varianten, die viel ansteckender sind und gegen die der bisherige Impfstoff nicht mehr im ausreichenden Maße wirkt.

Spätestens jetzt dürfte sich allmählich die Erkenntnis breitmachen, daß man für Freiheit immer streiten muß. Denn Notstandsgesetze sind für Regierungen sehr verlockend: Sie bedeuten in erster Linie einen Machtgewinn. Endlich kann durchregiert werden! Wenn sich kein nennenswerter Widerstand bildet, ist das eine bequeme Sache. Und sofort zeigt sich in der Krise auch die charakterliche Verdorbenheit vieler Berufspolitiker, denn mit dem entsprechenden Herrschaftswissen läßt sich aus der Krise leicht persönlicher Profit schlagen …

Dabei dürften die Masken-Geschäfte noch in der Amateur-Liga rangieren: Während die Probleme der Lockdown-Politik alle Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zogen, machte Jens Spahn der Pharma-Lobby ein großes Geschenk. Denn die hat schon lange ein lebhaftes Interesse an den Kundendaten der Krankenversicherten. In der neuen Datentransparenzverordnung (DaTraV) ließ er die grundsätzliche Einschränkung, nach der das Forschungsdatenzentrum Daten aus erzwungenen als auch aus freiwilligen Datenweitergaben nicht an Dritte weitergeben darf, einfach verschwinden. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, daß auch gewinnorientierte Unternehmen an Patientendaten gelangen können. Und die werden dem völlig selbstlosen (?) Jens Spahn dafür bestimmt sehr dankbar sein. Genauso wie für die Masern-Impfpflicht, die für Jens Spahn offenbar ein Herzensanliegen war …

Bitte erinnern Sie sich daran am Wahltag. Vergessen Sie nicht, wer sich an den Lumpereien beteiligt hat und bitte auch nicht, wer sich besonders hervorgetan hat bei dem Überbietungswettbewerb um eine besonders restriktive Corona-Politik. Lassen Sie sich nicht von abstrakten und globalen Themen einlullen: Das Weltklima wird nicht durch Benzinpreise in Deutschland gerettet. Die bevorstehende Bundestagswahl bestimmt nicht den Zustand der ganzen Welt – aber den der deutschen Bürger sehr wohl.

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[1] https://www.heise.de/tp/features/Spahn-oeffnet-Industrie-Hintertuer-zu-Versichertendaten-4868197.html